Fall Cavelius: Entscheidung der Liga-Exekutive
Die Exekutive der Judo Bundesliga hat das Verfahren zum Vorfall am 7. Kampftag der 1. Judo-Bundesliga Männer Süd zwischen dem JC Leipzig und dem TSV Abensberg vom 5. September 2026 abgeschlossen.

Das Verfahren wurde noch am Kampftag im Rahmen der Zuständigkeit und Befugnisse der Liga-Exekutive eingeleitet. Nach Abschluss des schriftlichen Verfahrens hat die Liga-Exekutive ihre Entscheidung getroffen.
Die Entscheidung umfasst folgende Punkte:
- Auch der von Japaridze (JC Leipzig) gewonnene Hinkampf gegen Timo Cavelius (TSV Abensberg) in der Gewichtsklasse bis 90 kg wird mit 0:1, Unterbewertung 0:10, als verloren für Akaki Japaridze gewertet.
- Der Mannschaftskampf zwischen dem JC Leipzig und dem TSV Abensberg wird abschließend mit 7:7 bei einer Unterbewertung von 62:57 gewertet. Die Abschlusstabelle der 1. Judo-Bundesliga Männer Süd 2026 wird entsprechend korrigiert.
- Akaki Japaridze wird für die Meldung und den Einsatz in der Judo-Bundesliga des DJB auf Lebenszeit gesperrt. Er darf damit künftig nicht mehr für einen Verein in der Judo-Bundesliga des DJB gemeldet werden oder dort kämpfen.
Ligareferentin Pamela Bickendorf erklärt zum Abschluss des Verfahrens:
„Die Zusammenarbeit in der Bundesliga-Exekutive und im DJB insgesamt war bemerkenswert und hat so ein schnelles Handeln ermöglicht. Im Verfahren wurde von allen Seiten immer wieder betont, dass es so etwas ‚bei uns‘ noch nie gegeben habe. Das finde ich beruhigend und macht mich stolz, weil es für unseren Sport und unsere Werte steht. Mein besonderer Dank gilt zudem Kevin Abeltshauser für sein beherztes Eingreifen in der Halle. Mit dem Ergebnis des Verfahrens bin ich daher zufrieden.“
Die Bundesligaexekutive ist ein Gremium des DJB. Neben der Bundesligaexekutive liegt der Fall auch beim Rechtsausschuss des DJB, der die DJB-weiten Auswirkungen des Falls prüft. Die Entscheidung des Rechtsausschusses findet nun nachgelagert zu der Entscheidung der Bundesligaexekutive statt.
Daneben laufen weiterhin Verfahren vor dem Georgischen Judoverband, dem Judoweltverband IJF sowie ein strafrechtliches Verfahren in Deutschland, die wir weiterhin aufmerksam beobachten.