Zwei fünfte Plätze
Sara-Joy Bauer und Miriam Butkereit werden in Ulaanbaator am zweiten Wettkampftag jeweils Fünfte.
Birgit Arendt

Nach einem Auftaktkampf nach Maß gegen die Kasachin Yergaliyeva kämpft Sara-Joy Bauer in der 63-Kilo-Klasse gegen die an Nr. 1 gesetzte Iva Oberan aus Kroatien. Zunächst liegt sie nach eineinhalb Minuten mit Yuko hinten, startet jedoch eine Aufholjagd, wirft eine halbe Minute vor Kampfende auf Waza-ari und geht in eine Haltetechnik über. Damit gewinnt sie mit Ippon und steht im Poolfinale gegen die Russin Liluashvili. Im Golden Score nach viereinhalb Minuten wirft die Russin auf Ippon und schickt damit unsere Athletin in die Trostrunde. Gegen die Italienerin Avanzato führt sie schnell mit Waza-ari. Die Italienerin wehrt sich zwar mit zwei Yuko, unmittelbar vor Kampfende dann aber noch ein Ippon für Sara-Joy Bauer. Im Kleinen Finale gegen die Österreicherin Lubjana Piovesana gerät sie nach einer Minute mit Waza-ari in Rückstand. Zwar gelingt ihr noch eine Yuko-Wertung, die reicht jedoch nicht aus und sie wird am Ende Fünfte. „Es war sehr eng und es ist ein guter 5. Platz“, sagt Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa. „Sie ist ein echtes Talent und hat im internationalen Bereich den Übergang von der U21 in den Frauen-Bereich sehr schnell geschafft.“ Sara-Joy Bauer hat in diesem Jahr bereits in Kasachstan Bronze gewonnen, in Linz war sie Fünfte.

Miriam Butkereit gewinnt nach einem Freilos gegen Muradova aus Turkmenien nach weiniger als zwei Minuten mit einer Haltetechnik und kämpft dann gegen die Russin Taimazova, Olympiadritte von Tokio und WM-Dritte in Abu Dhabi 2024. „Es war ein knallharter Kampf“, schätzt Claudiu Pusa ein. Am Ende gewinnt Miriam Butkereit nach reichlich sechs Minuten in einem taktisch geführten Kampf mit der 3. Strafe für die Russin. Das Poolfinale gegen Maya Goshen aus Israel gewinnt unsere Athletin mit einer Haltetechnik und steht im Halbfinale. Sowohl das Halbfinale als auch das Kleine Finale verliert Miriam Butkereit jedoch mit jeweils drei Strafen und wird Fünfte.
„Miriam hat sehr stark angefangen. Mit der dritten Strafe im Halbfinale und der zweiten im Kampf um Bronze hadere ich noch ein bisschen, aber wer auf so einem starken Turnier um die Medaillen kämpft, der ist schon richtig gut.“
Dena Pohl hat in ihrem ersten Kampf mit 16 Sekunden bis zum Ippon kurzen Prozess gemacht, verliert jedoch dann gegen die Israelin Novitzky mit Yuko und scheidet aus.
Auch Friederike Stolze gewinnt ihren ersten Kampf nach knapp über einer Minute und verliert dann jedoch gegen Piovesana mit drei Strafen und scheidet aus.
„Es ist schade, dass wir heute zwei Big Points verloren haben, aber dennoch hat keiner der vier Athleten enttäuscht“, sagt Claudiu Pusa.
Wettkampfergebnisse: