Best Practice

In diesem Bereich wollen wir "Best practice"-Beispiele von Vereinen aufführen. Viele Judoclubs gehen in Zeiten von Corona neue Wege und finden kreative Lösungen, um ihren Vereinsmitgliedern etwas zu bieten und in Kontakt zu bleiben. Ob Online-Training, Judo-Safari@home oder andere Vereinsaktionen, wenn ihr einen Bericht und/oder Bilder zu EURER tollen Vereinsaktion beisteuern könnt, dann her damit. (Per E-Mail an Lino Hermanns: lhermanns(at)judobund.de)

So gebt ihr anderen Vereinen einen kreativen Input und evtl. kann man sich austauschen. Damit alle Judoclubs in Deutschland bei Bedarf in Kontakt treten können, solltet ihr euren Verein dringend in der DJB-Vereinsdatenbank registrieren.

Die "Best practice"-Beispiele werden dann hier veröffentlicht:


Best Practice: Mini Kata-Cup@home

Der HSV Stöckte war wieder einmal kreativ und hat sich etwas ganz besonderes ausgedacht. Einen Mini Kata Cup für zu Hause.

Rund sechs Wochen Zeit stand allen kleinen und großen Judofreunden nach Veröffentlich der Ausschreibung zur Verfügung, um einen Trainingspartner aus der Familie oder eben einen Freund oder eine Freundin zu finden, die entweder schon Judo machen oder die man für seinen geliebten Sport begeistern möchte.

War diese Hürde erfolgreich überwunden, so konnte sich angemeldet und das Training begonnen werden. Die Judoka schlüpften dabei nicht selten in die Rolle des Teilnehmers, Motivators und Coaches zugleich. Bis einschließlich zum 1. April konnte an der technischen Demonstration im heimischen Wohnzimmer, im Garten, am Strand oder einem Ort der Wahl gefeilt werden.

Die Ergebnisse, insbesondere in den Teamzusammensetzungen, in denen ein Judoka mit einem Elternteil antrat mit und die Judoka mit Best-Buddy oder einem bisher nicht dem Judo verfallenden Geschwisterkind ließen die Jury staunen. Die beste Demonstration über alle Kategorien und Wertungsgruppen betrachtet, absolvierten  Paula Wolf (JG 2010, 7. Kyu) und ihre Mutter, welche zuvor noch nie Judo ausprobiert hatte, am Strand von Sankt Peter-Ording.

Das bei dieser Aktion auch Eltern, Geschwister und die besten Freunde sichtlich Spaß am Judosport hatten kann keiner der Teilnehmer abstreiten. Unter den Teilnehmer waren Sportler aus ganz Norddeutschland. Darunter Judoka die das NJV-Nachwuchskaderpferd auf dem Judogi tragen, Danträger und Trainer mit ihren Judotreibenden Kindern, sowie Anfänger und Fortgeschrittene Judoka ab 6 Jahren mit Freuden und Eltern.

Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer über die Idee und Organisation dieser Aktion aus dem Kreisfachverband Harburg-Land überraschte und erfreute die Organisatoren.

Schon am Karfreitag, dem Tag nach Einsendeschluss sind alle Platzierten informiert worden. Nach Ostern erhalten die Sieger besonderen Pokale und die Platzierten ausgefallene Medaillen. 

Das Feedback der Veranstaltung lässt vermuten, dass sobald es wieder möglich ist neue Judoka auf der Matte vorbei schauen werden. Die Idee würde dann Früchte tragen…


Die Gurkentruppe aus Spremberg

Einen Marketing-Gag der vor vier Jahren durch Zufall entstand, nutzt der KSC Asahi Spremberg heute, um sich die Unterstützung seiner Mitglieder zu sichern. Die Idee dahinter: Ein Judogurke als Dankeschön für die Vereinsunterstützung! 

Ein Gurken - Paket in den Westen so hieß die Schlagzeile im Mai 2017. Der KSC ASAHI Spremberg verschickte nach einem 7:7 Unentschieden beim Meisterschaftsfavoriten Judo in Holle zwei Gurkengläser an den damaligen Teamkapitän Maxime Lambert und einen Redakteur der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung. Maxime Lambert machte damals seinem Frust Luft und betitelte die Spremberger als Gurkentruppe, die es dann sogar in die Play Offs schafften und ganz nebenbei einen neuen Sponsor fanden. Spreewaldbauer Ricken spendiert seit 2017 bei jedem Heimkampf Gurken für die Fans und mittlerweile unterstützt er auch das Frauen Team des KSC ASAHI finanziell. 

Vier Jahre später verschickt der Vereinsvorsitzender Dirk Meyer nun wieder Pakete mit Gurken. Allerdings sind diesmal die Gurken nicht zum Verzehr geeignet. In Zusammenarbeit mit der Judofabrik aus Potsdam entwickelten die Spremberger ein Logo, welches schon T- Shirts und auch Gurkengläser schmückt. „Mittlerweile haben wir uns als Gurkentruppe etabliert und tragen dieses Logo mit Stolz. Das Plüschtier war nur die logische Konsequenz einer am Ende guten Marketingidee.“ so Meyer.

