Vereinsfilm über Judowerte
Zum 25-jährigen Jubiläum des JC Wermelskirchen hat Filmemacher und Vereinsmitglied Lukas Zecher seinem Heimatverein ein besonderes Geschenk gemacht.

Entstanden ist ein emotionaler Film, der zeigt, was Judo ausmacht – und warum der Sport für viele Menschen weit mehr als Training und Wettkampf bedeutet..
Zwei Leidenschaften, ein Projekt
Für Lukas Zecher war es schon immer selbstverständlich, sich aktiv in seinen Verein einzubringen. Früher als Wettkämpfer, später als Trainer, Kampfrichter und Sponsor. Mit dem Jubiläumsfilm verbindet er nun die beiden Leidenschaften, die ihn seit seiner Kindheit begleiten: Judo und das Filmemachen.
Mit fünf Jahren hielt er erstmals eine Kamera in der Hand, ein Jahr später stand er zum ersten Mal auf der Judomatte. Beide Leidenschaften haben ihn geprägt und ihm unzählige besondere Momente, Freundschaften und Erfahrungen geschenkt. Heute betreibt Zecher eine eigene Film- und Videoproduktionsfirma und produziert Kampagnen für mittelständische Unternehmen und Konzerne.
Zum 25-jährigen Bestehen des JC Wermelskirchen war für ihn deshalb schnell klar, dass er seinem Verein etwas zurückgeben möchte.
Die Frage: Was ist Judo wirklich?
Während der ersten Konzeptionsphase stellte Zecher fest, dass es kaum Filme gibt, die emotional, inspirierend und zugleich hochwertig vermitteln, was Judo eigentlich ausmacht. Dabei war ihm schnell klar, dass die Antwort nicht von ihm selbst kommen sollte.
„Ich habe nur meine eigene Perspektive auf den Sport“, erklärt er. Stattdessen sollten diejenigen zu Wort kommen, die den Verein und den Judosport jeden Tag leben.
Was bedeutet Judo für sie? Was hat Judo mit ihnen als Menschen gemacht? Warum kommen sie Woche für Woche wieder auf die Matte?
Die Antworten auf diese Fragen wurden zum Herzstück des gesamten Projekts.
Ein Film von der Gemeinschaft für die Gemeinschaft
Die Begeisterung für die Idee war von Beginn an groß. Mehr als 100 Menschen wirkten schließlich an dem Film mit. Bereits am Morgen des Drehtages unterstützten zahlreiche Ehrenamtliche beim Aufbau des Studios, bei der Technik und bei der Organisation vor Ort.
Für Zecher wurde dabei einmal mehr deutlich, was den Verein auszeichnet: Gemeinschaft.
Während der Interviews entstanden ehrliche, emotionale und inspirierende Gespräche, die eindrucksvoll zeigen, welchen Einfluss Judo auf das Leben vieler Menschen hat.
Top-Athleten geben persönliche Einblicke
Auch erfolgreiche Athletinnen und Athleten des Vereins kommen im Film zu Wort. Darunter Hannah Glauner, Luke Cabecana, Caroline Scheida und Julius Glaser.
Für Hannah Glauner ist Judo weit mehr als nur Leistungssport:
„Für mich ist Judo ein Ausgleich für alles. Egal was los ist, sobald ich Judo mache, kann ich abschalten. Aber nicht nur der Sport an sich bedeutet mir viel, auch die Menschen, Erfahrungen und Erlebnisse, die ich kennenlernen und erleben durfte, machen Judo so besonders für mich.“
Besonders hervor hebt sie die familiäre Atmosphäre im Verein:
„Der JCWK ist für mich wie eine zweite Familie. Ich weiß, dass ich von dem gesamten Verein immer volle Unterstützung habe. Viele Menschen kenne ich schon seit fast zehn Jahren und sie sind mir sehr ans Herz gewachsen. Der Filmdreh hat mir gezeigt, dass der JCWK eine riesige Familie ist, die alle für den Verein brennen.“
Auch Luke Cabecana verbindet mit dem JC Wermelskirchen prägende Erinnerungen:
„Der JCWK war für mich der richtige Start mit Wettkämpfen im Judo. Dadurch, dass es mir so viel Spaß gemacht hat dort zu trainieren, bin ich immer ehrgeiziger geworden und nun bestimmt Judo mein ganzes Leben.“
Neben dem sportlichen Weg hebt er vor allem die Gemeinschaft hervor:
„Ich habe dort einen Teil meiner besten Freunde gefunden. Unter anderem, weil wir im Verein grundsätzlich eine sehr familiäre Atmosphäre haben.“
Vom Filmprojekt selbst zeigte er sich ebenfalls begeistert:
„Der Filmdreh war sehr professionell und gut organisiert. Lukas war hochmotiviert und energiegeladen. Er hat uns seine Vision erklärt und es hat einfach Spaß gemacht, ein Teil davon zu sein.“
Aus einem Vereinsfilm wird eine Botschaft für den Judosport
Während der Postproduktion wurde Zecher zunehmend bewusst, welches Potenzial in den gesammelten Geschichten steckt. Die Aussagen der Beteiligten gingen weit über die Grenzen des Vereins hinaus.
Deshalb entschied er sich, sämtliche Inhalte auch ins Englische zu übersetzen. Sein Ziel wurde größer: Nicht nur einen Film für den JC Wermelskirchen zu schaffen, sondern möglichst viele Menschen für den Judosport zu begeistern.
Aus diesem Grund teilte er den Film unter anderem mit dem Deutschen Judo-Bund, dem Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband, der Europäischen Judo-Union und der Internationalen Judo Federation.
Judo ist mehr als Sport
Die zentrale Botschaft des Films zieht sich wie ein roter Faden durch alle Interviews:
Judo ist weit mehr als Techniken, Wettkämpfe und Medaillen. Judo vermittelt Werte. Judo schafft Gemeinschaft. Judo formt Menschen.
Und manchmal wird aus einem Verein ein zweites Zuhause.
Mit „Das ist Judo – Das ist JCWK“ ist ein Film entstanden, der genau diese Botschaft eindrucksvoll transportiert und zeigt, welche besondere Kraft in unserem Sport steckt. Wenn der Film dazu beiträgt, neue Menschen für den Judosport zu begeistern, hat er sein Ziel bereits erreicht.
Film: Lukas Zecher / https://www.from-above-film.de/