Bronze und Platz 5 in Ulaanbaator
Alina Böhm gewinnt im Kampf um Bronze gegen Anna Monta Olek.
Birgit Arendt

Alina Böhm kämpft sich ins Halbfinale der 78-Kilo-Klasse mit drei Ippon in drei Kämpfen. Gegen die Chinesin Wu siegt sie nach drei Minuten mit einer Hebeltechnik, gegen die Finnin Krapu und die Kroatin Pavic mit Haltetechniken. Erst im Halbfinale muss sie sich der für die Vereinigten Emirate startenden Yelyzaveta Lytvynenko beugen und kämpft nun um Bronze gegen Teammate Anna Monta Olek. Alina Böhm gewinnt mit Yuko und Waza-ari und wird damit Dritte des Grand Slam in der Mongolei. „Die Höhe in der Mongolei liegt mir nicht so sehr, das Aufwärmen hat sich schon hart angefühlt und auch beim Kämpfen habe ich das gespürt“, berichtet Alina Böhm über ihre Probleme mit der Höhenlage. „An solchen Tagen ist es schon hart und ich bin glücklich, mit Bronze nach Hause zu fahren. Es waren fünf lange und harte Kämpfe.“ Viel Zeit zur Erholung bleibt ihr nicht, es geht gleich weiter nach China. Nächste Woche steht der Grand Prix in Qingdao an. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung heute und es ist ein tolles Gefühl, die ersten Punkte für Olympia mitzunehmen.“
Anna Monta Olek gewinnt nach einem Freilos gegen die Russin Riabchenko nach reichlich drei Minuten mit Ippon, muss sich aber im Viertelfinale knapp gegen Audrey Tcheumeo aus Frankreich knapp geschlagen geben. Die Französin hatte zwei Yuko vorgelegt, die unsere Athletin nur noch mit einer Yuko-Wertung aufholen kann. Damit geht sie in die Trostrunde, gewinnt mit einer Haltetechnik gegen die Slowenin Metka Lobnik und verliert dann den Kampf um Bronze gegen Alina Böhm. Sie wird Fünfte des Turniers.
Lilli Louise Wojta muss im ersten Kampf gleich gegen die Japanerin Mao Arai auf die Matte. Erst im Golden Score musste sie sich mit einer Yuko-Wertung geschlagen geben. „Sie hat einen guten Kampf gemacht, im Stand war sie auf Augenhöhe mit der aktuellen Vize-Weltmeisterin und erst in der Verlängerung hat diese im Boden ihre Chance genutzt“, wertet Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa. „Lilli zeigt eine gute Entwicklung. So wie sie aufgetreten ist und auch inhaltlich sich präsentiert hat, kann man mit ihr weiterplanen. Sie braucht sich nicht zu verstecken.“ Er hofft auf nächste Woche in Qingdao, dass auch sie mehr Kämpfe machen kann.
„Unsere Teamleistung und die Wettkampfergebnisse bei diesem ersten Qualifikationsturnier für Olympia 2028 zeigen, wir sind auf der richtigen Spur“, schätzt Claudiu Pusa ein.
Wettkampfergebnisse: