Kata-Welt- und Europameister starten ab sofort im offiziellen DJB-Judogi von Ippongear
Bei Katameisterschaften gelten dieselben Regeln für Judogi wie für alle anderen Meisterschaften auch. Jedoch sind die Anforderungen an das Material vollkommen andere als im Shiai.

Besonders schwer haben es die amtieren Weltmeister in der Ju-no-kata und Europameister in der Koshiki-no-kata, Ulla Loosen und Wolfgang Dax-Romswinkel. Für sie gilt es - wie für alle anderen Teams auch - ein Judogimodell zu finden, das beiden gleichermaßen gut passt. Problematisch für die beiden ist allerdings, dass sie einen vollkommen unterschiedlichen Körperbau haben und teilweise mit Zwillingsgeschwistern konkurrieren.
Doch damit nicht genug. In der Ju-no-kata wird der Judogi des Partners überhaupt nicht gegriffen, in der Koshiki-no-kata nur bei einigen wenigen Techniken. Dafür gibt es in beiden Kata eine Reihe von Aktionen, bei denen die Arme über Kopfhöhe gestreckt werden. Die Judojacke soll dabei so wenig wie möglich aus dem Gürtel rutschen und die Jacke darf den Gürtel erst recht nicht nach oben mitnehmen. Was in der Kata stört, ist dagegen im Shiai vollkommen egal.
Judogi für Kata müssen also nicht nur perfekt passen, sondern müssen auch im Wortsinn während der Demonstration "in guter Ordnung" bleiben. Weil entsprechende Anzüge ausgesprochen schwierig zu finden sind, starten Ulla und Wolfgang seit 2016 in denselben beiden Garnituren, die sie sich teilweise mit Sondergrößen aus Japan mitgebracht hatten.

"Wir haben die ersten sieben Jahre viel Frust mit suboptimalen Anzügen erlebt und ehrlich gesagt nicht geglaubt, dass wir noch einmal so gut geeignete Anzüge finden werden", erklärt Ulla Loosen, "ums mehr sind wir froh darüber, dass uns Ippongear qualitativ hervorragende Anzüge zur Verfügung stellen kann, die absolut gleichwertig sind".
Das große Saisonziel ist für die beiden natürlich die Kata-WM im November in Paris,. wo erstmals auch Titel in der Koshiki-no-kata vergeben werden. Dort heißt es dann Mission Titelverteidiung in der Ju-no-kata und in der Koshiki-no-kata mindestens den Status als beste Europäer zu bestätigen. Am Material wird es jedenfalls nicht scheitern.