Danke für euren Einsatz!
24 Judoka scheiden aus dem Nationalmannschaftskader des Deutschen Judo-Bundes (DJB) aus. Sie stehen für sportliche Spitzenleistungen, große persönliche Hingabe und viele besondere Momente auf nationaler und internationaler Bühne.

Der Weg in die Judo-Nationalmannschaft ist lang und anspruchsvoll. Er verlangt jahrelanges, konsequentes Training, mentale Stärke, Durchhaltevermögen und den Mut, immer wieder an die eigenen Grenzen zu gehen. Wer diesen Weg einschlägt, investiert viel – körperlich wie mental – und gewinnt zugleich wertvolle Erfahrungen, starke Gemeinschaften und Erinnerungen, die weit über die aktive Karriere hinausreichen.
24 Athletinnen und Athleten beenden nun ihre Zeit im Nationalmannschaftskader und schlagen neue Wege ein. Sie haben den Deutschen Judo-Bund über viele Jahre hinweg vertreten und den deutschen Judosport durch ihre Leistungen, ihre Haltung und ihre Persönlichkeit bereichert.
In besonderer Weise steht Anna-Maria Wagner für diese Generation von Athletinnen und Athleten. Als zweifache Weltmeisterin, Olympiamedaillengewinnerin und Fahnenträgerin der Olympischen Spiele in Paris verkörpert sie sportliche Spitzenklasse und internationale Strahlkraft.
Katharina Menz hat die Gewichtsklasse bis 48 kg über mehr als ein Jahrzehnt hinweg auf nationaler Ebene bestimmt. Acht deutsche Meistertitel zwischen 2012 und 2023 belegen ihre außergewöhnliche Konstanz. International zählen der Vize-Weltmeistertitel 2022 sowie die olympische Bronzemedaille im Mixed Team in Tokio zu den größten Erfolgen ihrer Karriere.
Igor Wandtke zählt zu den erfahrensten Athleten des deutschen Judos. Drei Teilnahmen an Olympischen Spielen, die olympische Bronzemedaille im Mixed Team sowie sein langjähriges Engagement als Athletenvertreter unterstreichen seinen besonderen Stellenwert. Drei deutsche Meistertitel und zahlreiche internationale Medaillen zeigen zudem eindrucksvoll sein sportliches Können.
Renée Lucht gehörte über Jahre hinweg zur erweiterten Weltspitze ihrer Gewichtsklasse. Drei deutsche Meistertitel, zwei Goldmedaillen bei Grand Slams der IJF World Tour und viele weitere internationale Podestplätze sprechen eine klare Sprache. Ein besonderer Höhepunkt ihrer Laufbahn war sicherlich die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Paris.
Unabhängig von Medaillen und Platzierungen gilt: Jede Athletin und jeder Athlet dieser Gruppe hat Außergewöhnliches geleistet und den Judosport in Deutschland würdig vertreten.

Nicht für alle Athletinnen und Athleten ist dieser Schritt ein freiwilliger Abschied. Einige hätten ihren Weg im Nationalmannschaftskader gern fortgesetzt, verfügen teilweise auch weiterhin über Sportförderstellen und sind fest entschlossen, für ihre Rückkehr zu kämpfen!
Andere Judoka stehen noch am Anfang ihrer Laufbahn im Erwachsenenbereich. Nach dem Wechsel aus dem Juniorenbereich haben sie ihren Platz im Männer- oder Frauenkader noch nicht gefunden. Auch diese Phase gehört zum Leistungssport.
Der Deutsche Judo-Bund sieht diese individuellen Wege. Die Tür zur Nationalmannschaft bleibt offen für alle, die bereit sind, weiter an sich zu arbeiten und für ihren Traum zu kämpfen.
Der Deutsche Judo-Bund dankt euch allen für euren Einsatz, eure Leidenschaft und die vielen besonderen Momente auf nationaler und internationaler Bühne. Für euren weiteren sportlichen wie persönlichen Weg wünschen wir euch alles Gute.