Erfolgreiche Kata-WM
Gold und drei weitere Medaillen für das deutsche Kata-Team bei der Kata-WM in Sarajewo
Birgit Arendt

Sönke Schillig und Johannes Kröger krönen sich in Sarajevo zu Weltmeistern. Mit einem Titel, zwei Silbermedaillen und Bronze beendet das deutsche Kata-Team die Weltmeisterschaften überaus erfolgreich.
Das DJB Kata-Team hat bei den Weltmeisterschaften in Bosnien-Herzegowina ein starkes internationales Ausrufezeichen gesetzt. An zwei Wettkampftagen gewann die Auswahl des Deutschen Judo-Bundes insgesamt vier Medaillen. Für den Höhepunkt sorgten Sönke Schillig und Johannes Kröger mit dem Titel in der Itsutsu no kata.
Schillig und Kröger holen WM-Gold
Mit einer konzentrierten und präzisen Kata überzeugten Sönke Schillig und Johannes Kröger am zweiten Wettkampftag die internationalen Judges. Das deutsche Duo gewann bereits überzeugend ihren Vorrunden-Pool und steigerte sich im Finale noch einmal. Hier erhielten sie mit 163 Punkte die Höchstpunktzahl des Tages und setzten sich damit vor Pedro Goncalves und Jorge Fernandes aus Portugal, die auf 160,5 Punkte kamen.
“Wir sind so sehr geflasht und von dem Ereignis absolut überwältigt”, freuen sich die beiden Weltmeister über die gute Vorstellung und die Goldmedaille.
Für Schillig und Kröger war es der verdiente Lohn einer intensiven Vorbereitung und starken Kata-Performance, mit der sie ihren ersten Platz in der Weltrangliste festigten. Mit ihrem Erfolg sorgen sie zugleich dafür, dass Deutschland zu den Nationen gehört, die Sarajevo mit mindestens einem Weltmeistertitel verließen.

Zweimal Silber am ersten Wettkampftag
Bereits am Samstag hat das deutsche Team zwei Silbermedaillen gewonnen. In der Nage no kata lieferten sich Immo und Hendrik Schmidt ein äußerst enges Duell mit den niederländischen Brüdern Maik und Kevin van der Hulst. Beide Paare gewannen ihre jeweiligen Vorrunden-Pools als Gruppenerste und beendeten die Finalrunde mit 401,5 Punkten. Den Ausschlag zugunsten der Niederländer gab schließlich die geringere Anzahl an mittleren Fehlern. Für das deutsche Duo blieb nach einer herausragenden Leistung leider „nur“ die Silbermedaille. Dennoch sind sie für den Coach des Deutschen Kata-Teams Jochen Müller „die Nage no kata-Weltmeister der Herzen“.
Auch Ulla Loosen und Wolfgang Dax-Romswinkel präsentierten sich in guter Verfassung. In der Koshiki no kata erreichten sie im Finale 521,5 Punkte und mussten sich nur dem japanischen Paar Katsuhiko Tetsuka und Kensuke Tokita mit 559,5 Punkten geschlagen geben.
Bronze im Kodokan goshin jutsu
Die vierte deutsche Medaille gewannen Andreas Freimuth und Eike Alexander Schmidt. In einem hochklassigen Wettbewerb der Kodokan goshin jutsu erreichte das Duo 509 Punkte und belegte damit den dritten Platz. Mit ihrer ersten WM-Medaille knüpften die beiden Hessen an ihrer starken Leistung bei er EM an und übernahmen zugleich Platz 1 in der Weltrangliste. Was für eine tolle Saison.
Auch abseits der Medaillenränge gelangen den deutschen Paaren beachtliche Ergebnisse. Helene und Birgit Weinmann erreichten im Ju no kata-Finale mit 387,5 Punkten den fünften Platz. Lediglich ein halber Punkt fehlte ihnen zur Bronzemedaille.

Erfolgreicher Abschluss des internationalen Saisonhöhepunkts
Mit Gold, zweimal Silber und Bronze zieht das deutsche Kata-Team eine überzeugende WM-Bilanz. Die Auftritte in Sarajevo unterstreichen die hohe Qualität und die internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Kata-Teams.
„Ich freue mich sehr über die gezeigten Leistungen und persönlichen Erfolge unserer Athleten, die sich allesamt in einer starken Form bei der WM präsentiert haben, auch wenn nicht alle Medaillenwünsche und Finalteilnahmen in Erfüllung gingen“ resümiert DJB Kata-Referent Sebastian Frey. Gleichzeitig merkt er an, dass die Landesverbände und der DJB in den kommenden Jahren ihr Engagement in den internationalen Jugendklassen intensivieren müssen, da der DJB hier noch deutlich unterrepräsentiert ist.
Das deutsche Team belegt in der Nationenwertung nach Japan, Korea und Italien den vierten Platz.
Ergebnisse der Kata-Weltmeisterschaften
Special Olympics Wettkampf
Zusätzlich zu den Weltmeisterschaften fand ein Weltturnier der Special Olympics statt. Auch deutsche Paare starteten und erkämpften Medaillen. In verschiedenen Klassifizierungen der Nage no Kata gewannen Johanna Wohlfahrt mit Leonie Mieke Schmidt Gold und Franziska Reinsperger mit Justhin Beaton Silber.
