Historischer Erfolg für DJB-Kata-Team bei der EM
Aus Sarajevo kehren unsere Kata-Paare mit acht Medaillen zurück.
Sönke Schillig

Bei den Kata-Europameisterschaften in Sarajevo präsentierte sich das Team des Deutscher Judo-Bund in herausragender Form. Mit drei Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen kehrten die deutschen Kata-Spezialistinnen und -Spezialisten von einem hochklassigen Turnier zurück – und sicherten sich damit erneut Rang drei in der Nationenwertung.
Hochkarätiges Teilnehmerfeld in Sarajevo
Die kontinentalen Titelkämpfe brachten am vergangenen Wochenende 452 Athletinnen und Athleten aus 28 Nationen zusammen. Insgesamt 14 deutsche Kata-Teams gingen an den Start, zwei Paare stellten sich sogar in jeweils zwei Kategorien der internationalen Konkurrenz.
Mit 14 Finalteilnahmen unterstrich das DJB-Team seine außergewöhnliche Qualität und Konstanz. Neben den acht Medaillenplätzen komplettierten mehrere fünfte und siebte Plätze das starke Gesamtergebnis. Nach 2025 bedeutet dies erneut Platz drei in der Nationenwertung – ein eindrucksvoller Beleg für die nachhaltige Entwicklung des deutschen Kata-Judo.
Die Medaillengewinner im Überblick
Goldmedaillen
- Kodokan goshin jutsu: Andreas Freimuth / Eike Schmidt
- Adapted Nage no kata: Uwe Helmich / Natascha Häseler
- Itsutsu no kata: Sönke Schillig / Johannes Kröger
Silbermedaillen
- Itsutsu no kata: Ursula Loosen / Wolfgang Dax-Romswinkel
- Koshiki no kata: Ursula Loosen / Wolfgang Dax-Romswinkel
- Nage no kata (Juniors): Jette Buchholz / Laurenz Degener
Bronzemedaillen
- Ju no kata (Seniors): Helene Weinmann / Birgit Weinmann
- Nage no kata (Seniors): Immo Schmidt / Hendrik Schmidt

Weitere Platzierungen des DJB
Platz 5
- Kime no kata: Sönke Schillig / Johannes Kröger
- Nage no kata (Juniors): Colin Junkuhn / Emil Kürschner
- Nage no kata (Cadets): Colin Junkuhn / Emil Kürschner
Platz 7
- Nage no kata (Seniors): Sonja Schacht / Bennett Brandes
- Katame no kata (Seniors): Miriam Sikora / Christian Steinert
Starkes Team hinter dem Team
Betreut wurde die deutsche Delegation von National-Kata-Coach Jochen Müller sowie Co-Coach Jörg Schröder. Gemeinsam führten sie das erfolgreichste deutsche Kata-Team aller Zeiten durch ein intensives Wettkampfwochenende.
Auch bei den Wertungsrichtern war Deutschland erfolgreich vertreten: Die von der EJU nominierten Kata-Judges Birgit Andruhn und Sebastian Frey kamen sowohl in den Vorrunden als auch in den Finals als Head-Judges zum Einsatz – eine besondere Auszeichnung aufgrund ihrer starken Leistungen im vergangenen Turnierjahr.
Für die Organisation und den reibungslosen Ablauf der Europameisterschaften engagierten sich zudem Dr. Stefan Bernreuther und Dr. Magnus Jezussek als Mitglieder der EJU Kata-Kommission.
Ein langes, intensives und hochspannendes Wettkampfwochenende endet mit einem historischen Erfolg für den Deutschen Judo-Bund. Acht Medaillen, 14 Finalteilnahmen und Platz drei in der Nationenwertung – das deutsche Kata-Judo bestätigt eindrucksvoll seine Spitzenstellung auf europäischer Ebene.
Weitere Informationen und Artikel zur EM: https://www.eju.net/event/european-judo-championships-kata-sarajevo-2026/389628/
Alle Ergebnisse zur EM: https://uploads.eju.net/2025/08/Final-Results_European_Judo_Championships_Kata_Sarajevo_2026_day1_day.pdf
Fotos: Sönke Schillig (Teamfoto) und EJU /Andreas Freimuth und Eike Schmidt)