Erfolgreiches DJB-Kata-Event am Olympiastützpunkt Köln
Intensive Trainingseinheiten und viele Impulse prägten das DJB-Kata-Event in Köln.
Sönke Schillig/BA

Am vergangenen Wochenende wurde der Olympiastützpunkt Köln erneut zum Treffpunkt der deutschen Kata-Szene. Beim DJB-Kata-Event versammelten sich rund 160 Judoka aus ganz Deutschland sowie aus den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Österreich, um ihr Wissen zu vertiefen und die Vielfalt der verschiedenen Kata intensiv zu erleben.
Die Veranstaltung, die jährlich stattfindet, richtete sich an alle Interessierten – unabhängig von Alter, Graduierung oder Erfahrung. Das vielseitige Programm reichte von praxisorientierten Workshops bis hin zu differenzierten Trainingseinheiten. Erfahrene Referentinnen und Referenten vermittelten sowohl grundlegende Inhalte als auch detaillierte Analysen der Kodokan-Kata. Einsteiger wie Fortgeschrittene kamen gleichermaßen auf ihre Kosten. Die Kombination aus Weiterbildung, Leistungsüberprüfung und kameradschaftlichem Austausch sorgte für eine engagierte und zugleich freundschaftliche Atmosphäre auf und neben der Tatami.
Ein sportlicher Höhepunkt war die Mitwirkung des belgischen Kata-Spezialisten Dirk De Maerteleire. Der international erfolgreiche Medaillengewinner bei Europa- und Weltmeisterschaften, IJF-Kata-Judge und Mitglied der EJU-Kata-Kommission leitete als Hauptreferent zentrale Trainingseinheiten. Mit präzisen Erläuterungen und hoher Fachkompetenz unterrichtete er die Itsutsu no kata und die Nage no kata. Dabei legte er besonderen Wert auf die funktionale und technisch saubere Ausführung der Techniken.

Weitere Höhepunkte bildeten erfrischend und methodisch abwechslungsreiche Einheiten in der Kime no kata, Kodokan goshin jutsu, Ju no kata sowie Katame no kata. Das Referententeam um Sebastian Frey mit Jochen Müller, Stefan Bernreuther, Magnus Jezussek, Miriam Sikora und Christian Steinert überzeugte durch klare Struktur und anschauliche Demonstrationen.
Zusätzliche Impulse setzte Heike Betz mit ihrem Beitrag u.a. in Form von Workshops „Kata erleben“, mit neuen Perspektiven für die theoretische und praktische Auseinandersetzung.
Auch Taiso war wieder Bestandteil des Programms: Neben aktivierenden Morgeneinheiten wurde am Freitagnachmittag unter Leitung von Jenny Frey die erste Gruppe (Tandoku dosa) der Seiryoku zen’yō kokumin taiiku intensiv trainiert.
Ein weiterer Bestandteil des Wochenendes war schließlich die Überprüfung verschiedener Kata-Module im Hinblick auf die nächste Graduierung. Auch wenn dabei nicht alle Demonstrationen positiv bewertet werden konnten, erhielten alle Judoka wertvolle Rückmeldungen und konkrete Hinweise für ihre weitere Entwicklung.
Ergänzend zum sportlichen Geschehen fanden die Tagung der Kata-Verantwortlichen der Landesverbände sowie eine DJB-Wertungsrichterschulung statt.
Am Ende stand ein rundum gelungenes Wochenende mit hoher fachlicher Qualität, intensiven Trainingseinheiten und vielen positiven Eindrücken. Die hervorragend von der Kata-Kommission des DJB organisierte und sehr gut besuchte Veranstaltung machte erneut deutlich, welchen Stellenwert das Katawesen im deutschen und internationalen Judo einnimmt.

Gleichzeitig wirft bereits das nächste Highlight seine Schatten voraus: Bereits am 30. und 31. Mai 2026 richtet sich der Blick auf die nächste große Kata-Veranstaltung in Deutschland – und dabei steht die Jugend im Mittelpunkt. Der Hamburger Judo-Verband veranstaltet gemeinsam mit dem Deutschen Judo-Bund das „Kata Quest“ – ein bundesweites Trainings- und Vernetzungstreffen für junge Judoka aus ganz Deutschland. Unter dem Motto „Trainieren! Vernetzen! Wachsen!“ erwartet die Teilnehmer ein besonderes Highlight im Jahreskalender.
Das Workshop-Wochenende bietet die Möglichkeit, Kata intensiv kennenzulernen, sich sportlich weiterzuentwickeln und Teil einer starken Judo-Community zu sein.
Angesprochen sind motivierte Judoka der Altersklassen U13, U15 und U18, die Freude an Kata, Gemeinschaft und neuen Herausforderungen mitbringen. Auch Heimtrainerinnen und Heimtrainer sind herzlich eingeladen – sei es aktiv auf der Matte oder unterstützend vom Mattenrand aus.
Ein besonderes Plus: Der Jugend-National-Kata-Kader ist vor Ort und gewährt exklusive Einblicke in sein Training. Die Nachwuchsathletinnen und -athleten geben wertvolle Tipps aus erster Hand – eine ideale Gelegenheit, von erfahrenen Judoka im ähnlichen Alter zu lernen und neue Motivation zu tanken.
Jetzt also anmelden – Weitere Informationen findet ihr in der Ausschreibung: https://api.dokume.net/functions.php/storage/publiclink/cmRFRW5veS9sY2k5bkd0RndpSFRTazZncG1xa3R6bitETFk9/inline
Fotos: Kajsa Kuballa, Ulrich Bröckel