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24.09.2026

Para Judo-WM: Den Schwung der Heim-EM mitnehmen

Zur Para-WM in Tbilisi unter Verantwortung des Weltverbandes IBSA werden vier deutsche Judoka an den Start gehen.

Birgit Arendt/Kevin Müller/DBS

Foto: Dominik Tuerk/DBS

Vor sechs Wochen erkämpften die deutschen Athleten bei den Heim-Europameisterschaften in Heidelberg zwei Silber- und eine Bronzemedaille. Die beiden Vize-Europameister Isabell Thal und Daniel Goral werden auch in der georgischen Hauptstadt Tbilisi zur WM kämpfen, die vom 25.-27. September stattfindet. 

EM-Bronzemedaillengewinnerin Vanessa Wagner wird nicht an den Weltmeisterschaften teilnehmen und auch nicht der Paralympics-Dritte von Paris, Lennart Sass, der noch nicht abgeschlossen klassifiziert ist. 

Dennoch ist Bundestrainerin Carmen Bruckmann zuversichtlich. Isabell Thal und Daniel Goral haben mittlerweile schon mehrfach bewiesen, dass sie zur Weltspitze in ihren Startklassen gehören. „Wir hoffen, dass sie wieder um die Medaillen kämpfen können“, sagt Bruckmann.

Sehr angetan ist sie auch von ihren „Investitionen in die Zukunft“, wie sie ihre beiden Nachwuchsathleten Béla Heinze (21) und Samuel van Melle (19) nennt. Béla Heinze klopfte in Heidelberg bereits an die europäische Spitze an und landete auf einem starken fünften Platz. „Béla hat einen richtig großen Schritt gemacht. Er hat eine tolle Lernkurve und entwickelt sich sehr gut am Stützpunkt in Heidelberg“, lobt die Bundestrainerin. Dort trainiert seit August auch Samuel van Melle, der in Heidelberg parallel zum Sport ein Jura-Studium beginnt. „Sein Weg ist noch etwas weiter, aber er bringt beste Voraussetzungen mit und der Schritt in die Professionalität wird ihn in seiner Entwicklung stärken“, betont Carmen Bruckmann.
„Die Stimmung im Team ist sehr gut und die Vorfreude groß.“ Dass zwei Highlights in so wenigen Wochen anstehen, sei laut Carmen Bruckmann im Para-Judo keine Seltenheit. „Damit gehen wir ganz routiniert um. Wir konnten aus der Heim-EM viel Positives herausziehen und wollen diesen Schwung jetzt mitnehmen“, sagt die Bundestrainerin und fügt an: „Das Feedback der anderen Nationen war richtig gut, da können wir sehr stolz drauf sein.“

Der Internationale Verband für die blinden und sehgeschädigten Judoka IBSA teilt die Athleten in zwei Kategorien ein. 
In der Klasse J1 sind die blinden oder fast blinden Athleten. Sie tragen einen roten Kreis auf der Rückennummer ihres Judogi und werden zu Beginn des Kampfes sowie bei Bedarf vom Kampfrichter zur Mattenmitte begleitet.

Die Klasse J2 ist den Athleten mit einer Sehbehinderung vorbehalten, die medizinisch sehr genau beschrieben und eingegrenzt ist.

Das deutsche Aufgebot für die Para Judo-WM in Tbilisi:

  • Daniel-Rafael Goral (Alter: 26 / Verein: SSG Blista Marburg / SF BG-Marburg /Geburtsort Hamburg)
  • Béla Bel Heinze (21 / 1. Mannheimer JC / Braunschweig),
  • Samuel van Melle (19 / TSV München-Großhadern / Oberschleißheim)
  • Isabell Thal (27 / Budoka Höntrop / Essen)

Am Freitag wird Isabell Thal als erste Kämpferin an den Start gehen. Die drei Männer kämpfen am Samstag.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Internationalen Verbandes.

Wissenswertes rund um die Sportart Para Judo gibt es auf parasport.de.

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