Best practice

In diesem Bereich wollen wir "Best practice"-Beispiele von Vereinen aufführen. Viele Judoclubs gehen in Zeiten von Corona neue Wege und finden kreative Lösungen, um ihren Vereinsmitgliedern etwas zu bieten und in Kontakt zu bleiben. Ob Online-Training, Judo-Safari@home oder andere Vereinsaktionen, wenn ihr einen Bericht und/oder Bilder zu EURER tollen Vereinsaktion beisteuern könnt, dann her damit. (Per E-Mail an Ellen Schick unter eschick(at)judobund.de)

So gebt ihr anderen Vereinen einen kreativen Input und evtl. kann man sich austauschen. Damit alle Judoclubs in Deutschland bei Bedarf in Kontakt treten können, solltet ihr euren Verein dringend in der DJB-Vereinsdatenbank registrieren.

Die "Best practice"-Beispiele werden dann hier veröffentlicht:


Der Polizeisportverein Königsbrunn ist weiter aktiv. Was bewegt ältere Sportler mit Judo anzufangen – und in der Corona-Krise weiterzumachen - carpe Judo?

Jeder Mensch altert auf ganz natürliche Weise, was aber nicht heißt, dass er auf Sport und Spaß verzichten muss. Wer rastet der rostet – heute so wichtig wie damals. Im Polizeisportverein Königsbrunn unter der Leitung von Diplomtrainer Johannes Daxbacher hat eine große Erwachsenengruppe den Kampfsport Judo als den geeigneten Sport gefunden, um sich körperlich und geistig fit zu halten, sogar während der erschwerten Bedingungen der Coronazeit.

Aber was ist das, was Judo so faszinierend macht? Ist es populäres fernöstliches Flair?

Die Antwort darauf und den vollständigen Bericht finden Sie im Zeitungsartikel: https://www.stadtzeitung.de/region/koenigsbrunn/sport/bewegt-aeltere-sportler-judo-anzufangen-corona-krise-weiterzumachen-carpe-judo-id213984.html

Text: Claudia Kirchberger

Bild: Marc Schwalbet


Erfolgreicher Doppellehrgang in der Oberpfalz

Nachdem die Regelungen zur 6. Infektionsschutzmassnahme Judo in Bayern erlaubten konnte die Jugendleitung mit dem Ausrichter, dem TSV Wörth a.d. Donau, die Planung und Ausschreibung des kombinierten Trainerweiterbildung- und Förderlehrganges aufnehmen.

Fünf Nächte mit dem Ringen um die Formulierung und Durchführung des Hygienekonzeptes, dem Warten auf Freigabe oder Ablehnung durch die zuständigen Behörden ließen dann Doppellehrgang am 4. Oktober zu. Bei strahlendem Kaiserwetter trafen dann die Teilnehmer ab 9:00 Uhr in der Früh ein um sich durch Anwesenheitslisten, Hygiene und Desinfektionsutensilien zu den ausgeschilderten Sammelplätzen zu begeben.

Nichts ist besser als Jungtrainer und Trainerassistenten von den Spitzentrainern der Oberpfalz an willigen Lehrgangsteilnehmern auszubilden. Damit kommt man den Judowerten deutlich nach und schließt die Lücke „alten“ Trainern und dem hoffnungsvollen Trainernachwuchs mit Respekt und Wertschätzung. Der Nutzen für alle drei Gruppen ist offensichtlich, nämlich kleine Gruppen gerade in Corona Zeiten, und dadurch intensives lernen und lehren für Alle.

Der auf 50 Teilnehmer*innen festgelegte Kreis schrumpfte schlussendlich- 50 Meldungen lagen vor- und da sich wirklich alle an die im Vorfeld ausgegebenen Regeln hielten, auf 3 Bezirkstrainer, 8 Trainerlehrlinge und 30 Förderjugendliche zusammen.

Ziel der Veranstaltung war nach der langen Abstinenz den KaderU15 sowie den Kadernachwuchs auf Herz und Nieren nach den Kaderkriterien der Oberpfalz zu testen. Für die Nachwuchstrainer hieß es diese Kriterien und Methoden zu verinnerlichen und in die Heimatvereine zu transferieren.

Nach zweimal zwei Stunden Intensivtraining, unterbrochen von 2 Stunden lüften und mattenputzen, ging es mit vielen neuen Eindrücken und dem Arbeitsheft „mein Weg zum erfolgreichen Judo“ wieder nach Hause.

Dank an die Verantwortlichen und das Team der Judoabteilung des TSV Wörth an der Donau sowie den Bezirkstrainern Manfred Schmidt, Stefan Bolleininger und Thomas Kraus für ihren Einsatz bei der Vor- und Nachbereitung sowie der Durchführung des Lehrganges.

 

Text und Bilder: Reiner Brinkmann (Jugendleiter Judo (M) Oberpfalz)


DJB-Team-Cup Bayer Leverkusen vs. TSC Münster-Gievenbeck

Nachdem der DJB den für Ende 2020 geplanten Jugendpokal U15 und U18, die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft dieser Altersklassen, absagte, versuchte er durch den DJB Team Cup der U15 und U18 eine alternative Maßnahme - in Corona Zeiten - zu organisieren. Dabei können sich die Vereinstrainer untereinander zu Mannschaftskämpfen ihrer Athleten verabreden, deren Ergebnisse dann auf der Homepage des DJB veröffentlicht werden.

Die TSC Judoka waren hierbei Vorreiter: in Anlehnung an diesen Cup, der vom 01.10.-15.12.2020 läuft, trafen sie am Samstag auf die U15 und U18 Kämpfer des TSV Bayer 04 Leverkusen ! Die beiden verantwortlichen Trainer, Michael Weyres für Leverkusen und Martin Gräfe für Gievenbeck, hatten sich dafür auf Kämpfe in der U15 -40kg, -43kg, -50kg, -55kg, -66kg und +66kg und der U18 -50kg, -55kg, -60kg, -66kg, -73kg, -81kg und +81kg geeinigt. Nach dem ersten Durchgang der U15 und der U18 folgte sodann eine Rückrunde, wodurch möglichst viele Kämpfe unter Turnierbedingungen stattfinden konnten.

Die TSC Judoka konnten in ihren Kämpfen nach der langen Corona-Pause wertvolle Kampferfahrungen sammeln und damit langsam den Wiedereinstieg in den Turniersport schaffen.

 


Judo sein, Judo bleiben, Judo zeigen

Judo sein und vor allem Judo zeigen hieß es für die Judoka Sachsen-Anhalts am Wochenende der 30. Wiedervereinigung Deutschlands.

Am 03. und 04. Oktober fand der 3. Landesmannschaftscup, unter veranstaltender Hand der Domfalken Naumburg, des JC Halle und des PSV Anhalt Zerbst, ausgerichtet vom PSV Merseburg statt.

Der vollständige Bericht ist hier zu finden: http://www.jvst.de/de/artikel/2020/2020_MC.html


Mit "Abstand" ein großartiges Turnier

Immer mehr Vereine trotzen der Corona-Krise und führen unter strengen Hygienevorschriften Training und sogar Wettkämpfe durch. Die Sportlöwen Leipzig sind ein weiteres gutes Beispiel für eine gelungene Veranstaltung in Zeiten von Corona.

Am 04.10.2020 fand im Leipziger Stadtteil Lindenau eine Premiere statt: Die Leipziger Sportlöwen, der größte Judoverein in Mitteldeutschland, haben ein Corona-Hygieneregel-konformes Vereinsturnier organisiert, um den Sportler*innen der U9 und U11 die Chance für eine erste Wettkampferfahrung zu bieten. Denn seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie gab es keine Wettkämpfe mehr.

