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18.02.2026

Para Judo: Starker Nachwuchs bei den IDM

Erneut haben in Heidelberg die Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) im Para Judo stattgefunden – in der Stadt, die im August Austragungsort der Para Judo-EM sein wird.

Paul Foreman / DBS

Foto: Lennart Sass

Mit dabei waren Para Judoka aus der ganzen Welt und große Namen aus Deutschland wie Isabell Thal und Lennart Sass. Beide gewannen souverän, doch noch erfreulicher war für Bundestrainerin Carmen Bruckmann der starke Nachwuchs. Der Deutsche Behindertensportverband präsentiert die Ergebnisse und besonderen Leistungen gemeinsam mit der Heinz-Kettler-Stiftung.

89 Teilnehmende waren von verschiedenen Kontinenten nach Heidelberg gereist, um an den Wettkämpfen teilzunehmen. Die meisten Podiumsplätze holte am Ende Brasilien mit 17, vor Großbritannien mit 13 sowie Deutschland und Frankreich mit jeweils elf Platzierungen unter den Top drei. Ganz nach oben aufs Treppchen schafften es drei Deutsche beim Heimspiel in Heidelberg. Die Paralympics-Teilnehmer Isabell Thal und Lennart Sass wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und bestätigten die starke Form aus dem vergangenen Jahr. Isabell Thal (J2 / bis 60 kg) hatte bei den Europameisterschaften in Georgien die Bronzemedaille gewonnen, Lennart Sass (J1 / bis 81 kg) krönte sich beim Turnier im vergangenen September zum Europameister – und jubelte auch in Heidelberg. Den dritten Titel sicherte sich Finnja Stiller (J1 / bis 71 kg) in der U21-Klasse.

Finnja Stiller ist damit eines von mehreren hoffnungsvollen Nachwuchstalenten im deutschen Team. „Wir sind bei der Jugend sehr gut aufgestellt zurzeit, das stimmt mich optimistisch mit Blick auf die Paralympics in Brisbane 2032“, betont Carmen Bruckmann. Die Entwicklung der jungen Para Judoka bestätigt die Bundestrainerin in ihrer Einschätzung. Im Vorjahr reichte es bei vielen Nachwuchskräften nur zu fünften Plätzen bei der IDM in Heidelberg, nun waren deutlich mehr dritte Ränge zu bejubeln. Judith Keil, Aaron Rottmann und Nathan van Melle schafften es unter anderem bei den U21-Klassen auf das Podium.

Heidelberg auch als Ausrichter der EM in diesem Jahr

Die Nachwuchswettbewerbe haben sich als wichtiger Bestandteil der IDM in Heidelberg etabliert. „International gibt es recht wenig Meisterschaften im Para Judo für Juniorinnen und Junioren. Deshalb wird das Turnier in Heidelberg immer gut angenommen“, berichtet Carmen Bruckmann. Das galt ebenfalls für das internationale Trainingscamp, das am Sonntag und Montag nach den Wettkämpfen stattfand. Zu Gast waren unter anderem hochkarätige Namen wie der ehemalige Para Judo-Weltmeister Matthias Krieger. Getroffen hat er einige Para Judoka, die gerne in seine Fußstapfen treten würden. Eine Chance dazu gibt es bereits in diesem Jahr, wenn in Heidelberg vom 14. bis zum 16. August die Europameisterschaften anstehen.

Die Ergebnisse der deutschen Meisterschaften in den Para Sportarten werden in diesem Jahr von der Heinz-Kettler-Stiftung (HKS) präsentiert, um die Aufmerksamkeit für die deutschen Meisterschaften zu erhöhen und die außergewöhnlichen Leistungen der Athlet*innen sichtbarer zu machen. Die HKS wurde von Heinz Kettler und seiner Tochter Dr. Karin Kettler bereits im Dezember 1999 gegründet, um Sportler*innen mit Behinderung in ihrer Sportausübung zu unterstützen und den Inklusionsgedanken in die Praxis umzusetzen.

Eine Übersicht aller Ergebnisse gibt es hier.

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