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30.11.2025

Anna Monta Olek holt Gold

Beim Grand Slam in Abu Dhabi gewinnt Anna Monta Olek die Klasse -78 kg. Alina Böhm wird Siebte.

Birgit Arendt

Anna Monta Olek revanchierte sich beim Grand Slam in Abu Dhabi für das WM-Finale. Alice Bellandi, aktuelle Olympiasiegerin und Weltmeisterin von Budapest steht im Finale, ihr gegenüber Anna Monta Olek, die Vize-Weltmeisterin von Budapest. Vor einem halben Jahr war es ein hauchdünner Vorteil für die Italienerin, heute gab es eine klare Antwort von Anna Monta Olek. Zwar auch im Golden Score, aber nur 42 Sekunden lang und keine Gesamtkampfzeit von über zehn Minuten, wie in Budapest. Eine Haltetechnik, die so sicher schien, dass sie Anna Monta Olek ewig halten könnte, gab den klaren und eindeutigen Sieg. 

Bis zu diesem Finale besiegte Anna Monta Olek jedoch einige Größen der 78-Kilo-Klasse. Erst Petrunjela Pavic aus Kroatien in den ersten Sekunden der Verlängerung mit Waza-ari, im Poolfinale Guusje Steenhuis, die mit drei WM-Medaillen dekoriert ist und fünf Mal Vize-Europameisterin war, in einem taktisch geführten Kampf. Bereits nach weniger als zwei Minuten erhält die Niederländerin die dritte Strafe und Anna Monta Olek steht im Halbfinale. Dort wartete die aktuelle Vize-Olympiasiegerin und Weltmeisterin von 2023, Inbar Lanir aus Israel. Ein Waza-ari nach zweieinhalb Minuten Kampfzeit war der Schlüssel für das Finale. 

„Ich hatte einen langsamen Start und musste schnell einen neuen Fokus setzen, da ich gegen Pavic erst mal mit Yuko hinten lag. Aber ich bin dann von Kampf zu Kampf besser geworden. Je besser die Gegner wurden, umso besser konnte ich kämpfen“, sagt Anna Monta Olek über ihren Wettkampftag. „Ich freu mich mega, dass ich gegen Bellandi gewinnen konnte.“ Mit dem Sieg in Abu Dhabi sollte sie nun auch die Weltrangliste anführen. „Das ist ein weiterer Meilenstein, den ich erreicht habe.“

  • Anna Monta Olek gegen Petrunjela Pavic - Foto: Gabriela Sabau
  • Anna Monta Olek gegen Petrunjela Pavic - Foto: Tamara Kulumbegashvili
  • Anna Monta Olek gegen Petrunjela Pavic - Foto: Tamara Kulumbegashvili
  • Anna Monta Olek gegen Alice Bellandi - Foto: Gabriela Sabau

    In der gleichen Gewichtsklasse startet Alina Böhm. Sie besiegt Maria Swan aus Australien nach zwei Minuten mit einer Haltetechnik und steht im Poolfinale Inbar Lanir gegenüber. Die führt zwar schnell mit Waza-ari, Alina Böhm holt jedoch auf. Erst Yuko, dann ein Waza-ari, aber Lanir kontert kurz darauf mit dem zweiten Waza-ari und gewinnt nach weiniger als drei Minuten mit Ippon. Für unsere Athletin geht’s in die Trostrunde. Gegen Guusje Steenhuis ist es nach fast sechs Minuten Kampfzeit eine kleine Wertung, die Alina Böhm stoppt und den siebten Platz beschert. 

    Alina Böhm gegen Maria Swan - Foto: Gabriela Sabau

     „Anna Monta hat stark gekämpft und hat sich von Kampf zu Kampf gesteigert, Alina hatte einen guten Start, aber es wurde dann leider nur Platz 7.  Ich bin super zufrieden mit der zweiten Goldmedaille, aber nicht alle haben alles gegeben. Wir haben noch einige Reserven“, sagt Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa.

    Bei den Männern gab es in der 90-Kilo-Klasse sowohl für Dominic Ressel als auch Lasse Schriever Auftaktsiege, aber beide mussten sich dann im zweiten Kampf eine Runde zu früh für eine Platzierung ihrem jeweiligen Gegner beugen.

    George Udsilauri verliert in seinem ersten Kampf gleich gegen den späteren Sieger und Losseni Kone ebenso gegen den späteren Dritten. Damit scheiden die Männer alle aus. 

    Das deutsche Team belegt mit zwei Goldmedaillen, einem fünften und zwei siebten Platzen in der Nationenwertung Platz 3.

    Wettkampfergebnisse:

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