Zusammen mit den Judoka des SC DHfK (8 Sportler) standen ganze 80 Sportler auf der Tatami. Um trotzdem einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten und das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, wurden die Sportler schon in der vergangenen Trainingswoche gewogen und im Voraus in 20 gewichts- und altersspezifische Gruppen eingeteilt. Der Wettkampf wurde gestaffelt in vier Durchgängen durchgeführt, sodass sich maximal 25 Athleten gleichzeitig in der Sporthalle aufhielten. Somit wurden die Hygiene-Auflagen erfüllt.

Währenddessen gab es für die Eltern die Möglichkeit, das Geschehen vor der Halle auf zwei Bildschirmen oder auf mobilen Geräten im Livestream zu verfolgen. Die Versorgung mit Kaffee- & Teespezialitäten hat der freundliche Barista von Green Temper Coffee übernommen, der mit einem sehenswerten Oldtimer vor Ort war. 

Für den hauptamtlichen Trainer Sebastian Hampel war gehörten diese beiden Punkte zum Erfolgsrezepte an diesem Wochenende. 

„Dank des Live Streams konnte jeder die Kämpfe verfolgen, auch die Oma aus Thüringen. Das mobile Kaffeecatering mit einem professionell Barista ist bei uns schon obligatorisch und dieser Service wird von den Eltern und auch den Helfern sehr geschätzt."

Die Siegerehrung fand dann bei strahlendem Sonnenschein vor der Halle, auf dem Mehrzweckfeld statt. Neben Urkunden und Medaillen gab es für alle Sieger auch eine T-Shirt aus der Vereinskollektion.

Präsident Tino Rose war dementsprechend glücklich über die Wettkampfpremiere: „Der gestaffelte Wettkampfmodus ist fantastisch. Nach genau 90 Minuten ist ein Durchgang vorbei – das ist entspannt für die Kinder, die Eltern und auch die Helfer. Auch unser Hygienekonzept lässt sich so recht leicht umsetzen. 

Besonders stolz bin ich über die starke Beteiligung. Aus unseren 3 Trainingsgruppen (U9 + U11) waren heute über 70 Kinder dabei. Ich denke für die Kinder und auch die Eltern war das heute ein großartiges Turnier.“


Landesmannschaftscup im Livestream

Trotz der aktuellen Corona-Situation kämpfen am Wochenende des 3. und 4. Oktober einige Mannschaften in Sachsen-Anhalt ihr bestes Team aus. Zum dritten Mal in Folge findet der in Eigenregie der Vereine organisierte "Landesmannschaftscup" statt. Der zweite Wettkampftag ist live im WDR-Livestream zu sehen!

In den letzten zwei Jahren hatten sich jeweils zehn Teams aus Sachsen-Anhalt zusammengefunden und um den Titel gekämpft. Durch die aktuelle Situation, die vielen Vereinen erst seit wenigen Wochen ein Training erlaubt, ist die Beteiligung dieses Jahr geringer. Doch immerhin konnten fünf Teams bzw. Kampfgemeinschaften bei den Männern und drei Teams bei den Frauen auf die Beine gestellt werden.

Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen wird zweimal Jeder-gegen-Jeden gekämpft und so das Landessieger-Team ermittelt. Am Samstag kämpfen die Frauen in der Merseburger Rischmühlenhalle ihre Sieger komplett aus, die Kämpfe der Männer verteilen sich auf beide Tage.

Am zweiten Wettkampftag werden alle Kämpfe live durch den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) auf deren Website gestreamt. Als Kommentatorin wird die ehemalige Top-Athletin und Olympiateilnehmerin Annett Böhm vor Ort sein. Hier geht`s zum Livestream...

Das Highlight bildet am Sonntag zum Abschluss ein Freundschafts-Mix-Team-Wettkampf zwischen einem "All-Star-Team" der teilnehmenden Mannschaften und einer Mannschaft aus Mitgliedern aller Bundesliga-Teams des JC Leipzig.


Kata-Seminare jetzt online

Mittwoch ist Kata-Tag! In den nächsten Wochen werden jeweils mittwochs ab 19:30 Uhr verschiedene Kata-Seminare angeboten. Ihr werdet online von Top-Referenten geschult und weitergebildet. Los geht es schon nächste Woche mit der Nage no kata. Jetzt anmelden und dabei sein!

In der aktuellen Corona-Pandemie müssen neue Wege bestritten werden und Online-Seminare sind ein Teil davon. Aus den neuen Herausforderungen ergeben sich aber auch Chancen. Mit den Seminaren kann jeder interessierte Judoka ohne lange Anfahrt oder anderen organisatorischen Aufwand dabei sein. Anmelden und teilnehmen – so einfach ist es!

Hier eine detaillierte Anleitung zur Anmeldung in Zoom…

Die Kata Online-Seminare richten sich an alle Judoka, egal ob jung oder alt, Kata-erfahren oder Neueinsteiger. Wir möchten eine Vielzahl an Judoka erreichen von Nord nach Süd, von Ost nach West. Unter fachkundiger Anleitung der DJB Kata-Kommission und erfahrener Athleten werden wir eine kurze theoretische Einführung in die jeweilige Kata geben und anschließend an Videobeispielen auf jede einzelne Technik der Kata detailliert eingehen, die Knackpunkte der Technik herausarbeiten und Gelegenheit zum Austausch bieten. 

Hier die allgemeinen Abläufe der Seminare im Überblick:

  • Begrüßung 
  • Vereinbarungen zu Bedienung und Interaktion (Mikrofone, Chat, Darstellung, …)
  • Theoretische Einführung zur jeweiligen Kata 
  • Erklärungen zu den einzelnen Techniken:
  • Erklärung der Knackpunkte der Technik
  • Gelegenheit zu Verständnisfragen
  • Abschließende Diskussionsrunde
  • Feedback

Im Fokus steht das Verdeutlichen der Funktionalität der jeweiligen Technik - der Interaktion von Tori und Uke, von Angriff und Verteidigung - und nicht die Kopie einer äußeren Form.

Die Seminare beginnen immer um 19:30 Uhr:

  • Mittwoch, 16.09.2020 Nage no kata - Referenten: Stefan Bernreuther, Jochen Müller
  • Mittwoch, 23.09.2020 Katame no kata - Referenten: Sebastian Frey, Stefan Bernreuther
  • Mittwoch, 30.09.2020 Ju no kata - Referenten: Wolfgang Dax-Romswinkel, Magnus Jezussek
  • Mittwoch, 07.10.2020 Kodokan Goshin jutsu - Referenten: Kalle Bartsch, Sebastian Frey
  • Mittwoch, 14.10.2020 Kime no kata - Referenten: Magnus Jezussek, Jochen Müller
  • Mittwoch, 21.10.2020 Koshiki no kata - Referenten: Kalle Bartsch, Wolfgang Dax-Romswinkel

(Einlass in die virtuelle Veranstaltung ab 19:15 Uhr), Dauer ca. 1,5 - 2h je nach Verlauf

Mit den neu angebotenen Kata-Seminaren hab ihr die Möglichkeit online in die Welt der Kata einzutauchen und aus euren eigenen vier Wänden daran teilzunehmen. Die Anmeldung zu diesen kostenlosen virtuellen Veranstaltungen läuft über das Buchungsportal doo.net. Die Anmeldelinks findet ihr in der Ausschreibung. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt - jetzt anmelden und dabei sein!


