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09.03.2026

Erfolgreicher Saisonauftakt für das DJB-Kata-Team

Am vergangenen Samstag fand die IJF Kata World Series im belgischen Louvain-la-Neuve statt.

Sönke Schillig

Foto: Sönke Schillig

Trotz weiterer Turniere der Serie – darunter ein Wettkampf Ende Januar in Gijón (Spanien) sowie ein EJU-Turnier in Pordenone (Italien) – gilt das Event in Belgien traditionell als Saisonauftakt und erste Standortbestimmung für Europas Kata-Elite.

In diesem Jahr nutzten 220 Athletinnen und Athleten aus 16 Nationen die Gelegenheit zum internationalen Leistungsvergleich. Auch der Deutsche Judo-Bund (DJB) war mit 16 Teams sowie den Coaches Jochen Müller und Jörg Schröder vertreten. Der Auftakt in die neue Wettkampfsaison verlief aus deutscher Sicht äußerst erfolgreich: 13 Finalteilnahmen und sieben Podestplätze bedeuteten das bislang beste Abschneiden des DJB bei diesem Turnier.

Gold für Schmidt-Brüder in der Nage no kata
In der Nage no kata (Senioren) gingen Kajsa Kuballa und Tjorge Daberkow, Sonja Schacht und Bennett Brandes sowie Immo und Hendrik Schmidt an den Start. Während sich Immo und Hendrik Schmidt als Poolsieger souverän für das Finale qualifizierten, verpassten Sonja Schacht und Bennett Brandes trotz einer überzeugenden Demonstration als Viertplatzierte ihres Pools knapp den Finaleinzug.

Im Finale steigerten sich Immo und Hendrik Schmidt nochmals und sicherten sich mit einer starken Darbietung die Goldmedaille.

Für Kajsa Kuballa und Tjorge Daberkow war es der erste Start auf diesem internationalen Niveau. Die verständliche Nervosität verhinderte, dass sie ihr volles Leistungsvermögen abrufen konnten.

Nachwuchs überzeugt bei den Junioren
In der Nage no kata der Junioren gingen die Nachwuchstalente Jette Buchholz und Laurenz Degener sowie Colin Junkuhn und Emil Kürschner an den Start. Beide Paare zeigten in der Vorrunde noch Nervosität, qualifizierten sich jedoch jeweils über mittlere Platzierungen für das Finale.
Dort drehten beide Teams auf: Jette Buchholz und Laurenz Degener setzten sich mit einer überzeugenden Demonstration an die Spitze und gewannen Gold, während Colin Junkuhn und Emil Kürschner mit einer starken Leistung Silber holten – ein bemerkenswerter Erfolg bei ihrem ersten Start in Belgien.

Bronze in der Katame no kata
In der Katame no kata starteten die erfahrenen Paare Miriam Sikora und Christian Steinert sowie Carolin Charina Jeromin und Martin Etter. Beide Teams überzeugten bereits in der Vorrunde. Während Jeromin und Etter als Poolzweite das Finale erreichten, setzten sich Sikora und Steinert sogar als Poolsieger durch und ließen dabei unter anderem die amtierenden Weltmeister hinter sich. 
Im Finale bestätigten Sikora und Steinert ihre starke Form und sicherten sich die Bronzemedaille. Mit 6,5 Punkten Rückstand auf Sikora/Steinert errang das Kata-Team Jeromin/Etter den fünften Platz.

Bronze in der Ju no kata
In der Ju no kata gingen mit Ulrich und Elke Bröckel sowie Helene und Birgit Weinmann zwei sehr erfahrene deutsche Paare an den Start. Beide Teams qualifizierten sich erfolgreich für das Finale.
Dort präsentierten sich beide Duos erneut auf hohem Niveau. Helene und Birgit Weinmann sicherten sich schließlich mit nur zwei Punkten Vorsprung Bronze, dicht gefolgt von Ulrich und Elke Bröckel auf Rang vier.

Platz fünf für Schillig/Kröger in der Kime no kata
In der Kime no kata starteten Sönke Schillig und Johannes Kröger. Nach einer noch von Nervosität geprägten Vorrunde steigerten sich beide im Finale deutlich und belegten am Ende einen starken fünften Platz.

