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07.09.2026

Kata verbindet Europa

Vom 28. bis 30. August 2026 wurde das Bundesleistungszentrum Judo in Köln zum Treffpunkt der europäischen Kata-Community. Judoka, Trainerinnen und Trainer sowie Kata-Experten aus Deutschland, Österreich, Slowenien und der Schweiz kamen zum Abschlussworkshop des Erasmus+-Sportprojekts JudoKataAlliance zusammen.

Die Veranstaltung bildete den Abschluss eines zweijährigen Projekts, das den internationalen Austausch rund um Kata stärken sollte. Acht Verbände und Vereine aus vier Ländern arbeiteten daran, ihr Wissen und ihre bewährte Trainingsmethoden zusammenzuführen, neue Vermittlungsansätze zu entwickeln und Kata als vielseitigen Bestandteil des Judosports erlebbarer zu machen. Für Deutschland waren der Deutsche Judo-Bund und der Pulheimer Sport-Club am Projekt beteiligt.

Bewegung und Gesundheit im Mittelpunkt

Der Abschlussworkshop stand unter dem Leitgedanken „Judo Kata for health in advanced age“. Im Fokus des dreitägigen Programms standen Taiso und die Seiryoku Zenyo Kokumin Taiiku. Beide Übungsformen zeigen, dass Judo weit über Wettkampf und leistungsorientiertes Training hinausgeht.

Taiso bietet vielfältige Möglichkeiten, Beweglichkeit, Koordination, Kraft und allgemeine Fitness zu fördern. Die Übungen lassen sich an unterschiedliche Altersgruppen und körperliche Voraussetzungen anpassen. Die Seiryoku Zenyo Kokumin Taiiku verbindet traditionelle Judoprinzipien mit einer ganzheitlichen Schulung von Körper und Geist. Damit griff der Workshop ein Thema auf, das für die zukünftige Entwicklung des Judosports immer wichtiger wird: Wie können Menschen unabhängig von Alter, Erfahrung und Leistungsniveau langfristig von Judo profitieren und als Mitglieder gehalten werden?

In praktischen Einheiten konnten die Teilnehmenden die Übungen selbst erproben und neue Ideen für das Training in ihren Vereinen und Verbänden mitnehmen. Ergänzt wurde die Arbeit auf der Matte durch theoretische Einheiten zu Anatomie und Atmung, den fachlichen Austausch und internationale Perspektiven. Unterschiedliche Erfahrungen und Lehrmethoden wurden miteinander verglichen, diskutiert und gemeinsam weiterentwickelt.

Erfolgreicher Abschluss eines europäischen Projekts

Das Kölner Treffen setzte den Schlusspunkt unter eine Reihe internationaler Workshops. Zuvor hatte sich die JudoKataAlliance unter anderem in Linz mit der Vermittlung von Kata beschäftigt. In Ljubljana standen inklusive und adaptive Kata-Formen im Vordergrund, während der Workshop in Liestal traditionelle Kata-Prinzipien mit modernen Ansätzen der Selbstverteidigung verband.

Zum Abschluss in Köln erhielten die Teilnehmenden das Taiso-Grundkurszertifikat des Deutschen Judo-Bundes sowie die Möglichkeit das Judo-Sportabzeichen abzulegen. Damit verband die Veranstaltung internationale Begegnung und fachliche Weiterbildung mit ganz konkreten Qualifikationen und persönlichen Erfolgserlebnissen.

Die drei Tage machten deutlich, welchen Mehrwert europäische Zusammenarbeit für den Judosport bietet. Fachwissen wurde über Ländergrenzen hinweg geteilt, neue Kontakte entstanden und bestehende Partnerschaften wurden vertieft. Gleichzeitig zeigte das Projekt, wie Kata als pädagogisches und gesundheitsorientiertes Instrument eingesetzt werden kann – im Breitensport ebenso wie in der Inklusion, in der Selbstbehauptung und im Gesundheitssport.

Auch wenn das Erasmus+-Projekt mit dem Workshop in Köln offiziell endete, soll die entstandene Zusammenarbeit fortgeführt werden. Die JudoKataAlliance hat ein starkes Netzwerk geschaffen und wichtige Impulse für eine europaweite Kata-Arbeit gesetzt. Köln war damit nicht nur der Abschluss eines erfolgreichen Projekts, sondern zugleich ein Ausgangspunkt für weitere gemeinsame Entwicklungen in der europäischen Kata-Community.

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