Trainingsturnier statt Bundesliga in Speyer

Eigentlich hätte am 19.09.2020 den ganzen Tag Hochbetrieb im Speyerer Judomaxx herrschen sollen. Doch die Corona-Pandemie ändert in diesem Jahr alles. Der JSV Speyer hat für seine Athleten aber ein attraktives Alternativprogramm geboten. 

Ein Dreifach-Kampftag der 1. Bundesliga der Männer und der Frauen sowie der 2. Bundesliga der Frauen war im Terminplan vorgesehen. Doch bekanntlich kam alles anders – pandemiebedingt wird es in diesem Jahr kein Bundesliga-Judo in Speyer geben, die Bundesligen werden jeweils an einem einzigen Tag im Turniermodus ausgekämpft.
Ganz leer ist die Halle aber an diesem Samstag trotzdem nicht geblieben. Die Trainer Volker Heyer, Peter Lichtmannegger, Markus Kost ( JSV) und Aydin Kempirabaev ( HHG Kaiserslautern) hatten ihre Athleten zu einem kleinen Trainingsturnier geladen. In sieben Gruppen zu jeweils vier Personen konnten sich die Judokas zum ersten Mal nach sechs Monaten wieder unter Wettkampfbedingungen messen. 

Wenigstens ein kleiner Ersatz für den ausgefallenen Höhepunkt des Jahres und für die JSV-Familie eine Gelegenheit, um sich endlich wieder zu sehen. „Endlich wieder ein wenig Wettkampf-Stimmung zu spüren, ist richtig schön“, so die Judomama Hüsneye, die die Kämpfe der eigenen Kinder mit Spannung verfolgt. „Ich war solange nicht mehr im Judomaxx. Ich freue mich so sehr, alle wieder zu treffen.“ 

Auch die U21-Kämpferin Vanessa Adam war froh über die Rückkehr zu einer sportlich zumindest ansatzweisen Realität: Es war schön, wieder im Wettkampfmodus und unter Druck zu kämpfen, auch wenn es die gleichen Trainingspartner waren“. Da die Regel galt, dass unabhängig der erzielten Wertung jeder Kampf mindestens vier Minuten gehen musste, und alle mindestens vier Kämpfe hatten, bestand die Möglichkeit, viele Techniken auszuprobieren. „Es war sehr anstrengend. Ein Kampf von mir ging sogar 15 Minuten. Die Anstrengung haben wir alle noch am Sonntag gespürt. Aber es war toll!“, so Vanessa Adam.

Wer schon mal das „Großereignis“ Bundesligakampftag im Judomaxx erlebt hat, weiß, dass es weit mehr ist als „nur“ ein sportlicher Wettkampf. Jeder Kampftag ist zusätzlich ein großes Zusammentreffen der ganzen Vereinsfamilie. Egal ob Ur-Speyerer, Zugezogene oder Gäste aus dem Ausland, ob jung oder alt, sportlich aktiv oder passiv - es ist die bunte Vielfalt der Menschen, die an den Kampftagen zusammenkommen, die diesem Ereignis einen besonderen Charakter gibt.

Dementsprechend zahlreich sind die Menschen, die auf verschiedenster Weise zum Gelingen des Kampftages beitragen. Und so sind viele auch vom Ausfall der diesjährigen Heimkämpfe betroffen, alle auf ihrer eigenen Weise. JSV-Küchenchef Helmut Meier vermisst das Arbeiten mit seinem internationalen Küchenteam zur Bewirtung der Bundesligateams. So manche aus diesen Teams vermissen auch das mittlerweile legendäre Essen von Meier und seinem Team, das nach jedem Heimkampf auf sie und die Gastmannschaft wartet. Hierzu zählt sich auch Barbara Bandel, Teamchefin der Frauen-Bundesliga-Mannschaft des JSV. Für sie gibt es viele Gründe, die ausgefallenen Kampftage zu vermissen. Als Speyerer Eigengewächs ist sie dem Verein und ihrem Team nicht nur auf sportlicher, sondern auch auf persönlich-freundschaftlichen Ebene sehr stark verbunden. 

In diesem Jahr ist alles anders, aber der JSV Speyer gibt sich nicht geschlagen und versucht unter den gegebenen Umständen das Beste daraus zu machen. Der Verein gibt seinen Mitgliedern Hoffnung und mit diesem Trainingsturnier zumindest ein kleines bisschen Normalität zurück.

Seid Judo – Bleibt Judo!
 


Judo-Premiere in der Königstherme

Trotz der anhaltenden Coronakrise nehmen nach und nach immer mehr Vereine das Training wieder auf. Unterstützung erfahren sie dabei von vielen Seiten. Der Judobetrieb für die Königsbrunner Polizei-Judoka ist nun wieder gewährleistet und mit Hilfe der Stadtverwaltung Königsbrunn können die Polizei-Judoka ihre Trainingsabende u.a. im ehemaligen Thermenbad "Königstherme" durchführen.

Johannes Daxbacher, Mitglied der Militär- und Polizeikommission der IJF, der ebenfalls am Programm „Judo für Äthiopier“ beteiligt ist, hat gemeinsam mit der Stadt das Training ermöglicht. Daxbacher erläutert: „Trotz des Lock Downs im Frühjahr und der auferlegten Sicherheitsregeln, die nur begrenzte Möglichkeiten zum Spielen und Judotraining bieten, haben unsere Judo-Schüler jetzt mit großer Freude wieder angefangen […]. Meine Frau Regina und ich haben große Unterstützung von der Verwaltung der Stadt Königsbrunn erhalten und wir können jetzt ein neues Dojo nutzen, welches ein ehemaliges Thermalbad ist und genügend Platz bietet!“

Gleich beim ersten Judotraining in der Königstherme wurde die neue Umgebung und natürlich auch das Mercateum erkundet. Das Mercateum ist als offizielles Denkmal den ersten Handelsbeziehungen (1505) mit Indien gewidmet. Gerhard Mercator war ein weltberühmter Kartograph und Geograph (1512 - 1594) und ist der Namensgeber für dieses Königsbrunner Museum. 
Mit großer Freude stellten sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Sonnenuntergang vor dem größten, auf historischer Kartografie beruhenden Globus der Welt, zum Judo-Gruppenbild mit Maske.

Unsere Mitglieder des Kokoro Judo Clubs, darunter Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sind sehr froh, dass unser Sport wieder stattfinden kann. Wir werden niemals aufgeben.“ so Johannes Daxbacher.

 

Text: Johannes Daxbacher/Nicolas Messner// Foto: Marc Schwalber
 


Sommerfest in der Oberpfalz

Den Kopf hängen lassen und Corona als eine der neuen sieben Plagen hinzunehmen war nicht das Ding der Oberpfälzer Judoka. So wurde kurzerhand ein zweitägiges Sommerfest geplant.

Anpacken, das Herz in die Hand nehmen und den Kopf nicht hängen lassen - mit diesem Ansatz trommelte die Jugendleitung 20 engagierte junge Menschen zusammen, um das Sommerfest in die Tat umzusetzen.

Wir lassen uns nicht unterkriegen und machen etwas für die Jugend war die Devise. Schnell war dann auch das Motto für das junge Team gefunden: Jugend stärken - Zukunft stärken.

