Nationalmannschaften trainieren in Brasilien
Sowohl die Männer als auch die Frauen sind derzeit in der Nähe von Sao Paolo zu einem internationalen Trainingscamp.
Birgit Arendt

Unsere Top-Judoka verbringen seit Sonntag insgesamt zwölf Trainingstage mit fast 250 Athleten aus neun Nationen in Brasilien. Nordöstlich von Sao Paulo trainieren die Sportler bei sommerlichen Temperaturen im dortigen Winter vor allem im judospezifischen Teil. Schwerpunkt sind Randori, bei der Vielzahl an hervorragenden internationalen Partnern können sich die Athleten sehr gut auf die kommenden Aufgaben vorbereiten.
„Die Bedingungen hier sind hervorragend. Das Niveau der anwesenden Judoka ist sehr hoch und die Sportler verstehen sich alle gut“, berichtet Männer-Bundestrainer Marko Spittka über die Situation vor Ort. Für ihn stehen die technisch-taktischen Aspekte und die Weiterentwicklung der judospezifischen Fähigkeiten an erster Stelle. „Aber auch die enge und individuellere Arbeit mit den Athleten steht im Vordergrund.“
Die Bedingungen in dem Sporthotel sind optimal. Neben einem großen Dojo gibt es Krafträume, zum Teil auch unter freiem Himmel, Schwimmbäder, Dampfsauna und weitere Sportmöglichkeiten. Dojo und Zimmer sind klimatisiert, sodass auch die warmen Brasilien-Temperaturen den Sportlern nicht im Wege stehen, auf hohem Niveau zu trainieren.
Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa ist ebenso begeistert von den Bedingungen vor Ort. Er lobt neben den sportlichen Bedingungen auch das gesunde Essen. Die Frauen sind nach einem dreiwöchigen Kondi-Block in Deutschland nun für die judospezifischen Maßnahmen in Brasilien. „Wir versuchen hier, die Körner, die wir in den letzten Wochen getankt haben, auf der Matte schnell umzusetzen.“
Er schätzt ein, dass das brasilianische Judo schneller ist als in Deutschland. Zumindest noch, setzt er augenzwinkernd nach.
Täglich geht’s für die Athleten raus zum Frühsport, am Tage gibt es Randori-Einheiten und auch einige Trainingseinheiten im athletischen Bereich.
Beide Bundestrainer schätzen unisono ein, dass dieses Trainingscamp sehr gut und äußerst wichtig für die Athleten ist und sie sich auf sehr hohem Niveau auf die kommenden internationalen Herausforderungen vorbereiten können.