Jolina Reinhold gewinnt Gold
Nachdem sie Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier des EYOF war, gewinnt nun Jolina Reinhold die Goldmedaille. Konstantin Distel wird Dritter.
Birgit Arendt

Jolina Reinhold (TSV Abensberg – BY) startet in der Klasse -57 kg als Weltranglistenerste und gewinnt nach einem Freilos gegen die Polin Julia Siemko mit zwei Waza-ari und gegen die Rumänin Amelia Paven mit Ippon. Damit steht sie im Halbfinale gegen Enise Zijade aus dem Kosovo. Vier Yuko und ein Waza-ari stehen am Ende auf der Anzeige und Jolina Reinhold steht im Finale. Gegen die Schwedin Hanna Babulfath gewinnt sie mit Yuko und Waza-ari und damit steht sie ganz oben auf dem Treppchen.
„Ich freu mich mega, die Medaille bedeutet mir sehr viel“, sagt sie nach der Siegerehrung. Sie hatte wochenlang darauf gehofft, dabei sein zu dürfen und nach der Nominierung sagte sie sich: „Okay, diese Chance habe ich nur einmal, die will ich auch nutzen. Jetzt hab ichs wirklich geschafft, ich freu mich wirklich.“ Zur Eröffnungsfeier hatte sie eine besondere Auszeichnung bekommen und war Fahnenträgerin des deutschen Teams. „Das hatte ich gar nicht erwartet und es war ein megacooles Erlebnis. Das wollte ich dann toppen mit der Goldmedaille. Und wenn wir nun noch im Team eine Medaille schaffen, das wäre die absolute Krönung.“ Sie wird nun auch an den Weltmeisterschaften teilnehmen und hat große Ziele. Zu weit will sie sich eigentlich nicht hinauslehnen, gibt sich jedoch ein klares Ziel vor. „Eine Medaille nehme ich mir schon vor und am besten das Finale. Aber wenn ich erst mal im Finale bin, will ich auch gewinnen.“
Bundestrainer Christopher Schwarzer ist begeistert von diesem sehr guten Wettkampftag. „Jolina hat abgeliefert, was wir uns erhofft haben. Es war insgesamt ein sehr gutes Turnier und wir sind sehr zufrieden.“
Konstantin Distel (JC 66 Bottrop – NW) musste sich nur im Halbfinale der 81-Kilo-Klasse dem Weltranglisten-Ersten Tajus Babaicenko aus Litauen beugen, gewinnt aber sonst alle Kämpfe und wird damit Dritter. Gegen den Litauer hat er heute zum dritten Mal in Folge verloren. „Er hat die Linie nicht ganz gehalten und macht wieder einen Fehler. Damit läuft er dann der kleinen Wertung hinterher und hat verloren“, beschreibt Christopher Schwarzer seinen Kampf. „Trotzdem sind wir sehr zufrieden mit seiner Leistung und dem Ergebnis.“
Er selbst hat hart für diesen Wettkampf trainiert und schätzt ein, dass mehr drin gewesen ist. „Ich freu mich trotzdem, das Ergebnis ist trotzdem gut.“ In Vorbereitung auf die WM will er sich noch besser auf bestimmte Leute vorbereiten. „Und ich will mich an den Plan der Trainer halten.“
Grace Storm (TSV Abensberg – BY) gewinnt die ersten beiden Kämpfe in der Klasse -63 kg und verliert dann jedoch das Viertelfinale gegen die Weltranglisten-Erste Ilariia Tsurkan aus der Ukraine, die später Gold gewinnt. Damit ging sie in die Trostrunde, gewinnt noch einen Kampf und verliert dann den Einzug ins Kleine Finale. Sie wird damit Siebte. „Bei Grace wäre sogar auch Bronze dringewesen, aber der 7. Platz ist ein sehr gutes Ergebnis“, sagt Christopher Schwarzer.
Roman Distel (JC 66 Bottrop – NW) gewinnt in der Klasse bis 73 kg den Auftaktkampf, verliert dann jedoch und scheidet aus. „Roman hat gezeigt, dass er auf dieses Niveau hier hingehört“, sagt Christopher Schwarzer, der den Fehler im zweiten Kampf bedauert, durch den er abgewürgt wurde.
„Insgesamt sind wir mit einem kompletten Medaillensatz in zwei Tagen hier sehr zufrieden und hoffen, dass morgen vielleicht noch etwas dazukommt.
Am Freitag kämpfen die jeweils oberen Gewichtsklassen. Das deutsche Team ist vertreten durch Maxim Belender (-90 kg, SSF Bonn - NW) und Samuel Bischoff (+90 kg, Judo-Team Ansbach - BY) sowie Hanna Bölcskei (-70 kg, Budo-Club Karlsruhe - BW) und Elina Dilger (+70 kg, Budokan Lübeck - SH).
Der Zeitplan für die Judo-Wettkämpfe ist jeweils hinter den roten Punkten hinterlegt.
Alle Wettkämpfe sind kostenlos im Livestream auf EOC TV verfügbar:https://eoctv.org/