Die Idee eines Sommerfestes stand schon lange im Raum und nun bot sie die Gelegenheit, das Sommerfest umzusetzen. Der Corona-Pandemie die Stirn bieten und im Rahmen der Regeln ein attraktives Angebot schaffen. Mit einem strengen Hygiene -Konzept und vielen guten Ideen, lädt das 20-köpfige Juniorteam der Oberpfälzer Judo Jugend nun zum Sommerfest am 5. und 6. September 2020 nach Wackersdorf an den Brückelsee ein. 

Jugendliche, die sich auch in der Jugendarbeit engagieren wollen, können bei einem Surf – und Standup Paddlingkurs, der bereits am Freitag 5.9. beginnt, die zukünftigen Kolleg*innen des Teams kennenlernen.

Zum Sommerfest am Samstagnachmittag und Abend sind auch Trainer und Betreuer der Oberpfälzer Vereine sehr gerne gesehen. 

Highlights: Wir werden paddeln, kanufahren, menschenkickern, grillen, gemütlichen Klönschnack am Lagerfeuer halten, alte Freunde wiedersehen und vieles mehr.

Hygiene und Corona: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung gültigen Hygiene- und Corona Bestimmungen des Freistaates Bayern

Anmeldeschluss ist der Freitag der 28. August. Anmeldungen bitte schriftlich mit diesem Formular an judojugendoberpfalz(at)web.de.
 


Feriencamp für Judokas in Maintal

Der Sport Club Budokan Maintal e.V. kehrt langsam wieder zum Alltag zurück. Am 28.05.2020 startete der SC Budokan mit einem Fitness- und Krafttraining für die Gruppen U11 - U13 und U15 - U20. Nun möchte der Verein wieder 2x die Woche das langersehnte Judotraining anbieten. Des Weiteren ist ein Feriencamp für die U11 – U13 geplant, welches in den ersten beiden Wochen der Sommerferien (06.07.2020 – 17.07.2020) stattfinden wird. Die zwei Wochen sollen den Kids die Möglichkeit geben ihre Gürtelprüfung zu absolvieren. Trainer Lukas Mack und Co-Trainer Eduard Ort haben ein tägliches Aufwärm- und Prüfungsprogramm für die Kids vorbereitet. Am letzten Tag des Feriencamps werden die Prüfungen abgenommen und die Ehrungen gefeiert. Natürlich werden hier auch alle Hygieneregeln eingehalten. Das Dojo wurde desinfiziert und die Gruppengröße beträgt max. 10 Personen pro Gruppe.
Der SC Budokan freut sich auf alle Teilnehmer.


Der SV Victoria Lauenau hat tolle Judo@home- und Outdoor-Angebote

Sie haben ein  judospezifisches Grundlagen-Koordinationstraining entwickelt, welches auf die Bewegungsprinzipien vorbereitet. 

Dieses liefert einen perfekten Übergang zum Techniktraining mit und ohne Kontakt im Stand oder am Boden. Dabei verwenden wir unter anderem Dummies aus Jacken, die wir mit Kissen ausfüllen, oder Stühle denen wir Jacken anziehen. Wir machen jedoch auch kontaktlose Partnerübungen, in denen die Judogürtel den verlängerten Arm von Uke darstellt und somit auch eine gewisse Zugspannung gewährleistet ist. Dadurch können verschiedene Wurfeingänge auch gegen Wiederstand trainiert werden. Die Übungen lassen sich gut aufeinander aufbauen und stetig steigern, wodurch auch komplexe Bewegungsabläufe dargestellt und je nach Leistungsstand sowie Altersgruppe angepasst werden können.

Der Judogürtel dient uns auch als Korrekturhilfe bei den Tandoku renchus sowie bei den Falltechniken, da wir Trainer nicht in direkten Kontakt gehen können.  Ebenso kann er als Distanzorientierung und als Hilfsmittel bei Fangspielen eingesetzt werden, in dem z.B. auf den hinterhergezogenen Gürtel getreten wird. Gerade bei den Jüngeren zeigte sich ein schneller Lernerfolg mit viel Spaß. Daher werden wir diese Übungen bestimmt auch nach überstandener Corona-Zeit in unser Training im Dojo einbauen.

Die Grundidee für die „Mülljagt“ haben wir von unserem befreundeten Verein MTV Elze abgeschaut. Wir wollten gerade Judo als Randsportart stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken und dabei die Verbindung zu unseren Judowerten, wie Hilfsbereitschaft und Respekt, durch diese Aktion deutlich  machen.
Die Aktion haben wir bislang schon an zwei Tagen durchgeführt und war Teil unserer Kreativaufgaben. Aufgrund der Nachhaltigkeit, werden wir dies aber sicher noch einmal durchführen.

  • Auch eine kontaktlose Gürtelprüfung konnten die Mitglieder ablegen, den Bericht finden alle Interessierten hier.
  • Sehr spannend und besonders ist auch das virtuelle Judo-Turnier.

Blütenpaten auf der Wiese die als Dojo-Ersatz dient

Die Königsbrunner Polizei-Judoka sind nun auch Blütenpaten auf der Blumenwiese von Angelika und Walter Schuler. Judovorstand Johannes Daxbacher und der Vorstand des Königsbrunner Jugendblasorchesters Walter Schuler kennen sich bereits seit einigen Jahren. Gemeinsam mit Bürgermeister Franz Feigl organisierte Walter Schuler, der auch Stadtrat in Königsbrunn ist, für das Projekt „Judo für Äthiopien“ von Johannes Daxbacher eine Klarinette und ein Saxophon, welches der Judolehrer mit nach Afrika nehmen konnte.

Nun baten die Judoka wieder um Unterstützung bei Walter Schuler. Auf der Suche nach einer tauglichen Wiesenfläche, um anhand der Corona-Schutzregeln wieder organisierten Sport treiben zu können, fand Johannes Daxbacher beim Landwirt Schuler sofort ein offenes Ohr und eine geeignete und gleich frisch gemähte Wiese.

Als kleine Anerkennung  für die sofortige und unkomplizierte Hilfe aber auch als Wertschätzung für Schulers Engagement "Bayern blüht auf" haben sich die Königsbrunner Polizei-Judoka nun mit 200 Quadratmetern, das ist die Fläche von zwei Judokampflächen, als Blütenpaten für die Blumenwiese von Angelika und Walter Schuler eingetragen. 

 

Foto: Claudia Kirchberger

Von links:
Johannes Daxbacher, Angelika und Walter Schuler auf der Blumenwiese


Königsbrunner Polizei-Judoka trotzen der Corona-Zeit und legen wieder los

Anfänger, Fortgeschrittene und Meister, Jung und Alt, Mini-Judoka und Späteinsteiger, Weiß- bis Schwarzgurte des Polizei-SV Königsbrunn warteten in der Corona-Krise voller Ungeduld bis sie sich wieder aktiv ihrer Lieblingssportart Judo widmen konnten.

Gleich nach behördlicher Erlaubnis zum "Sport im Freien in Kleingruppen" starteten die Königsbrunner Polizei-Judoka mit "Outdoor-Judo" und trafen sich regelmäßig im Freien. Große Freude herrschte bei den Judoka, die sich zu gemeinsamer Gymnastik, Kräftigungsübungen, Konditionsaufbau und zum "Tandoku-renshu" trafen. Diese judotypische Imitationsbewegung ist eine kontaktfreie Technikverbesserung und wurde intensiv angenommen. Ein Highlight sind die vier Meter langen Gummibänder, mit denen sich unter Einhaltung der Corona-Abstandsregelung ein hervorragendes Uchi-komi (Wiederholungstraining) für die Judowürfe trainieren lässt. "Wir Königsbrunner Polizei-Judoka freuen uns sehr über das große Interesse und die motivierende Resonanz aus den Reihen unserer Vereinsmitglieder", so Judovorstand Johannes Daxbacher, "alle Judoka Deutschlands hoffen auf ein baldiges Wiedersehen auf der Judomatte".

