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16.08.2025

Die Judo-Sommerschule ist beendet

Es wurde ein gelungener Abschluss mit einem hochkarätigen Highlight. Frank Wieneke war am letzten Tag zu Gast.

Jens Keidel/BA

Am letzten Tag der Judo-Sommerschule stellte Ralf Lippmann die dritte Gruppe seiner selbst entwickelten Kata-Reihe vor. Dabei überzeugte er erneut mit methodischer Vielfalt und didaktischem Feingefühl. Besonders positiv: Die Ausführungen sind alters- und leistungsgerecht anpassbar – so kann je nach Gruppe entschieden werden, ob der Partner lediglich rollt oder dynamisch geworfen wird. 

Ein absolutes Highlight wartete auf die Teilnehmer mit Frank Wieneke, dem Olympiasieger von 1984, Silbermedaillengewinner von 1988 und Mitglied der IJF Hall of Fame. Der ehemalige Bundestrainer und Weltklasse-Judoka demonstrierte eindrucksvoll, warum er zu den ganz Großen des Judosports gehört. 

In der ersten Einheit widmete sich Frank Wieneke dem Themenkomplex rund um Seoi-Nage in tiefer Ausführung. Aufbauend auf Uchi-Komi und Bewegungsschulung führte er präzise durch die Technik und ging auf viele feine Details ein, die den Wurf effizient und erfolgreich machen. 

Im Boden präsentierte er einen cleveren Angriff aus der eigenen Rückenlage mit einem Osae-komi-Waza-Abschluss. Ergänzt wurde die Bodensequenz durch den bekannten Tölzdreher, den er in Varianten für Leicht-, Mittel- und Schwergewicht erklärte – praxisnah und sofort umsetzbar. 

Mit seinem Charisma, seiner Fachkompetenz und Anekdoten aus seiner Wettkampfzeit begeisterte Frank Wieneke alle Teilnehmer und sorgte für ein Training, das sowohl technisch als auch menschlich in Erinnerung bleibt. 

Auch in diesem Jahr stand Marco Sielaff, der aus der Sommerschule nicht mehr wegzudenken ist, für das Sportabzeichen auf der Matte. In vier Kategorien, Judotechnik, Ausdauerzirkel, Hindernisparcour und eine selbst entwickelte Kata, stellten sich 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Herausforderung und unter der professionellen Anleitung von Marco Sielaff absolvierten alle mit Bravour ihr Abzeichen. 

Viele Judoka nutzten die Sommerschule, um einige Module oder gar alle Teile für ihren nächsten Dan-Grad vorzuzeigen. Sven Keidel zeigte hier ein unglaubliches Organisationstalent, da der Andrang größer war als die eingeplante Teilnehmerzahl. 

Die Teilnehmer am Sportabzeichen an der Sommerschule 2025

Aus der Reihe der Neugraduierten müssen diesmal Jenny Frey, Godula Thiemann und Jochen Haucke hervorgehoben werden, die alle ihren 6. Dan durch Prüfung erreichten. 

Die Sommerschule klang mit einer wundervollen Feier aus, bei der sich alle noch einmal austauschen konnten. Mit einem weinenden Auge verabschiedeten sich alle Teilnehmer mit einem „Dankesvideo“ von Ralf Lippmann, der angekündigt hat bei der nächsten Sommerschule nicht dabei zu sein. Aber ganz nach Paulchen Panther haben alle die Hoffnung: „Heute ist nicht alle Tage; ich komme wieder, keine Frage.“ 

Gemeinsam mit Miriam Butkereit eroberte danach ein Großteil die Tanzfläche und genoss den letzten Abend. 

 

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