Wilhelm Höfken verstarb im Alter von 85 Jahren
Der Deutsche Judo-Bund (DJB) trauert um sein Ehrenmitglied Wilhelm Höfken, der am Donnerstag im Alter von 85 Jahren verstorben ist.
Erik Gruhn

Wilhelm „Willi“ Höfken stand von 1992 bis 1996 als Präsident an der Spitze des Deutschen Judo-Bundes (DJB). In dieser Zeit übernahm er zudem das Amt des Vizepräsidenten der Europäischen Judo-Union (EJU). Der Träger des 6. Dan erhielt für seine herausragenden Verdienste im Sport 2007 das Bundesverdienstkreuz.
Zum Judosport fand Höfken im Jahr 1968. Bevor er seine langjährige Tätigkeit in den Judo-Verbänden aufnahm, war er über viele Jahre als erfolgreicher Trainer in der Judoabteilung des Polizeisportvereins Recklinghausen tätig. Für sein großes Engagement wurde der Marler dort mit dem Goldenen Lorbeerblatt, der höchsten Auszeichnung des Vereins, geehrt.
Wilhelm Höfken war von 1987 bis 1999 Präsident des Nordrhein-Westfälischen Judo-Verbandes (NWJV). Bereits zuvor hatte er sich über viele Jahre in verschiedenen Funktionen für den Landesverband engagiert: Von 1974 bis 1982 war er Vorsitzender des Rechtsausschusses, von 1982 bis 1987 NWJV-Sportwart. Zudem erwarb er die Bundeskampfrichterlizenz. 2000 wählte die Mitgliederversammlung des NWJV ihn zum Ehrenpräsidenten.
Noch bis vor wenigen Jahren war Höfken sowohl beim NWJV als auch beim DJB als Good-Governance-Beauftragter tätig. Seine Nachfolger im Verband schätzten den Elektroingenieur als kompetenten und verlässlichen Berater, der seine große Erfahrung und Expertise jederzeit zur Verfügung stellte und damit weiterhin wichtige Impulse für das Verbandsgeschehen gab.
Mit Wilhelm Höfken verliert der Judo-Sport einen verdienten Judoka, engagierten Funktionär und guten Freund. Über fünf Jahrzehnte stellte er sein Wirken in den Dienst des Judo.
Der DJB wird Wilhelm Höfken ein ehrendes Andenken bewahren. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.