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02.09.2026

Studie zu interpersonaler Gewalt im Judo

Die Bundesligakämpferin der TSG Backnang und Medizinstudentin Laya Meister sucht Studienteilnehmer*innen für ihre Doktorarbeit. Studienstart ist der 01.09.2026.

Medizinstudentin Laya Meister

Interpersonale Gewalt innerhalb des Sportes stellt ein Länder- sowie Sportartübergreifendes Problem dar und kommt sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport vor.

Sie umfasst physische Gewalt, psychische Gewalt, sexualisierte Gewalt ohne oder mit Körperkontakt sowie die Vernachlässigung.

Interpersonale Gewalt im Sport hat die Judowelt in den letzten Jahren immer wieder aufschrecken lassen, deshalb ist der Deutsche Judo-Bund umso mehr darauf bedacht, eine stetige Verbesserung der Maßnahmen in der Prävention von interpersonaler Gewalt im Judo anzustreben. Trotz bestehender Maßnahmen werden diese bislang noch nicht flächenübergreifend auf Landes- und Vereinsebene genutzt. Auch Betroffene greifen nur vereinzelt auf diese zurück.

Im Rahmen ihrer Promotionsarbeit widmet sich die Doktorandin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikum Ulm genau dieser Thematik. 

Die Studie umfasst einen Fragebogen mit allgemeinen Fragen zur Bekanntheit der aktuellen Präventionsmaßnahmen. Außerdem wird erfragt, welche der bestehenden Maßnahmen als sinnvoll empfunden werden und inwiefern diese aus Sicht der Sportler*innen verbessert werden können. 

Zudem enthält die Umfrage judospezifische Fallvignetten, in denen es zu interpersonaler Gewalt kommt. Die beantwortende Person nimmt dabei die Rolle eines beratenden Freundes ein. Dadurch soll untersucht werden, welche Herausforderungen es für die Judoka gibt, die einer Annahme der Präventionsmaßnahmen entgegenstehen.

Ziel ist es langfristig für das Thema interpersonale Gewalt im Judosport zu sensibilisieren und so ein verstärktes Bewusstsein dafür schaffen.

Studienstart ist der 01.09.2026

Teilnehmen können alle Judoka, die zum Zeitpunkt der Studie das Mindestalter von 18 Jahren erfüllen und Mitglied in einem Deutschen Judoverein sind/waren.

Hier entlang zur Studienumfrage

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