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05.01.2026

Judo erlebbar machen – direkt im Klassenzimmer

Die Aktion „Judogi für Schulen“ zeigt, wie gezielte Unterstützung den Judosport an Schulen nachhaltig stärken kann.

Mit hochwertigen Judogi ausgestattet, können Schülerinnen und Schüler Judo von Beginn an mit Spaß erleben. Die Gönser-Grund-Schule und der TV Pohl-Göns zeigen wie es geht…

Judogi für Schulen – Ein Projekt, das bewegt

Mit der Initiative „Judogi für Schulen“ setzen der DJB, IPPONGEAR und die EJU ein starkes Zeichen für die Förderung des Judosports im Bildungsbereich. Schulen erhalten hochwertige Judoanzüge, um direkt mit einer eigenen Judo-AG starten zu können. Die Resonanz zeigt deutlich: Wo die richtige Ausstattung vorhanden ist, können Kinder Judo unmittelbar und auf einem hohen Niveau kennenlernen. So werden erste Würfe geübt, Gürtelprüfungen bestanden und sportliche Erfolge gefeiert.

Die bereitgestellten Judogi ermöglichen nicht nur einen professionellen Einstieg in die Sportart, sondern schaffen auch Motivation, Gemeinschaft und Perspektiven. 

Die Gönser-Grund-Schule in Butzbach als Vorbild

Wie erfolgreich das Projekt sein kann, zeigt die Gönser-Grund-Schule in Butzbach. Dort leitet Trainer Volker Auer seit einigen Jahren mit großem Engagement eine Judo-AG. Unter dem Motto „Einfach mal machen“ hatte er die Schule kontaktiert und angeboten, Judo anzubieten. In Zusammenarbeit mit der Schulleitung wurde aus der Idee schnell ein fester Bestandteil des Schulalltags.

„Entscheidend sind Wille, Kreativität und Flexibilität: Wir nutzen zu Beispiel Bodenturn-Rollmatten und machten nach einem Schaden an der Turnhalle wahlweise den Fallschutzbelag auf dem Schulhof zu unserer Trainingsfläche oder den Toberaum im Ganztags-Bereich zu unserem Dojo.“

Die AG ist inzwischen etabliert und sorgt dafür, dass auch der Verein TV Pohl-Göns neue Talente hinzugewinnen kann. Eine klassische Win-Win-Situation: Die Schule erweitert ihr sportliches Angebot, die Kinder entdecken eine neue Leidenschaft und der Verein profitiert vom Nachwuchs.

Ein besonderer Fit ergibt sich dort, weil die Gönser-Grund-Schule eine „Kinderrechteschule“ ist. Da passt die Sportart Judo, bei der Verantwortung und Werte von Beginn an eine besondere Rolle spielen, besonders gut in das Angebot.

„Und dann ist da der Aspekt des Rangeln und Raufens, der vor allem eine wertvolle Ergänzung für die SchülerInnen mit besonders viel körperlicher Energie sein kann, um ihre Wirksamkeit und das Feedback darauf direkt zu spüren.“,  nennt Volker ein weiteres Argument für Judo im Ganztagsangebot.

Besuch des Deutschen Judo-Bundes vor Ort

Am 26. August besuchte der Deutsche Judo-Bund die Gönser-Grund-Schule, um sich selbst ein Bild von der erfolgreichen Umsetzung zu machen. Die Judo-AG ist fester Bestandteil des Nachmittagsprogramms und wird von Volker Auer äußerst professionell betreut.

Für die AG hatte er im Rahmen der Initiative hochwertige Judoanzüge gewonnen, die vom DJB zur Verfügung gestellt wurden. Beim Besuch wurden Eindrücke festgehalten, um die Umsetzung der Aktion sichtbar zu machen.

„Der Gewinn der Anzüge war ein Kracher: Die SchülerInnen hatten große Freude beim Auspacken dieses Geschenks, alle waren auf einmal „richtige Judoka“ und konnten kräftig an sich reißen und ziehen; und für die Schule war das eine riesige Wertschätzung.“

Für die Schülerinnen und Schüler war der Besuch ein besonderes Ereignis. Sie präsentierten stolz ihre neuen Judogi, erklärten ihre bisherigen Fortschritte und zeigten ihr Können auf der Matte. Die Freude über die neuen Anzüge und die Anerkennung ihrer Leistungen war deutlich zu spüren.

    Die Aktion „Judogi für Schulen“ zeigt beispielhaft, wie Partnerschaften im Sport nachhaltige Impulse setzen können. Sie stärkt nicht nur den Judosport im schulischen Umfeld, sondern schafft direkte Verbindungen zwischen Schulen und Vereinen.

    Die Gönser-Grund-Schule beweist eindrucksvoll, wie viel entstehen kann, wenn engagierte Menschen zusammenarbeiten und Kinder die Chance erhalten, Judo kennenzulernen. Ein Projekt, das Mut macht und zeigt, wie Judo Bildung bereichern kann.

    Ganztagesbetreuung als Chance für Vereine

    Ab dem Schuljahr 2026/2027 gilt ein bundesweiter Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Dieser beginnt mit der ersten Klasse und wird bis zum Schuljahr 2029/2030 schrittweise auf alle Jahrgänge ausgeweitet. 

    Für Vereine eröffnet diese Veränderung eine große Chance: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, aktiv auf Schulen zuzugehen, Kontakte zu knüpfen und nachhaltige Kooperationen aufzubauen. 

    Fest verankerte Judoeinheiten in der Ganztagesbetreuung bieten eine ideale Möglichkeit, Kinder frühzeitig für den Judosport zu begeistern. Sie ermöglichen regelmäßige Bewegung, stärken soziale Kompetenzen und schaffen einen direkten Übergang vom Schulsport in den Verein.

    So können Vereine nicht nur neue Mitglieder gewinnen, sondern auch langfristig die Nachwuchsarbeit sichern und Judo als festen Bestandteil im schulischen Umfeld etablieren.

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