 

Foto: Markus Streit

zeigt
Judoka des Polizei-SV Königsbrunn beim "Uchi-komi-Training" mit langen Gummibändern um die Abstandsregelungen einzuhalten


Judo-Pentathlon@home beim TSV Tauberbischofsheim

Die Judo-Abteilung des TSV Tauberbischofsheim hat auch bei der achten Ausführung,  des Judo-Pentathlon, erfolgreich teilgenommen.

Damit der Judo-Nachwuchs auch in der Corona-Zeit mit dem Judosport verbunden bleibt und diesen nicht die Decke auf den Kopf fällt, führten die Verantwortlichen der TSV Judo-Abteilung den Judo-Penthatlon@Home in den eigenen Wänden durch oder auch im Freien. Natürlich waren hier insbesondere die Eltern wie schon bei der Judo-Safari@Home gefordert zur Mitarbeit.

Der Judo-Pentathlon bestand aus allgemeinen und judospezifischen Übungen. Die Disziplinen sind als Einzelwettbewerb und Wettstreit mit Partner angelegt. So können erfahrene Judoka den Anfängern helfen und gemeinsam punkten.

Da viele dieser Übungen nicht durchzuführen waren, eben aufgrund der massiven Beschränkungen in unserer Sportart, wurden Alternativen von den beiden TSV-Trainern Joachim Fels und Torsten Zettelmeier kreiert.

Den Anfang machte man mit dem Kreativen Teil. Hier wurde das Thema „Ostern“ gestellt. Danach waren der Standweitsprung, Wandsitzen, Hindernislauf, Kniebeugen, Kraftübungen an Geräten. Zusätzlich kam das Tandoku Renshu hinzu, ein judospezifisches Ausdauertraining.

Alle teilnehmende Jugendliche in dieser Altersklasse von der Judo-Abteilung hatten ihren Spaß, auch wenn einige dabei bis an die Leistungsgrenze gehen mussten. Denn es waren schon einige ungewohnte Disziplinen dabei, die die Jugendlichen gewaltig ins Schwitzen brachten.

Der Lohn für die erbrachte Leistung bei diesem Mehrkampf war dann die Teilnehmerurkunde mit Medaille.

 


Judo-Club Prüm e.V gestaltet kreative Videos

Wir haben die trainingsfreie Zeit während der Corona Maßnahmen genutzt, vielfältige Videos zu erstellen.
Unsere Mitglieder sollten mit den Videos ihre Kreativität in der Zeit der Einschränkungen entdecken mit den Zielen auch ohne das Judo Training mit Partner aktiv werden zu können und des Weiteren zu wissen, dass der Zusammenhalt innerhalb unseres Vereins auch in der Zeit ohne Training ungebrochen ist.

Beide Filme sind in Zusammenarbeit mit dem Judo-Club Prüm e.V. und dem PSV Wengerohr in einer Gemeinschaftsproduktion gedreht worden.

Die beiden Trainer, Helmut Mohr (JC-Prüm) und Ralf Cossmann (PSV), haben die Rolle des Regisseur übernommen. Für die Umsetzung und Schnitt war Helmut Mohr verantwortlich.
 

Die Videos sind zu finden unter:


Beim Hansa Sportverein Stöckte ist auch in Corona-Zeiten eine Menge los

Gestartet wurde direkt nach Ostern mit einer Challenge, die wöchentlich sonntags veröffentlich wird. Die Trainer drehen hierzu ein Video, welches per WhatsApp an alle Judoka bzw. deren Eltern gesendet wird. Die Ergebnisse gehen in die Judo-Safari ein. Seitdem die Challenge für alle Vereine im Kreisfachverband Harburg-Land geöffnet worden ist, machen sogar die älteren Judoka mit und die Beteiligung stieg auf knapp über 50% im Alter von 5-60 Jahren. Denn im Kreisfachverband gewinnt der Verein mit der höchsten Vereinsbeteiligung prozentual zur Mitgliederstärke bezogen.

Am 30. April wurde über einen Live-Stream sportlich in den Mai geturnt. Das Angebot gemeinsam sportlich aktiv zu sein, kommt gut an und findet nun wöchentlich statt. Besonders freuen die Kinder sich, die anderen Judoka wenn auch nur über die Kamera zu sehen und sind motiviert unter Anleitung der Trainer und gemeinsam mit anderen, wenn auch räumlich getrennt, Sport zu treiben. Sogar die Eltern und Geschwister nehmen an dem wöchentlichen Training vor dem Bildschirm im eigenen Wohnzimmer teil.

Was wir sehr empfehlen können - Wir haben einen Brief an die Mitglieder geschrieben und gemeinsam mit einem Schoko-Osterhasen in den Gärten der Sportler versteckt. Wir nutzten diese Gelegenheit auch gleich, um unser neues Logo der Judoabteilung vorzustellen. Das Feedback über die Überraschung und den persönlichen Brief war überwältigend.
Eine weitere Idee die sehr gut ankam - Die Sportler konnten sich bei uns für ein Home-Training am Zaun bewerben. Zu diesem sind zwei Trainer auf Distanz zu den Sportlern gefahren und haben ein Überraschungstraining geben. Der Termin war nur mit den Eltern abgesprochen. Die Kinder haben sich riesig gefreut, eine Art Judotraining zu machen und die Trainer wiederzusehen. Wer also keine Möglichkeit hat, sich mit den Sportlern auf oder in einer Sportanlage zu treffen, der könnte vielleicht ein Judotraining zu den Sportlern in den Garten legen, um den Kontakt zu halten.

Wettkampf trotz Corona? „Das geht“ sagt uns der Verein aus Niedersachsen.
Wir haben ein virtuelles Turnier im Kreisfachverband ausgeschrieben, um unser Angebot auch über die Vereinsgrenze hinaus zu öffnen und weitere Sportler zu aktivieren. Bei diesem sind die Judoka aufgeteilt in zwei Altersgruppen in 7 Disziplinen gegeneinander angetreten. Immer 5 Judoka zeitgleich, die von 5 „Beobachtern“ bewertet worden sind. Wir haben hierfür die Plattform Zoom genutzt. Das hat erstaunlich gut geklappt und alle Kinder konnten sich am Ende über eine persönliche Urkunde freuen. Durchaus war der Wunsch aus fremden Vereinen, so etwas wieder zu machen, ganz unabhängig von Corona. Ob dies evtl. in Zukunft ein Wettbewerb für die Ferien wird, ist noch offen.

Noch vieles mehr hat der Verein zu bieten. Sei es ein Preisausschreiben, eine virtuelle Quiz-Show oder die Judo-Safari@home.

