Miriam Butkereit gewinnt Grand-Slam-Finale gegen Giovanna Scoccimarro
Beim Judo Grand Slam in Lausanne (Schweiz) kam es am zweiten Wettkampftag in der Klasse bis 70 kg zu einem rein deutschen Finale zwischen Miriam Butkereit und Giovanna Scoccimarro.
Erik Gruhn

Miriam Butkereit vom SV Halle, die Zweite der Olympischen Spiele von Paris, setzte sich nach fast vier Minuten Kampfzeit nach Bestrafungen gegen ihre Teamkollegin Giovanna Scoccimarro vom MTV Vorsfelde durch und sicherte sich damit ihren insgesamt vierten Grand-Slam-Sieg. Giovanna Scoccimarro holte Silber.
Miriam Butkereit startete mit einem Sieg in Runde zwei gegen Azhar Askhat aus Kasachstan in den Wettkampftag. In der Verlängerung gelang ihr die Entscheidung durch Soto-maki-komi. Gegen Moka Kuwagata aus Japan erzielte die 32-Jährige nach der Hälfte der Kampfzeit die entscheidende Wazaari-Wertung, die sie über die Zeit brachte. Das Viertelfinale gegen Yingying Feng aus China endete bereits nach 1:19 Minuten mit einem Sieg durch Haltegriff. Im Halbfinale gewann Butkereit gegen Madina Taimazova nach drei Shido-Bestrafungen für die Russin.
Giovanna Scoccimarro besiegte Olha Tsimko aus der Ukraine mit Yuko-Wertung. Aleksandra Kowalewska aus Polen musste sich erneut mit einer Yuko-Wertung durch einen Fußfeger gegen die Wolfsburgerin geschlagen geben. In Runde drei erzielte Scoccimarro gegen Jevgenija Gajic aus Slowenien zwei Yuko. Im Viertelfinale fiel die Entscheidung gegen Tais Pina aus Portugal kurz vor Ende der Kampfzeit wiederum durch Yuko. Das Halbfinale gegen Lu Liu endete vorzeitig nach der dritten Shido-Bestrafung für die Chinesin.
“Miriam und Giovanna haben heute sehr gute Wettkampfleistungen gezeigt, sie waren konditionell top, haben mit Cleverness agiert und gute Judotechniken gezeigt”, freut sich Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa. “Das Finale war zwar nicht so spektakulär, aber wir sind happy, dass wir heute die deutsche Hymne mitsingen durften.”
Sarah Ischt vom VfL Wolfsburg (bis 48 kg), Chiara Serra von der TSG Backnang, Mascha Ballhaus vom TB Eilbeck (beide bis 52 kg) und Seija Ballhaus vom TSV Großhadern (bis 57 kg) kämpften sich jeweils bis in das Achtelfinale vor, mussten sich dort aber geschlagen geben.
Maximilian Heyder (-60 kg, TSV Großhadern / Bayern), Florian Böcker (-66 kg, JC 66 Bottrop / Nordrhein-Westfalen) und Jano Rübo (-73 kg, SSF Bonn / Nordrhein-Westfalen) gewannen jeweils ihren ersten Kampf, schieden aber dann mit dem zweiten Kampf aus.
Maxim Malsch (BC Karlsruhe / Baden) und Dominic Ressel (TSV Kronshagen / Schleswig-Holstein – beide -81 kg) haben ihren Auftaktkampf verloren und schieden damit ebenfalls aus.
Am Sonntag gehen in Lausanne Anna Monta Olek vom Judoteam Hannover, Mathilda Sophie Niemeyer vom 1. Hattinger JJJC (beide bis 78 kg), Eduard Trippel vom JC Rüsselsheim, Lasse Schriever vom TB Eilbeck (beide bis 90 kg), George Udsilauri vom Eimsbütteler TV (bis 100 kg) und Losseni Kone vom SC Alstertal-Langenhorn (über 100 kg) an den Start.

