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30.09.2025

Ole Bischof besucht das Landshuter Judoprojekt

Über das Judo-Projekt im Hans-Carossa-Gymnasium in Landshut haben wir schon mehrfach berichtet. Nun gab es einen besonderen Gast.

Wolfram Attenberger/BA

Foto: Christine Vinçon, Landshuter Zeitung

Die kleine Schule in der niederbayerischen Hauptstadt ist Vorreiter bei der Implementierung des Judosports im Schulunterricht: Seit gut zwei Jahren ist diese Sportart fest in den Pflichtunterricht der fünften Jahrgangsstufe integriert, so dass alle Schülerinnen und Schüler einmal in der Woche vormittags Judo erlernen. 

Das Modell scheint zu funktionieren. Mittlerweile ist Judo fester Bestandteil des Schullebens, ist in Projekttagen integriert, wird für fächerübergreifende Unterrichtsvorhaben genutzt und vertritt die Schule am Tag der offenen Tür nach außen. 

„Judo als Schulsport wird unglaublich gut angenommen. Die Rückmeldungen, die wir von Schülern, Eltern aber auch Kollegen erhalten, sind fast ausschließlich positiv. Jede bzw. jeder fünfte unser Schülerinnen und Schüler, die diese Sportart bei uns im Pflichtunterricht kennengelernt haben, wechselt danach in unser Wahlfach Judo, das wir für die fortgeschrittenen Judoka anbieten. Wir sind mit dieser Quote sehr zufrieden, ermöglicht sie uns doch eine zuverlässige Teilnahme mit mehreren Mannschaften bei den Schulsportwettbewerben“, so die einhellige Meinung der beiden verantwortlichen Sportlehrkräfte Elisabeth Spanier und Wolfram Attenberger. 

Das Hans-Carossa-Gymnasium belegte bei seiner ersten Teilnahme bei „Jugend trainiert für Olympia“ in Bayern auf Anhieb Platz 2 bei den Jungen und Platz 4 bei den Mädchen.

Dieses große Engagement von Schülern und Lehrkräften wurde nun durch den Besuch eines ganz besonderen Star-Gastes geadelt: Kein Geringerer als Olympiasieger Ole Bischof stattete der Schule einen Besuch ab. Der ehemalige Weltklasse-Judoka hatte sich unter der Woche einen Nachmittag freigenommen, um gemeinsam mit Georg Schels, dem stellvertretenden Lehrreferenten des Bayerischen Judoverbandes, am Carossa-Gymnasium ein Training zu halten. 

Foto: Christine Vinçon, Landshuter Zeitung

Begeistert wurden beide Trainer in Landshut willkommen geheißen und von Silvia Betz, der stellvertretenden Schulleiterin, mit dem in Landshut obligatorischen Buchskränzchen begrüßt. Dann widmeten sie sich den Sportlern, die schon mehrere Wochen auf diesen Tag hingefiebert hatten. 

Knapp 80 Schülerinnen und Schüler brachten die verfügbare Mattenfläche an ihre Grenzen. Dennoch gelang es den beiden sympathischen Abensbergern mit ihrer mitreißenden Art mühelos, alle Teilnehmer in Bewegung zu halten und technisch zu fordern. Ole Bischof leitete das Training und konzentrierte sich dabei in erster Linie auf Standtechniken. Insbesondere sein einseitiger Sumi-Gaeshi hat wohl Eindruck hinterlassen: „Mach den Ole!“, hieß es unter den Schülern in den folgenden Trainingseinheiten bei dieser Technik immer wieder. 

Foto: Christine Vinçon, Landshuter Zeitung

Dabei konnte der 45-Jährige nicht nur durch sein großartiges Bewegungsvorbild punkten. Auch seine Nahbarkeit und Freundlichkeit gegenüber den Schülern hinterließen einen positiven Eindruck. Ob bei Korrekturen, bei Fragen oder der langen Autogrammstunde nach der Trainingseinheit, immer hatte der Olympiasieger ein Lächeln für sein Gegenüber übrig und präsentierte sich als idealer Botschafter für die Judowerte.

Nach dem Training am Hans-Carossa-Gymnasium machten sich Ole Bischof und Georg Schels gemeinsam mit einer kleinen Delegation der Schule auf den Weg ins Landshuter Rathaus, wo sie vom 2. Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger und der 3. Bürgermeisterin Jutta Widmann, die den Sportsenat leitet, begrüßt wurden. 

Ole Bischof war von Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz eingeladen worden, sich nach seinem Engagement am Landshuter Gymnasium ins Goldene Sportbuch der Stadt Landshut einzutragen.

 Zum Abschluss ihres Besuches in Landshut erhielten die Gäste aus Abensberg eine fachkundige Führung durch den beeindruckenden Prunksaal des Landshuter Rathauses von Benedikt Schramm, dem Leiter der Abteilung Kultur der Stadt Landshut.

sitzend von links: Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger, Ole Bischof und Bürgermeisterin Jutta Widmann, stehend von links: Sabrina Högl (Sportbeauftragte der Stadt Landshut), Referatsleiter Klaus Peißinger, Silvia Betz (stellv. Leiterin des Hans-Carossa-Gymnasiums), Georg Schels, Wolfram Attenberger und Elisabeth Spanier - Foto: Stadt Landshut

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