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20.09.2026

UWV in Kienbaum

Derzeit bereiten sich die WM-Starter in Kienbaum auf die Weltmeisterschaften vor.

Birgit Arendt

Foto: Sportfotos24/Thomas Wetzel

Die Trainingsmatte in Kienbaum ist rappelvoll. Ca. 150 Männer und 100 Frauen aus Deutschland und zehn Gastnationen trainieren in der Unmittelbaren Wettkampf-Vorbereitung. Top-Athleten aus Österreich mit Cheftrainerin Yvonne Snir-Bönisch, aus dem Kosovo, Kroatien und Slowenien, Schweden, Finnland, Ungarn, Griechenland und der Schweiz sowie eine Delegation aus Australien nutzen das Trainingscamp, um sich gemeinsam auf die WM vorzubereiten. Das Programm ist vielfältig und neben dem Schwerpunkt Randori gibt es auch Individualtraining für unsere Athleten, Hochbelastungstage, gepaart mit Erholungseinheiten, aber auch Ernährungsberatung und vielem mehr. 

Für Physiotherapeut Marco Welz, der seit Jahren die Nationalmannschaft betreut, ist dieses Trainingscamp besonders wichtig. „Die Athletinnen sollen fit und gesund sein. Deshalb ist die Vorbereitung sehr wichtig. Hier sehe ich, woran ich bei jeder einzelnen Athletin auch während der WM arbeiten muss. “ Besondere Bedeutung misst er dabei vor allem dem Tapen bei. „Das ist bei jeder Athletin super individuell und ich kann hier noch einmal prüfen, wie ich sie bestmöglich und optimal versorgen kann, damit alles gut passt.“ Bei der WM muss dann alles sehr harmonisch laufen, es darf keinen Stress für die Sportler geben, nur weil das Tape vielleicht zu locker oder zu fest sitzt.  

Für Trainer Karl-Richard Frey ist diese Unmittelbare Wettkampf-Vorbereitung (UWV) eine große Aufgabe. Er ist als einziger deutscher Trainer im Männerbereich im Einsatz und dafür verantwortlich, dass das Trainingscamp mit den 150 Athleten läuft. „Es ist das erste Mal, dass ich die komplette Verantwortung für die UWV trage und es ist eine besondere Herausforderung, alles zu managen.“ Dabei ist er nicht nur für die Leitung des Trainings zuständig, auch die Anliegen der internationalen Gäste gehen alle über ihn, die Koordination der An- und Abreise und vieles mehr.  

Die Teams bereiten sich mit großem Engagement auf den Jahreshöhepunkt vor. Dabei können die Athleten und Athletinnen aus dem Vollen schöpfen. „Es gibt glücklicherweise derzeit keine größeren Blessuren und wir schauen mit Optimismus nach Baku“, sagt Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa. 

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