Trauer um Rainer Hussong
Der frühere Jugendsekretär des Deutschen Judo-Bundes Rainer Hussong ist Anfang September im Alter von 79 Jahren verstorben.
Erik Gruhn

Fast 37 Jahre lang gehörte Rainer Hussong zum hauptamtlichen Personal der Geschäftsstelle des Deutschen Judo-Bundes (DJB). In dieser Zeit war er national wie international bestens vernetzt und setzte sich mit großer Leidenschaft und Hingabe für den Judosport in Deutschland ein. Seine Arbeit war für ihn stets mehr Berufung als Beruf. In der Jugend des DJB war Rainer Hussong eine feste Größe. Sein umfassendes Wissen über Satzungen, Ordnungen und den Judosport war ebenso geschätzt wie seine Erfahrung und seine stets offene und verlässliche Art. Dabei beschränkte sich sein Engagement keineswegs auf die Arbeit am Schreibtisch. Auch auf und neben der Matte war er eine prägende Persönlichkeit: als Judoka, Trainer, Kampfrichter, Funktionär und in vielen weiteren Funktionen. Der Träger des 7. Dan war für unzählige Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer sowie Funktionäre über Jahrzehnte ein kompetenter und verlässlicher Ansprechpartner.
Von Juli 1979 bis Februar 2016 stand Rainer Hussong in den Diensten des DJB. Er organisierte und begleitete unzählige Jugendvollversammlungen und war für die Listenführung bei den nationalen Meisterschaften verantwortlich. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Tätigkeit war die Organisation und Betreuung des deutsch-japanischen Jugendaustauschs. Darüber hinaus begleitete er die DJB-Jugend bei zahlreichen Maßnahmen und Veranstaltungen – unter anderem beim jährlichen Winterlehrgang für den männlichen Kader in Eggberge, beim Bundesjugendtreffen der Deutschen Sportjugend sowie beim Jugendlager anlässlich der Weltmeisterschaften 2001 in München. Auch die Entwicklung der Judo-Wettkämpfe im Rahmen des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ unterstützte er maßgeblich.
Nebenher engagierte sich Rainer Hussong in seinem Heimatverein PSV Mainz, mit dem er auch über viele Jahre einen Japan-Austausch mit der Stadt Hamamatsu durchführte. Im Gesamtverein des PSV Mainz war er bis zuletzt als Schatzmeister tätig.
Mit Rainer Hussong verliert der deutsche Judosport einen engagierten Wegbegleiter, einen erfahrenen Funktionär und vor allem einen Menschen, der über Jahrzehnte hinweg für den Judo-Nachwuchs und den Sport gelebt hat.
Wir werden Rainer Hussong stets in dankbarer Erinnerung behalten. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl gelten seiner Frau, seiner Tochter und allen Angehörigen.