DJB verurteilt Angriff auf Timo Cavelius
Der Deutsche Judo-Bund (DJB) verurteilt den Angriff auf Timo Cavelius beim Bundesliga-Kampftag zwischen dem JC Leipzig und dem TSV Abensberg am 5. September auf das Schärfste.

Beim Bundesliga-Duell in Leipzig kam es am vergangenen Samstag zu einem schrecklichen Vorfall, bei dem unser Nationalmannschaftsathlet Timo Cavelius durch eine Tätlichkeit seines Gegners schwer im Gesicht verletzt wurde. Cavelius wurde unmittelbar im Anschluss im Universitätsklinikum Leipzig gründlich behandelt und operiert.
Nach aktuellem Stand wird Timo für längere Zeit ausfallen und damit auch die diesjährigen Weltmeisterschaften verpassen. Besonders bitter ist dieser Ausfall für unseren Athleten mit Blick auf die laufende olympische Qualifikation und sein großes Ziel, sich für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles zu qualifizieren und dort nach Paris seine zweiten Olympischen Spiele zu bestreiten.
Der DJB ist angesichts dieses Vorfalls zutiefst erschüttert und fassungslos. Gewalt hat im Judosport nichts zu suchen. Judo steht für Respekt, Wertschätzung und gegenseitige Achtung.
„Wer auf die Matte geht, vertraut seinem Gegenüber die eigene Unversehrtheit an. Dieses Vertrauen ist die Grundlage unseres Sports. Diese Tat hat nicht nur Timo schwer verletzt, sie trifft jede und jeden von uns, die wir Judo machen.“, so Miryam Roper, Vorständin Leistungssport des DJB.
Timo Cavelius ist als Athletenvertreter ein wichtiger Bestandteil der Nationalmannschaft und zugleich ein Bindeglied zwischen den Athletinnen und Athleten sowie dem Präsidium und Vorstand des DJB. Der Verband steht bereits in engem Austausch mit Timo und seinem Umfeld und wird ihn in dieser schwierigen Situation eng begleiten und in allen notwendigen Belangen unterstützen.
Vorfall wird aufgearbeitet
Der DJB wird den Vorfall umfassend aufarbeiten. Die Polizei wurde bereits eingeschaltet und hat den Vorfall aufgenommen. Darüber hinaus prüft der DJB sämtliche sportrechtlichen und rechtlichen Schritte und wird diese konsequent verfolgen.
Solange die Prüfungen und Verfahren laufen, wird der DJB öffentlich keine Namen nennen und deren Ergebnissen nicht vorgreifen. Sobald belastbare Ergebnisse vorliegen, wird der Verband erneut informieren.
Die Internationale Judo-Föderation (IJF), die Europäische Judo-Union (EJU) und der Georgische Judoverband wurden noch am Tag des Vorfalls über das Geschehen informiert.
Der betreffende Kampf wurde live übertragen. Der DJB bittet ausdrücklich darum, die Aufnahmen des Vorfalls nicht weiter zu verbreiten und von Anfeindungen oder persönlichen Angriffen gegen Einzelpersonen abzusehen. Die Aufarbeitung gehört in die dafür vorgesehenen sportrechtlichen und rechtlichen Verfahren und soll sachlich, konsequent und auf Grundlage der vorliegenden Fakten erfolgen.
Unsere Gedanken sind bei Timo. Als Verband stehen wir an seiner Seite und werden ihn gemeinsam mit seinem Umfeld auf seinem Weg zurück auf die Judomatte begleiten. Für seine Genesung wünschen wir ihm viel Kraft und alles Gute.