Silber für Freimuth und Schmidt

Die Kategorie Kodokan goshin jutsu war in diesem Jahr mit einem kleinen, aber leistungsstarken Teilnehmerfeld besetzt. Das Nachwuchsduo Leah Pauluhn und Fabian Grunau zeigte bei seinem erst zweiten internationalen Auftritt nach dem EJU-Turnier in Maintal eine solide Leistung und erreichte das Finale. Dort belegten sie Platz sechs und sammelten wichtige internationale Erfahrung.
Die routinierten Andreas Freimuth und Eike Schmidt präsentierten bereits in der Vorrunde eine souveräne Kata und qualifizierten sich als Poolzweite für das Finale. Diese Platzierung bestätigten sie mit einer weiteren starken Demonstration und sicherten sich die Silbermedaille.

Neue Kata-Wettbewerbe 

Seit dem vergangenen Jahr gehören auch die Koshiki no kata und die Itsutsu no kata zum Wettkampfprogramm der IJF. In beiden Kategorien starteten ebenfalls deutsche Teams 

In der Koshiki no kata gingen Ulla Loosen und Wolfgang Dax-Romswinkel an den Start und erreichten in der Vorrunde den zweiten Platz. Im Finale konnten sie diese Position jedoch nicht bestätigen. Mit lediglich drei Punkten Rückstand verpassten sie am Ende knapp einen Platz auf dem Podest.

In der Itsutsu no kata führten Loosen und Dax-Romswinkel nach der Vorrunde das Feld an, dicht gefolgt von Sönke Schillig und Johannes Kröger. Aufgrund der sehr engen Punktabstände in dieser technisch anspruchsvollen Kata entschieden kleinste Details über die Platzierungen. 
Im Finale steigerten sich Schillig und Kröger nochmals und sicherten sich die Bronzemedaille, knapp vor Loosen und Dax-Romswinkel.

Die Ergebnisse aus deutscher Sicht in den einzelnen Wettbewerben.

Nage no kata - Senior
1. Platz: Immo und Hendrik Schmidt (391,5 Punkte)

Nage no kata – Junior
1. Platz: Jette Buchholz und Laurenz Degener (368,5 Punkte)
2. Platz: Colin Junkuhn und Emil Kürschner (358,5 Punkte)

Katame no kata – Senior
3. Platz: Miriam Sikora und Christian Steinert (388,5 Punkte)
5. Platz: Carolin Charina Jeromin und Martin Etter (382,0 Punkte)

Ju no kata – Senior
3. Platz: Helene und Birgit Weinmann (391,5 Punkte)
4. Platz: Ulrich und Elke Bröckel (389,5 Punkte)

Kime no kata – Senior
5. Platz: Sönke Schillig und Johannes Kröger (496 Punkte)

Kodokan goshin jutsu – Senior
2. Platz: Andres Freimuth und Eike Schmidt (523 Punkte)
6. Platz: Leah Pauluhn und Fabian Grunau (449 Punkte)

Koshiki no kata – Senior
4. Platz: Ursula Loosen und Wolfgang Dax-Romswinkel (494,5 Punkte)

Itsutsu no kata - Senior
3. Platz: Sönke Schillig und Johannes Kröger (155,5 Punkte)
4. Platz: Ursula Loosen und Wolfgang Dax-Romswinkel (155,0 Punkte)  

Starkes Gesamtergebnis
Mit 13 Finalteilnahmen und sieben Podestplätzen gelang dem DJB-Team ein historisch erfolgreicher Auftakt in die neue Kata-Saison.

Als Wertungsrichter waren Birgit Andruhn, Sebastian Frey und Stefan Bernreuther im Einsatz. Magnus Jezussek wurde von Seiten der IJF als „Supervisor“ eingesetzt.

Das starke Abschneiden macht Lust auf die kommenden internationalen Kata-Wettkämpfe der Saison.

Mehr Informationen: https://www.ijf.org/news/show/the-kata-world-series-continues-in-louvain-la-neuve

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