Best Practice: Kagami Biraki 2026
Das traditionelle japanische Neujahrsritual Kagami Biraki wurde auch 2026 wieder am Katastützpunkt in Dülmen begangen. Die Zeremonie, deren Name sinngemäß „Den Spiegel zerbrechen“ bedeutet, markiert den bewussten Übergang in ein neues Jahr.

Bedeutung des Rituals
Den Auftakt bildete die Neujahrsansprache von Hans Urban, Mitglied des Trainerteams und Hausherr in Dülmen. Er erläuterte die symbolische Bedeutung des Rituals anhand der Begriffe Kagami (Spiegel) und (Ji)Ga (Ego). Das Zerbrechen des Spiegels steht für das Auflösen des Egos und schafft Raum für Neues. Wird das „Ga“ aufgelöst, bleibt „Kami“ – ein Begriff, der für Göttlichkeit oder Spiritualität steht. Kagami Biraki symbolisiert damit die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln und offen für neue Impulse zu sein – ganz im Sinne des Samurai-Geistes.
Zeremonie und Katavorführungen
Nach der Einführung folgte der symbolische Akt: Mit einem gezielten Schlag wurde der O-mochi geteilt – der Spiegel war gebrochen. Anschließend präsentierten Schülerinnen und Schüler des Stützpunktes ihr Können in verschiedenen Kata.
Den Beginn machten die jüngsten Teilnehmerinnen: Sophia und Lioba (8 Jahre), die erstmals vor Publikum die Juno-Kata zeigten. Es folgten Anna und Emilia (14 und 11 Jahre) mit Teilen der Nage-no-Kata, mit denen sie bereits beim Hansa Kata Cup gestartet

Dass Judo und Kata keine Altersgrenzen kennen, bewiesen Achim und Peter (beide über 60) mit einer eindrucksvollen, altersgerechten Juno-Kata. Theresa und Johanna zeigten ebenfalls Juno-Kata und unterstrichen ihre Erfahrung als erfolgreiche Kataläuferinnen. Den Abschluss bildeten die Kadermitglieder Leah und Fabian mit Kodokan Goshin Jutsu sowie der Itsutsu-no-Kata.
Ausklang in besonderer Atmosphäre
Großer Applaus beendete die Vorführungen und leitete den geselligen Teil des Abends ein. Bei Getränken, Sushi und Mochi klang der Abend in intensiven Gesprächen aus.
Fest der Begegnung
Das Kagami Biraki wird am Stützpunkt Dülmen seit fünf Jahren als Neujahrszeremonie durchgeführt. Jährlich kommen zahlreiche Gäste in die Tiberstadt – darunter lokale Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Judoka aus nah und fern.
Ein Fest von Freunden unter Freunden, das Tradition, Gemeinschaft und die Werte des Judo auf besondere Weise verbindet.
Alle bisherigen best practices findet man unter https://www.judobund.de/service/best-practice.