 


1.Mannheimer Judo-Club e.V. bietet seinen Mitgliedern ein vielfältiges Programm

Nachdem die Vereinsmitglieder sich positiv zu einem Online Training geäußert hatten ging es auch schon los. „Es zeigt sich, dass es sinnvoll ist, mit zwei Trainern zu arbeiten, einer macht die Übungen vor und den Animateur, der andere korrigiert die Kinder. Dies ist auch hilfreich, wenn es technische Probleme gibt, da kann schon mal ein Router seinen Dienst aufgeben oder das Bild einfrieren. Wenn das Training trotzdem weitergehen kann, kommt wenig Frustration auf.“

Über die Ferien haben sie mit den Judoka die Judo-Safari@home durchgeführt. „. Die Ergebnisse des Judoteils (Es sollte der Lieblingswurf in einem kleinen Video mit einem Kuscheltier vorgestellt werden) zeigte uns Trainern deutlich, wo die Kinder auf ihrer Judolaufbahn stehen und es gab auch einiges zum Schmunzeln. Der Kreativteil sprühte nur so von Kreativität und die Beweisfotos der Leichtathletik zeigten Kinder, die großen Spaß hatten, mit ihren Eltern zusammen aktiv zu sein.“

Nachdem die Kids ein Training absolviert haben, bekamen auch alle Erwachsenen Judoka Lust und setzen kurzerhand ebenfalls ein Training in den eigenen vier Wänden um.  „Wir konnten auch hier viele Mitglieder für das Training vor den Bildschirmen begeistern. Inzwischen bieten zwei Trainer regelmäßig zwei Trainingseinheiten für Erwachsene mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Hier haben wir auch schon erfolgreich mit einem Stuhl als Uke-Ersatz im Stand und im Boden trainiert.“

Damit noch nicht genug. Ein weiteres Angebot der Mannheimer: Eine Videokonferenz für die Jugendlichen im Verein. „Für unsere Videokonferenzen nutzen wir Zoom, was sich im Vergleich mit anderen Systemen bei uns als am stabilsten herausgestellt hat. Hier können durchaus viele gleichzeitig zugeschaltet sein. Die Trainingsteilnehmer können sich das Bild des Trainers auf dem Bildschirm anheften, so dass sie durch andere Teilnehmer nicht abgelenkt werden. Der Trainer selbst kann alle Teilnehmer auf seinem Laptop sehen, so dass sogar die Möglichkeit besteht, Einzelne gezielt anzusprechen und zu korrigieren. Es hat sich bewährt, Übungen erst zu zeigen, dann die Teilnehmer üben zu lassen und als Trainer selbst sich auf das Beobachten zu konzentrieren und nur einen Teil der Übungen selbst tatsächlich mitzumachen. Wir haben mit den Teilnehmern vereinbart (insbesondere im Kinderbe­reich), dass alle Teilnehmer stumm geschaltet sind, nur der Trainer wird so gehört. Die Kinder können mit Zeichen (Daumen hoch, Daumen runter) anzeigen, ob eine Übung verstanden wurde, oder die Erklärung noch mal wiederholt werden soll. Am Ende des Trainings können alle den Ton noch einmal zuschalten und verbal Feedback geben und Wünsche für das nächste Training äußern.“

Wow – voller Einsatz für ein Training zu Corona-Zeiten.

„Das gemeinsame Trainieren macht so viel Spaß, dass wir es wirklich nur empfehlen können, es auszuprobieren – es ist ein ganz anderes Trainingsgefühl, als wenn man alleine mit einem aufgezeichneten Youtube-Video trainiert.“

Und auch ein tolles gemeinsames Video wurde erstellt, zu finden auf der Facebook Seite des Vereins.


Online-Startraining mit Anna-Maria Wagner und Maike Ziech

Das Coronavirus beeinflusst momentan das öffentliche Leben. Deutschlandweit wurden derzeit Sportveranstaltungen abgesagt, um die Zahl von Neuinfektionen einzudämmen. Auch das normale Judotraining ist davon betroffen. Aufgrund dessen organisierte die Judoabteilung Stella Bevergern ein Online-Startraining mit den Nationalkaderathletinnen Anna-Maria Wagner vom KJC Ravensburg und Maike Ziech vom Budo-Sport YAMATO Hürth. Anna-Maria konnte beim vergangenen Grand Slam in Düsseldorf den dritten Platz erkämpfen und sicherte sich damit die Qualifikation zu den Olympischen Spielen in Tokio. Auch die ehemalige Junioreneuropameisterin Maike Ziech ist kein unbeschriebenes Blatt. Mit dem ersten Platz beim Grand Prix in Marokko 2019 kämpfte sie sich nach mehreren Verletzungen wieder zurück.

Die beiden Trainingspartnerinnen begeisterten insgesamt 90 Judoka aus ganz Nordrhein-Westfalen in zwei Online-Trainingseinheiten. Im Vormittagstraining wurde hauptsächlich Judotraining ohne einen Trainingspartner angeboten, bei dem die Sportsoldatin und die Polizistin Tandoku-renshu (Bewegen ohne Partner) und die Griffkraft verbesserten. In der zweiten Einheit, das Judotraining mit einem Partner, zeigten Wagner und Ziech viele Uchi-komi-Formen (Aufreißbewegungen für einen Judowurf)) sowie Griffvarianten. Auch das Kämpfen durfte nicht fehlen. In kleinen Zweikampfspielen konnten sich alle Judoka endlich einmal wieder auspowern.

Bei einer Fragerunde am Ende der Online-Trainingseinheiten gaben Wagner und Ziech Einblicke in ihren Trainingsalltag vor und während der Corona-Zeit und gaben viele hilfreiche Tipps für das Training Zuhause.


