Kandidaten

Für 2021 zeichnen DJB und Judo Magazin in den Kategorien "Spitzensport", „Besonderes Engagement“ und "Besonderes Engagement in der Pandemie" einen verdienten Judoka als „Trainer des Jahres“ aus. Aus den eingegangenen Vorschlägen hat die Jury jeweils drei Kandidaten bestimmt. Über sie können sich nun alle Judokas ein Urteil bilden und in einer Online-Abstimmung bis 30. November 2021 mitentscheiden.

Votet jetzt für euren Favoriten!


Kategorie "Spitzensport"

Andreas Esper, 58 Jahre

  • Verein: JC Rüsselsheim

Der Heimtrainer des Olympiazweiten Eduard Trippel ist beim JCR seit 25 Jahren Trainer im Leistungssportbereich. Vor Trippel, den er seit der Jugend individuell betreut, hat er schon Riccarda Rau, Frank Conrad und Tobias Schirra zu nationalen Meistertiteln geführt. Esper wird als „entscheidendes Puzzleteil“ für den Olympiatriumph Trippels wahrgenommen.

Patrick Kuptz, 47 Jahre

  • Verein: JT Hannover

Der niedersächsische Landestrainer und Schnittstellentrainer am Olympiastützpunkt betreut in Hannover die Welt- und Europameisterin der U21, Anna Monta Olek, und mit Laila Göbel und Friederike Stolze zwei weitere Starterinnen der U21-Weltmeisterschaften.

Jürgen Öchsner, 51 Jahre

  • Verein: JC Balingen

Er ist seit 2019 Bundestrainer der gehörlosen Judokas, bei den Europameisterschaften erreichte sein Schützling Daniel Scheller Rang drei. Zuvor war er hauptamtlicher Trainer der TSG Backnang sowie Cheftrainer des TSV Abensberg, wo er unter anderem Raffaella Igl betreute, die 2018 Siegerin der Olympischen Jugendspiele wurde.


Kategorie "Besonderes Engagement"

Andrea Haarmann, 57 Jahre

  • Verein: TSG Sprockhövel

Die Trainingsangebote der Trainerin und Abteilungsleiterin zeichnen sich durch Vielfältigkeit, die Vermittlung von Werten und die Förderung jedes einzelnen Teilnehmenden aus. Für sie ist es selbstverständlich, für die Mitglieder jederzeit ansprechbar zu sein. Während der coronabedingten trainingsfreien Zeit hielt sie Kontakt zu jedem Mitglied und traf sich schnell mit den jungen Judokas und deren Geschwisterkindern und Freunden zum Outdoor-Training. Sie bereitete digitale Kyu-Prüfungen vor, übermittelte Übungen an die Judokas und nahm im Einzeltermin digital die Prüfung ab.

Martin Gräfe, 41 Jahre

  • Verein: TSC Münster-Gievenbeck

Er engagiert sich seit 2005 als Jugendtrainer (A-Lizenz) und ist seit 2006 Abteilungsleiter. Zweite Säule seines Engagements ist das „Judo-Leuchtturmprojekt“ für Grundschülerinnen der dritten Klasse, das er 2018 in Kooperation mit der Stadt Münster ins Leben rief. Dabei gibt er fünf Wochen lang eine Einführung ins Judo und die Judowerte. Bislang nahmen mehr als 4.500 Schüler aus 40 Grundschulen teil.

Christian Zeilermeier, 49 Jahre

  • Verein: Sportfreunde Harteck München 

Der erblindete Träger des 5. Dans (Weltmeister Para-Judo 1995) fungierte an all seinen beruflichen Standorten als Vereinstrainer und hielt auf allen Ebenen Inklusionslehrgänge. Im Bezirk München ist er stellvertretender Lehrreferent und im Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern stellvertretender Abteilungsleiter. Zudem engagiert er sich für krebskranke Kinder und in der Rechtsberatung im Sozialverband. Er unterstützte die Flucht der afghanischen Judotrainerin „Lina“ aus Kabul (siehe JM 10-2021).


Kategorie "Besonderes Engagement in der Pandemie"

Irina Arends, 32 Jahre

  • Verein: Stella Bevergern

Direkt nach dem Lockdown im März 2020 organisierte sie das Onlinetraining und Herausgeben der Matten und bot täglich Gürtelprüfungs- und Athletiktraining an. Am 7. April 2020 führte sie die erste Onlineprüfung im NWJV durch und beriet danach andere Vereine. Während des zweiten Lodckdowns bot sie Online-Taiso an. Zudem organisierte sie Online-Workshops an Wochenenden und veranstaltete einen Spendenlauf der Judoabteilung zugunsten eines Kinderhospizes.

Carolin Charina Jeromin, 35 Jahre

  • Verein: Hansa Sportverein Stöckte 

Sie engagiert sich seit mehr als zehn Jahren als Abteilungsleiterin und Jugendwartin für den Nachwuchs. Seit Pandemiebeginn investiert sie noch mehr Zeit und konnte mit vielen kreativen Aktionen die Mitgliederzahl im Verein halten. Neben fünf Einheiten Onlinetraining die Woche arrangierte sie unter anderem einen Kata-Cup@home, eine Online-Quizshow, Athletikwettbewerbe oder die „Schlag-den-Judoka“-Challenge.

Cosmin Lazarean, 31 Jahre 

  • Verein: Judoschule Bonn

Nachdem er in der Pandemie seine Festanstellung im vorherigen Judoverein verlor, gründete er mit seinem Freund Florin Petrehele einen neuen Verein, um Kinder und Jugendliche in Bewegung zu bringen. Der im Dezember 2020 gestartete Verein Judoschule Bonn hat inzwischen mehr als 50 aktive Mitglieder. Lazarean arbeitet ehrenamtlich ohne Aufwandsentschädigung neben seiner Lehrtätigkeit an Schulen. Auf seine Initiative hin und mit einem schlüssigen Konzept kann der Verein am Landesprogramm „Extra-Zeit zum Lernen“ teilnehmen.     