Frauen Power in Kienbaum
Die Frauen-Nationalmannschaft bereitet sich in Kienbaum auf die kommenden Aufgaben vor.
Birgit Arendt

Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa ist mit 30 jungen Frauen fast eine Woche zum technisch-taktischen Lehrgang in Kienbaum. Unterstützt wird er dabei von Tom Reed, Bundesstützpunkttrainer in Potsdam, Mohamad Mansouri, Bundesstützpunkttrainer in Stuttgart und von Mareen Kräh, Trainerin der Bundespolizei.
Dabei steht der Schwerpunkt dieses Lehrgangs auf Judo, Randori-Situationen und Technik-Training.
Nach dem Asien-Aufenthalt mit zwei IJF-Turnieren und anschließenden Trainingscamps gab es für die Athletinnen eine Woche Erholung. „Wir haben uns schon alle auf Kienbaum gefreut“, sagt Claudiu Pusa. Er ist immer wieder begeistert von den Top-Bedingungen in Kienbaum. Die Mitarbeiter kümmern sich sehr engagiert um alle Athleten und es wird alles sehr flexibel organisiert, was für einen reibungslosen Trainingsbetrieb notwendig ist. „Die verstehen hier Leistungssport.“
Der Zusammenhalt im Team ist sehr gut gewachsen, es ist eine gute Atmosphäre. Damit agieren die Athletinnen auch auf der Matte sehr engagiert und nutzen die Randori-Möglichkeiten sehr intensiv aus. „Diese große Intensität auf der Matte macht uns stark“, ist Claudiu Pusa überzeugt.
Die Frauen bereiten sich auf den Südamerika-Trip ab Ende Juli vor. Zunächst geht es zu einem Mixed-Teamwettkampf auf Einladung des brasilianischen Verbands nach Blumenau, bevor es zum Internationalen Trainingscamp nach Binda bei Sao Paulo geht. Danach wird das Top-Team zum Grand Slam nach Lausanne in die Schweiz fliegen und das Perspektivteam zum Grand Prix nach Lima in Peru.
Bei aller Begeisterung für einen sehr intensiven und erfolgreichen Lehrgang in Kienbaum bedauert Claudiu Pusa sehr, dass die Vereine und Stützpunkte aus den umliegenden Landesverbänden dieses Potential von hochqualifizierten Trainingspartnerinnen nicht besser nutzen. Zu den Randori-Einheiten sind nur vereinzelte Athletinnen zusätzlich gekommen. „Ich möchte, dass wir enger zusammenrücken, mehr voneinander lernen und intensiver zusammen trainieren. Dafür brauchen wir die Vereine und Stützpunkte der jeweiligen Regionen, damit alle Athletinnen immer besser werden.“




