Kata: Bronze für Helene und Birgit Weinmann in Madrid
Beim EJU Kata-Turnier in Madrid sicherten sich Helene und Birgit Weinmann den dritten Platz in der Ju no kata.
Text: Sönke Schillig

105 Kata-Paare aus 14 Nationen nahmen am ersten EJU Kata-Turnier der zweiten Jahreshälfte in Madrid teil. Beim international hochklassig besetzten „Europa-Cup“ gingen insgesamt sieben deutsche Kata-Paare an den Start. Für fünf von ihnen bot der Wettkampf zugleich eine wichtige Standortbestimmung drei Wochen vor der anstehenden Kata-Weltmeisterschaft in Sarajevo.
Bronze in der Ju no kata
Mit Ulrich und Elke Bröckel sowie Helene und Birgit Weinmann gingen zwei deutsche WM-Paare in der Ju no kata an den Start. Ulrich und Elke sicherten sich den Sieg in ihrem Vorrundenpool. Auch Helene und Birgit qualifizierten sich mit nur drei Punkten Rückstand für das Finale der besten sechs Paare.
Im Finale steigerten Helene und Birgit Weinmann ihre Leistung nochmals und überzeugten insbesondere durch eine starke Ausstrahlung. Mit Rang drei sicherten sie sich einen Platz auf dem Podest und waren dabei punktgleich mit den Zweitplatzierten. Ulrich und Elke Bröckel folgten auf Rang vier und lagen ebenfalls nur knapp hinter ihren deutschen Teamkolleginnen.
Weitere Platzierungen
In der Nage no kata gingen Immo und Hendrik Schmidt sowie die international erstmals startenden Kajsa Kuballa und Tjorge Daberkow auf die Matte.
Kajsa und Tjorge zeigten bei ihrem internationalen Debüt eine solide Leistung, verpassten jedoch den Einzug in die Finalrunde der besten sechs Paare. Immo und Hendrik Schmidt erreichten als Zweite ihres Vorrundenpools das Finale und kämpften dort bis zuletzt um einen Podestplatz.
Mit 385,5 Punkten belegten die beiden Hessen den vierten Platz. Lediglich vier Punkte fehlten zum Sprung auf das Podest.
Andreas Freimuth und Eike Schmidt starteten in der Kodokan goshin jutsu. Nach Platz zwei in ihrem Vorrundenpool zeigten sie auch im Finale eine ausdrucksstarke und überzeugende Demonstration. Eine kleine Unaufmerksamkeit beim Abgrüßen hatte jedoch große Auswirkungen auf die Bewertung. Ein Fehlschritt von Tori führte dazu, dass eine Technik als vergessen gewertet wurde. Die damit verbundene deutliche Punktreduzierung bedeutete für das deutsche Paar am Ende Rang sechs.
Colin Junkuhn und Emil Kuerschner gingen in der Nage no kata gleich doppelt an den Start. Das sächsische Duo trat sowohl in der Altersklasse U18 als auch in der U21 an. Mit jeweils einer Vorrunde und einem Finale in beiden Altersklassen absolvierten Junkuhn und Kuerschner insgesamt vier Kata-Demonstrationen. In beiden Wettbewerben belegten sie den fünften Platz.
Jill Okoroafor und Verena Assmuth feierten in Madrid in der Katame no kata ihre internationale Premiere. In einem starken Teilnehmerfeld zeigten die beiden Nordrhein-Westfälinnen eine gute Vorrundenleistung, konnten sich jedoch nicht für das Finale qualifizieren.
Aus deutscher Sicht fällt die Bilanz des Turniers insgesamt positiv aus. Neben der Bronzemedaille von Helene und Birgit Weinmann erreichten mehrere deutsche Paare Finalplatzierungen und sammelten wichtige internationale Wettkampferfahrung.
Für die WM-Starter geht es nun in die letzte Vorbereitungsphase vor den Kata-Weltmeisterschaften in Sarajevo.