Die Judoabteilung Stella Bevergern veranstaltet virtuelle Workshops

Insgesamt 63 Familien der Judoabteilung Stella Bevergern trafen sich am vergangenen Wochenende online in zwölf verschiedenen Workshops rund um das Thema „Fit bleiben - trotz Corona“. Sportwart Marc Arends stellte zufrieden fest: „340 Teilnehmer auf zwölf Workshops habe ich nicht erwartet. Das Wochenende war ein voller Erfolg für unsere Judoabteilung.“
Den Familien der Judoabteilung wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Übungsleiterin Jeannina Heider startete am Samstagmorgen mit ihrem Workshop „Rolling in the deep – Faszientraining“.  Bei diesem Workshop stellte Heider viele Übungen, Tipps und Tricks für die tägliche Dehnroutine mit der Faszienrolle und dem Faszienball vor.  Besonders ins Schwitzen kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim nachfolgenden Workshop „Seilspringen wie ein Ninja“. Der angehende Sportlehrer und Judoka Peter Schubbert sowie Judoka Lukas Brömmelhaus stellten verschiedene Sprungvarianten vor, die dabei helfen werden, mit dem Seil effektiv und motiviert zu trainieren.
„Kleine Blessuren können leider beim Judo nicht ausgeschlossen werden. Mit einem gut angelegten Tape kann jedoch meistens das Training oder der Wettkampf weitergeführt werden.“, stellte Abteilungsleiter Klaus Büchter in seinem Workshop „Tapen leicht gemacht“ fest.  Fragen rund um das Thema „Tapen“ wurden interaktiv beantwortet, sodass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer rundum „verarztet“ wurde.
Auch die Kleinsten der Judoabteilung kamen beim Workshop-Wochenende nicht zu kurz. Kirsten und Jens Schwartz motivierten Familien mit ihren Kindern einen kreativen Gartenparcours aufzubauen. Die teilnehmende Familie Bartsch resümierte: „Unser Kind Mark war vom Parcours sehr begeistert. Er hat danach noch einen eigenen gebaut und den ganzen Abend lang geübt.“  
„Halt! Stopp! NICHT MIT MIR!“ – Nach diesem Motto gaben die Judotrainerinnen Jasmin Gierschmann und Lena Hembrock viele nützliche Tricks, die Menschen in brenzligen Situationen zur Selbstverteidigung anwenden können und Tipps, wie sie sich in solchen Situationen verhalten sollten.
Bei strahlendem Sonnenschein sprangen im letzten Workshop des Tages 33 Kinder fleißig und motiviert auf ihren Trampolinen. Beim Workshop „Homefly – Trampolinturnen“  zeigten Judotrainerin  Irina und Judotrainer Marc Arends verschiedene Sprünge und Sprungkominationen aus der Sportart Trampolinturnen.
Das Fazit des Tages war bei vielen Workshopteilnehmern ähnlich. Familie von der Haar schrieb:  „Unseren Kindern hat es heute sehr viel Spaß gemacht! Hut ab und vielen Dank für das, was die Judoabteilung leistet. Wir sind gespannt auf morgen“.
Denn in aller Frühe am Sonntag starteten Jugendwartin Darleen Schley und Judotrainerin Paulina Wolff mit ihrem Workshop „Judowerte leicht gemacht! – Kennenlernen der Judowerte“ für die Judokids der Abteilung. Hier konnten die Kinder in einem Quiz ihren Lieblingsjudowert herausstellen und anschließend ausmalen.
Auch das Krafttraining sollte an diesem Tag nicht zu kurz kommen. Gerade in der Corona-Zeit wollen viele Menschen ihr Krafttraining Zuhause ausführen. Eine Anregung zum eigenen Heimtraining bot Judoka Michael Heuschkel mit seinem Workshop „Allzwecktrainingsgerät Klimmzugstange“. Dort zeigte er, wie vielseitig und einfach das Training an einer Klimmzugstange sein kann.
Ein besonderes Angebot bot Peter Büchter, Kampfrichterobmann des Bezirks Münster, mit seinem Workshop „Grundlagen der Listenführung“. Hier hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit ihre Lizenz zum Listenführen für Judoturniere zu verlängern.
Wie sind die Regeln beim Judo eigentlich? Welche Wertungen gibt es? Und wann wird ein Haltegriff angezeigt und wann nicht? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Kampfrichter Peter Büchter ebenfalls in seinem Workshop „Grundlagen der Wettkampfregeln“.  Zur besonderen Freude von Büchter war dieser Kurs mit insgesamt 53 Zuschauern am besten besucht. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter viele Familien, schauten sich Videos von ausgewählten Wettkampfszenen an, die ich erläuterte“, so Büchter. „Damit konnte ich vor allem für die Eltern, deren Kinder die Sportart Judo ausüben, einen Einblick in das Regelwerk der Sportart Judo geben“.
Um den Sonntagabend mit einem Filmabend ausklingen zu lassen und dabei kein schlechtes Gewissen zu haben, stellte Athletiktrainer Carlo Weßeling in seinem Workshop „Rauf aufs Sofa – wir bleiben fit!“ ein kleines Workout auf und mit dem Sofa vor. „Auch gesunde Snacks dürfen bei einem Filmabend nicht fehlen.“, so Weßeling und zeigte mit voller Begeisterung seine Rezepte, die direkt zum Nachkochen und –backen einluden.
Am Ende des Wochenendes blickte das Trainerteam stolz auf die Workshopphase zurück. „Ich bedanke mich bei allen, die sich an den Workshops mit Ideen und Einsatz beteiligt haben. Es war aus meiner Sicht eine sehr erfolgreiche Aktion, wie auch die rege Teilnahme unserer Mitglieder gezeigt hat.“, stellte Abteilungsleiter Klaus Büchter abschließend heraus.


Neue Situation, neue Lösung beim Judo-Club Nievenheim e. V.

Nachdem das Präsenztraining ja für uns Judoka nicht mehr möglich ist, haben wir als Verein uns überlegt was man tun kann. Da ja auch Online-Kyu-Prüfungen möglich sind, wollten wir möglichst viele Mitglieder aktivieren. Nicht jeder hat zu Hause den Platz und die Möglichkeit beziehungsweise den Partner um Judo zu trainieren. Unsere Entscheidung ging deswegen dahin, ein Online-Training anzubieten das den Schwerpunkt auf Kraft, Kondition, Stabilisierung und Mobilisation legt. Natürlich ist auch Tandoku Renshu Teil des Trainings. Alle Übungen können mit haushaltsüblichen Hilfsmitteln (Wasserflaschen, Stuhl, etc.) aber auch mit Gewichten im eigenen Zimmer oder im Wohnzimmer durchgeführt werden. Zusätzlich haben wir die vereinseigenen Fitnessgeräte in Pakete zusammengestellt und an die Mitglieder ausgeliehen. Durchgeführt wird das Training jetzt drei Mal pro Woche über das Video-Konferenztool ‚ZOOM‘. Eine unserer Trainerinnen erstellt den jeweiligen Trainingsplan und schickt die Übungen vorab an die Teilnehmer. Während des Trainings führt sie durch die Übungen, korrigiert und motiviert. So können wir allein, aber gemeinsam, trainieren, den Kontakt halten und sind dann fit für die Zeit nach der Kontaktsperre.


Judo-Safari@Home

Wie können Nachwuchsjudoka in Zeiten von Corona motiviert werden, dabei zu bleiben? "Trainingspläne erschienen uns gerade für die jüngeren Judoka wenig geeignet", so Trainerin Sandra Manthey von Budo Mugen Gronau. Sie und ihr Mann Bodo, ebenfalls Trainer, überlegten zusammen mit ihren Kindern Sven und Falk, ebenfalls Judoka, wie man auch kreative und kompetetive Elemente berücksichtigen könne, um nicht nur auf die Eigenmotivation angewiesen zu sein. So entstand bereits am ersten Montag nach Schließung der Schulen beim Abendessen die Idee der Judo-Safari@Home.

Zunächst galt es, ein paar praktische Probleme zu lösen: "Zweikämpfe sind unmöglich, spielen aber in der Safari eigentlich eine wichtige Rolle", so Bodo Manthey. Auch sollte zumindest ein Mindestmaß an Vergleichbarkeit bei den athletischen Wettbewerben erhalten bleiben. Die Gronauer beschlossen, ganz auf Zweikämpfe zu verzichten. Stattdessen wurde einfach ein zweiter Kreativwettbewerb eingeplant. Die Anzahl der athletischen Wettbewerbe wurde flexibel gehalten, da die Dauer der Krise überhaupt nicht absehbar war. Die Punkteverteilung sowie die nötigen Punkte für die Safari-Tiere wird dementsprechend flexibel gehandhabt. Jede Woche gab und gibt es eine neue Aufgabe, die den Teilnehmern per Video über Instagram und WhatsApp bekanntgegeben wird. In den Videos macht Sven, der selbst bei der Safari mitmacht, die nächste Übung vor. Die Teilnehmer dokumentieren ihre Leistungen in einem kurzen Video. "Die Kinder können immer die aktuelle vereinsinterne Rangliste einsehen, um sie zu Höchstleistungen anzustacheln", sagt Sandra. Mittlerweile wurde festgelegt, dass es insgesamt zehn Aufgaben gibt, die Safari also Ende Mai zu Ende geht.

Nach ersten Posts auf Instagram zur Judo-Safari@Home bekundete Carina Hagen vom Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband Interesse, die Safari@Home anderen Vereinen zugänglich zu machen. Auf diesem Weg fand die Idee den Weg zum DJB. "Wir freuen uns, dass die Judo-Safari@Home auf breiteres Interesse stößt. Es ist auch spannend zu sehen, wie andere Vereine die Safari umsetzen", so Bodo.

Unter dem Hashtag #judosafariathome haben bereits eine Reihe von Vereinen Safari-Beiträge gepostet. Weitere Informationen zu den Aufgaben der Gronauer Safari sind unter https://www.budo-gronau.de/judo-safarihome/ und bei Instagram unter @budogronau zu finden.

