Gold in Qingdao
Beim Grand Prix in Qingdao gewinnt Anna Monta Olek das Finale gegen die Japanerin Sugimura.
Birgit Arendt

Nach dem 5. Platz in der Mongolei schafft Anna Monta Olek nun den Big Point und gewinnt die Goldmedaille in China. Nach einem Freilos gewinnt sie drei Kämpfe und steht im Halbfinale. Dort bezwingt sie die Brasilianerin Beatriz Freitas mit zwei Yuko und Ippon für eine Haltetechnik in weniger als zwei Minuten. Sie steht damit im Finale und kämpft gegen die Japanerin Mizuki Sugimura. Die einzige Begegnung der Beiden hat 2023 in Linz die Japanerin gewonnen, aber nun drehte Anna Monta Olek den Spieß um. Bereits nach 40 Sekunden punktet sie mit Waza-ari, den sie clever verteidigt. Die Japanerin schafft kurz vor Ende der Kampfzeit noch eine Yuko-Wertung- Das ändert jedoch nichts mehr am Ausgang des Kampfes und Anna Monta Olek gewinnt Gold. „Anna hat einen sehr guten Wettkampf gemacht und sichert sich nun die Goldmedaille“, ist Bundestrainer Claudiu Pusa stolz auf seinen Schützling.

Alina Böhm ist erst in der dritten Runde in den Wettkampf eingestiegen. Gegen die erst 18-jährige Tuana Gulenay aus der Türkei muss sie sich in der Verlängerung mit Waza-ari beugen und scheidet nach ihrer Bronzemedaille eine Woche vorher nun aus.
Auch Lilli Louise Wojta muss sich im ersten Kampf der Usbekin Nigmatova beugen und scheidet aus.
Eduard Trippel beginnt gegen den Brasilianer Guilherme Schimidt. Der punktet bereits in den ersten Sekunden mit Yuko, den unser Athlet später ausgleichen kann. Damit gehen beide ins Golden Score, das der Brasilianer nach insgesamt sechs Minuten Kampfzeit mit einem weiteren Yuko gewinnt. Eduard Trippel scheidet damit aus.
George Udsilauri gewinnt nach fast 8 Minuten Kampfzeit gegen den Rumänen Alexandru Sibisan mit Wasza-ari, verliert dann jedoch gegen den Russen Idar Bifov nach über fünf Minuten durch den dritten Shido und scheidet damit aus.
Auch Erik Abramov kommt über den ersten Kampf nicht hinaus. Er führt zunächst gegen den Polen Jakub Sordyl mit Yuko und Waza-ari. Der Pole gleicht den Waza-ari aus und Erik Abramov erzielt noch eine weitere Yuko-Wertung. Danach kommt er jedoch in eine Haltetechnik des Polen und verliert den Kampf trotz langer und deutlicher Führung in den letzten Kampfsekunden.
Das deutsche Team kommt von den beiden Asien-Wettkämpfen mit sechs Medaillen, drei fünften und einem siebten Platz nach Hause. Die sechs Medaillen und die Platzierungen gehen alle auf das Konto der Frauen, die in fünf Gewichtsklassen punkten konnten.
„Die Platzierungen können sich sehen lassen“, freut sich Claudiu Pusa. „Diese Ergebnisse machen uns stärker und sehr, sehr stolz.“ Die Athletinnen haben trotz der acht Flüge und mehreren Hotelwechseln hervorragende Ergebnisse erreicht. Die Männer waren nur in China am Start.
Die Zusammenarbeit des gesamten Teams hat hervorragend funktioniert. Sowohl die vier verantwortlichen Trainer als auch Physiotherapeut Marco Welz haben ihr Bestes getan und sich gegenseitig unterstützt. „Es war eine tolle Mannschaftsleistung und es hat nur so gut geklappt, weil wir als Betreuungsteam so gut miteinander funktionieren", sagt Claudiu Pusa und gibt auch im Namen von Lorenz Trautmann ein großes Kompliment an die beiden Männertrainer Mario Schendel und Sebastian Seidl. „Wir haben uns immer ausgetauscht und gegenseitig beraten. Auch das Frauenteam ist dankbar für die Hinweise und Tipps der Männertrainer. Wir sind ein richtig gutes Team und die Atmosphäre hier ist sehr gut.“
Wettkampfergebnisse: