Zum Inhalt springen
25.06.2026

Miryam Roper in neuer Rolle

Ehemalige Weltklasse-Judoka Miryam Roper wird neue DJB-Vorständin Leistungssport.

Foto: Micha Neugebauer

Der Deutsche Judo-Bund (DJB) stellt die Weichen für die Zukunft des Leistungssports: Miryam Roper wird neue Vorständin Leistungssport und tritt damit die Nachfolge von Michael Bazynski an. Die dreifache Olympionikin bringt internationale Erfahrung, sportliche Expertise und einen klaren Blick für die Weiterentwicklung des deutschen Judosports mit.

Erfolgreiche Karriere auf höchstem Niveau

Als dreifache Olympionikin, WM-Dritte und erste deutsche Nummer eins der Judo-Weltrangliste gehört Roper zu den erfolgreichsten Judoka Deutschlands. Nach ihrer Karriere für Deutschland startete sie für Panama und schrieb dort eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte. Mit einem selbst aufgebauten Team qualifizierte sie sich im Alter von 39 Jahren für die Olympischen Spiele in Tokio.

Leistungssport aus vielen Perspektiven

Auch nach ihrer aktiven Laufbahn ist Roper dem Judosport eng verbunden. Als Athletiktrainerin im Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband (NWJV) begleitet sie Athletinnen und Athleten auf ihrem Weg in die Spitze. Zudem engagiert sie sich als Referentin in der Trainerakademie und beim Deutschen Judo-Bund. Die ehemalige Kadersprecherin der Frauen-Nationalmannschaft vereint sportliche, organisatorische und strategische Erfahrungen. Hinzu kommen ein betriebswirtschaftlicher Hintergrund, Mehrsprachigkeit sowie ihre Fähigkeit für Perspektivwechsel aufgrund ihrer deutsch-panamaische Doppelstaatsbürgerschaft.

Zuhören, verstehen, handeln

„Der Leistungssport hat mir gegeben, was ich heute bin: die Fähigkeit, Rückschläge zu verkraften und beharrlich zu bleiben. Er hat mir gezeigt, dass Entwicklung nicht linear verläuft und dass die wertvollsten Erfahrungen oft aus den schmerzhaftesten Momenten entstehen. Das ist, was Judo über den Sport hinaus leistet. Judo bildet Persönlichkeiten. Diese Möglichkeit möchte ich vielen Menschen bieten. Nicht als Athletin, nicht als Trainerin, sondern als Vorständin.“

    Für ihre neue Aufgabe setzt Roper zunächst auf den Austausch mit allen Beteiligten im Verband.

    „Meine Aufgabe sehe ich nicht darin, von oben zu entscheiden, wie ein Uchi-mata auszusehen hat, sondern die Bedingungen zu schaffen, unter denen Menschen sich entwickeln und so Spitzenleistungen erzielen können, damit das System als Ganzes besser wird. Mit dieser Verantwortung geht für mich eine Fürsorgepflicht gegenüber unseren Athletinnen und Athleten einher, die unverhandelbar ist. Meine erste Maßnahme als Vorständin ist deshalb keine Entscheidung. Es ist eine Analyse: Zuhören, verstehen, einordnen. Ich werde Stützpunkte besuchen und mit allen sprechen, die den Deutschen Judo-Bund ausmachen: von der Geschäftsstelle über die Trainerinnen und Trainer und Landesverbände bis zu den Vereinen und unseren Athletinnen und Athleten. Aber dann handle ich.“

    Gemeinsam die Zukunft gestalten

    Die neue Vorständin sieht den Leistungssport als wichtigen Bestandteil des gesamten Verbandes.

    „Der Leistungssport ist ein integrativer Teil des DJB. Mit seiner Strahlkraft nach außen und als Triebfeder von innen wirkt er für den ganzen Verband, und er ist nur erfolgreich, wenn der Verband ihn trägt.“

    Mit Blick auf die kommenden Jahre ergänzt Miryam Roper:

    „Ich liebe Judo. Diesen Sport nachhaltig und mit langem Atem weiterzuentwickeln, ist Arbeit für mehr als einen Olympia-Zyklus, und sie gelingt nur gemeinsam.“

    Der genaue Starttermin von Miryam Roper als Vorständin Leistungssport wird derzeit noch abgestimmt.

    Title

    Title