Bei Fragen könnt ihr euch sicherlich an den Verein wenden!


Vielseitiges Angebot aus Karlsruhe

Die Badener Judoka sind besonders fleißig und haben gleich drei Aktionen ins Leben gerufen:

BCK bleibt fit 

In den ersten Wochen sind kleine Videoclips mit Aufgaben entstanden, damit unsere Mitglieder nahtlos zuhause oder draußen weitertrainieren konnten.  Nachdem die Dreharbeiten im Dojo nicht mehr erlaubt waren sind wir auf eine kleine Mattenfläche (12 qm) in einem privaten Garten ausgewichen. Hier finden nun wöchentliche Dreharbeiten mit Vereins- und Landestrainern statt. Mittlerweile entstehen hier ganze Trainingsworkouts, die auf dem vereinseigenen YouTube Kanal und in den sozialen Medien geteilt werden. Zum Einsatz kommt hierbei unsere Veranstaltungsausstattung mit Mischpult, hochwertiger Kamera, Headset und als Software Adobe CC. Unsere Athleten sind begeistert: „Wir üben täglich und haben Mega viel Spaß dabei!“. Viele warten schon neugierig, was noch kommt.
In diesem Rahmen ist auch das Anleitungsvideo für die Safari@home sowie die Gürtelbinde-Challenge für die jüngeren Judokas entstanden. 

Online-Training

Seit vier Wochen gibt es für unsere Jugendlichen zusätzlichen ein Online-Training. Das Training dauert 60 Minuten mit gemeinsamen Angrüßen, Erwärmung, Judo-Technik, Kräftigung, Koordination und Mobilisierung. Hierzu nutzen wir unterschiedlichen Gegenstände, die in jedem Haushalt vorhanden sind. So waren die letzten Wochen bereits der Judoanzug, ein Stuhl und ein Kissen im Einsatz. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit Skype werden wir unser Online-Training zukünftig über Jitsi anbieten, da man dort die Teilnehmer besser im Blick hat. Es ist einfach schön, sich auf diesem Weg gegenseitig sehen zu können.

BCK Quiz

Trainer oder erfolgreiche Sportler auf alten Fotos zu erkennen, das ist die Idee hinter dem BCK Quiz. Die Aufnahmen werden in den sozialen Medien veröffentlicht und dort per Kommentar geraten. 

Wenn ihr mit dem Verein in Kontakt treten wollt, dann besucht die Website des BCK: https://www.budoclubkarlsruhe.de/.


Erste Online-Gürtelprüfung im Judokreis Bochum/Ennepe

Judo online? - Das geht!

Am Sonntag, den 19.04.2020 fand die erste Judo-Gürtelprüfung im Judokreis Bochum/Ennepe beim Budo Sportclub Linden e.V. 83 statt.

Unser Vereinsmitglied Ida bereitete sich in den letzten Wochen intensiv auf die anstehende Prüfung vor und zeigte mit ihrer Schwester alle geforderten Techniken in den heimischen vier Wänden. Neben der guten Ausführung der Techniken konnte Ida auch alle Namen der Techniken nennen, sodass Prüfer Lars Mittkowski, der per Videokonferenz zugeschaltet war, ihr mit Erfolg die Prüfung zum gelben Gürtel abnehmen konnte.

Der BSC Linden gratuliert Ida zur bestandenen Prüfung und wünscht ihr viel Spaß mit der neuen, vollen Gürtelfarbe. In den nächsten Wochen sind weitere Gürtelprüfungen geplant, sodass trotz der Coronazeit weitere Prüfungen ermöglicht werden.


Coach Klaus Büchter korrigiert via Internet

In Zeiten von Corona und Kontaktsperre ist es schwer für Sportler, noch zu trainieren. Die Judoka von Stella Bevergern haben eine Lösung gefunden: Sie absolvieren ihre Trainingseinheiten per Videokonferenz.

Klaus Büchter ist 73 Jahre alt und hat schon viel erlebt. Aber diese Situation ist für den Judo-Abteilungsleiter und -Trainer von Stella Bevergern auch neu: Er trainiert seine Judoka online, per Videokonferenz. In Zeiten von Corona und der daraus resultierenden Kontaktsperre eine Möglichkeit, die Sportler bei Laune und fit zu halten. „Das ist zwar kein vollwertiger Ersatz, aber wir halten so Kontakt“, sagt Klaus Büchter.

Die technischen Voraussetzungen dafür müssen gegeben sein, das ist klar. Zunächst arbeiteten die Stellaner über Skype, da habe er aber immer nur vier oder fünf Aktive gleichzeitig sehen können, so Büchter. Mittlerweile haben die Bevergerner auf Zoom umgestellt, sodass deutlich mehr Kämpfer am Online-Training teilnehmen können.

Aber auch die räumlichen Voraussetzungen müssen natürlich stimmen. Schließlich hat nicht jeder eine Judo-Halle bei sich zu Hause. Muss er auch nicht. Im 15-Minuten-Takt holten die Sportler – zu Beginn waren es 16 Familien – Judo-Matten in der Grünen Halle in Riesenbeck ab, wo sie normalerweise lagern, und legten sie bei sich zu Hause aus, wo sie immer einen geeigneten Platz fanden. „Das geht vom Keller bis zum Dachboden“, sagt Klaus Büchter. Irina Arends, Kämpferin der 1. Damenmannschaft und ebenfalls Trainerin bei Stella, berichtet zudem von Lennard Kleußer, Kind einer Schaustellerfamilie, der vier Quadratmeter Matten im Wohnwagen ausgelegt habe. „Training geht immer“, so Irina Arends, „auch auf dem kleinsten Raum.“

Irina Arends, ihr Bruder Oliver und ihr Mann Marc tragen ebenfalls tatkräftig zum Gelingen des Online-Trainings bei. Oliver Arends sorgte maßgeblich dafür, dass technisch alles läuft, Irina ist morgens für das Athletik-Training zuständig. Abends übernimmt Klaus Büchter das judospezifische Training. Er gibt die Übungen vor, die Irina und Marc Arends vormachen und die die Beteiligten am Video-Training dann nachmachen. „Ich sehe dann, was die machen, und korrigiere das“, sagt Klaus Büchter.
In der Regel falle das Training zu zweit flach, es sei denn, es gebe Geschwister in der Familie, so Klaus Büchter. Und so muss er mehr als normalerweise überlegen, welche Übungen sinnvoll sind: „Ich muss schon grübeln, was ich machen kann, um die Trainingseinheiten mit Inhalten zu füllen.“ Technisch ist die neue Situation für ihn kein Problem: „Ich bin für mein Alter IT-mäßig ganz gut drauf“, sagt er.

Zunächst haben die Trainer natürlich ihre Kader-Athleten im Auge gehabt und bei ihnen angefragt, ob sie Video-Training machen wollen. Dann bei Judo-Familien, in denen mehrere Kinder den Sport betreiben. Das Interesse ist allerdings größer. „Auch andere Vereine haben schon angefragt, ob sie teilnehmen können“, sagt Irina Arends. „Und es haben auch noch weitere Judo-Familien gefragt, ob sie Matten abholen dürfen.“ Was sie natürlich dürfen.

Dass das Interesse so groß ist, freut Klaus Büchter. „Es geht vor allem darum, den Kontakt zu den Jungs und Mädchen zu halten, um sie weiter zu motivieren. Das motiviert mich dann auch“, erklärt der Trainer. Und: „Da weiß man, dass es sich lohnt.“