Sarah Ischt wird WM-Siebte
Sarah Ischt gewinnt nach einem Freilos zwei Kämpfe, verliert jedoch das Poolfinale und in der Trostrunde.
Birgit Arendt

Zunächst hat Sarah Ischt ein Freilos und sie beginnt in Runde 2 gegen die Usbekin Ulbusin Khakimova. Die Usbekin hatte bereits in der ersten Runde souverän gewonnen und auch für unsere Athletin schien es am Anfang sehr schwer. Die Usbekin ging mit viel Selbstbewusstsein in den Kampf und startete auch gleich einige Aktionen, die allerdings ohne Erfolg blieben. Sarah Ischt kam immer besser in den Kampf und auch sie hatte zunehmend Chancen herausgearbeitet. Nach drei Minuten erhielt die Usbekin eine Strafe und in der letzten Kampfsekunde auch unsere Athletin für Runterziehen. Es ging ins Golden Score. Nach 31 Sekunden in der Verlängerung dann eine Yuko-Wertung. “Sarah ist sehr positiv ins Turnier gestartet. Am Ende war sie sehr aktiv, sie konnte auch sehr gut im Golden Score werfen und dann sogar festhalten”, bescheinigt ihr Bundestrainer Claudiu Pusa einen guten WM-Start.
Sarah Ischt gewinnt damit ihren Auftaktkampf und steht in der nächsten Runde gegen Tugce Beder aus der Türkei.

Die Türkin hat in diesem Jahr bereits einen kompletten Medaillensatz auf der IJF-Tour gewonnen und ist 14. der Weltrang-Liste.
Bereits nach einer Minute Kampfzeit hat die Türkin zwei Strafen erhalten. Eigentlich ein gutes Polster, aber auch unsere Athletin wird in nächsten zwei Minuten zwei Mal bestraft. Mit diesem Ergebnis gehen die Beiden in Golden Score. Beide verhindern sehr stark den Griff und es kommt keiner richtig durch. Nach fast eineinhalb Minuten in der Verlängerung dann ein Ansatz unserer Athletin und sie erhält eine Yuko-Wertung, mit der sie auch diesen Kampf gewinnt.
„Nach zwei zu zwei Strafen hat Sarah zum Glück die Wertung im Golden Score gemacht", ist Claudiu Pisa froh über das Ergebnis.
Damit steht Sarah Ischt im Poolfinale und eine Platzierung ist ihr bereits sicher.

Im Poolfinale Baasankhuu Bavuudorj gegenüber. Nach zwei Minuten erhält die Mongolin eine Yuko-Wertung. Beide erhalten weitere Strafen und nach weniger als drei Minuten erhält Sarah Ischt die dritte Strafe wegen eines Scheinangriffes. Damit verliert sie diesen Kampf und kämpft in der Trostrunde weiter.
„Sarah hat nicht so reingefunden in diesen Kampf. Das ist meine Einschätzung von außen. Sie war sicher ein bisschen überrascht von der Schnelligkeit und auch der Intensität von der Mongolin“, sagt Cludiu Pusa.

Die Russin Sabina Giliazova ist ihre nächste Gegnerin. Sie ist Weltranglisten-Dritte und aktuelle Vize-Europameisterin. Die Beiden haben 2024 beim Grand Slam in Abu Dhabi bereits gegeneinander gekämpft. Den Kampf hat die Russin gewonnen. Insofern stand eine Revanche an.
Sarah Ischt erhält jedoch nach fast eineinhalb Minuten eine Inaktivitätsstrafe. Kurz danach wird sie von der Russin erwischt und verliert mit Ippon.
Damit wird Sarah Ischt Siebte der WM 2026.
Unsere Athletin ist untröstlich, aber Bundestrainer Claudiu Pusa steht ihr zur Seite. „Sarah hat heute vier Kämpfe gemacht und davon zwei gewonnen. Sie hat keineswegs enttäuscht und wir sind alle sehr stolz auf ihren WM-Auftritt und den siebten Platz. Es war ein guter Start heute.“

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