Eine Plüschgurke geht natürlich an Maxime Lambert, der mit seinem Spruch für diese Steilvorlage sorgte und sich schon lange dafür entschuldigt hat. Ein Paket geht nach Potsdam zur Judofabrik, die das Logo entwickelten und graphisch umsetzten. Das dritte Paket geht selbstverständlich an unseren Spreewaldbauer Ricken. „Herr Ricken fand die Idee von Anfang an gut und unterstützt unsere beiden Bundesliga-Teams seitdem jedes Jahr.“ 

Wer die Spremberger Judoka unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende von mindestens 19,99€ tun und erhält als Dankeschön eine dieser „Judogurken“. Nähere Informationen gibt es auf der Webeite des Vereins: https://www.ksc-asahi.de/2021/02/19/judogurke-erfreut-sich-grosser-beliebtheit/. Die Nachfrage nach den Judogurken ist in der Region groß und der Verein kann mit dieser cleveren Idee punkten.


Judo-Valentinstagaktion

Kreativität war bei Stella Bervergern im Rahmen der Valentinstag-Aktion gefragt.

Die Bevergerner Judoka bewiesen mal wieder, wie kreativ sie sind. Diesmal stand der Valentinstag im Vordergrund und unter folgenden Motto konnte sich ausgetobt werden: „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe zum Judo nicht! Alles, alles geht vorbei, doch wir bleiben dem Judo immer treu! “

lle Teilnehmer sollten zum Ausdruck bringen, wie groß ihre Liebe zum Judo und FC Stella Bevergern ist. Es wurde fleißig gebastelt, gemalt, fotografiert, aber auch gesungen. Selbst vor der eisigen Kälte ließen sich die Judoka nicht abschrecken.

Schöne Aktion des Vereins aus Nordrhein-Westfalen.

Seid Judo - Bleibt Judo!


Best Practice: Sonderprogramm der Judo-Jugend Oberpfalz

Mitte November 2020 kam es in der Oberpfalz nach Gesprächen mit dem Bezirksjugendring (BezJR) zu einem Déjà-vu. Zauberlehrling Harry Potters Freundin Hermine mir ihrem „Erinner Mich“ - Harry Potter Lesern nicht unbekannt - waren der Auslöser.

Nach Gesprächen mit dem BezJR war schnell klar: Wir machen das auch für unsere Kinder, Jugendlichen und die Ehrenamtlichen, aber als „Erinnere Dich – wir sind immer für euch da- seid Judo bleibt Judo“. Schnell waren das Juniorteam der Oberpfalz und Dax Sport als Förderer mit ins Boot geholt und die Aktion konnte starten.

Von den 38 Judovereinen und -abteilungen der Oberpfalz wollten 25 mit knapp 700 Kindern, Jugendlichen und Ehrenamtlichen teilnehmen. Fördermittel und die Sachspenden durch Dax-Sports waren sicher, so dass die „Erinnere Dich‘s“ schnell bestellt werden konnten. Um auch ein Feedback durch die Empfänger zu erhalten, wurden Preise in Form von Judoanzügen, bezahlten Gürtelprüfungen und Wettkampfgürteln ausgelobt, die unter den Rücksendungen durch das Juniorteam ausgelost werden,

Die „ Erinner Dich“ – Präsente in Form von Plüschtieren, den Judowertekarten, einem Anschreiben sowie einem ansprechendem Verpackungskarton mit Auslobung der Preise wurden bei der Jugendleitung portioniert, vereinsweise verpackt und an die Vereinsvertreter mit einem ausgeklügelten System auf den Weg gebracht.

Dort wurden die Präsentkartons gefaltet, gefüllt, von Trainern und Jugendbetreuern abgeholt und, unter strenger Einhaltung der Coronaregeln, an Kinder Jugendliche und Ehrenamtliche verteilt. Bei der persönlichen Übergabe durch die Abteilungsverantwortlichen, Trainer und Betreuer (teilweise aus dem Juniorteam) wurden alle Kinder, Jugendliche und Ehrenamtliche noch einmal auf die Bitte zum Rückantworten und den damit verbundenen Preisen hingewiesen. Das erste Ziel, die Vereinsvertreter über Corona gerechte, persönliche Kontakte untereinander wieder ins Gespräch zu bringen wurde damit voll und ganz erreicht.

Das Zweite, und genauso wichtige Ziel, nämlich die Vereinsvertreter mit ihrer Jugend ins Gespräch zu bringen, wurde erreicht. Das Dritte und Hauptziel, über die Rückmeldungen Lebenszeichen, und den Gemütszustand der Jugendlichen auszuloten, wurde sehr klar über die Rücksendungen erreicht.

 

Anrührende und berührende Bilder und Geschichten zeigten, dass diese Krise nicht spurlos an den Kindern und Jugendlichen vorübergegangen ist. Aber ein Aufgeben oder ein sich Absondern war in keinster Weise festzustellen. Mit 70  Rücksendungen lagen wir in der Größenordnung einer üblichen Mailingaktion und waren mit diesen 10 Prozent ausgesprochen gut. Auch die Resonanz durch die Vereinsvertreter nach vielen Telefonaten spiegelte wider, dass diese Aktion durch alle Mitglieder, Jugendlichen und Eltern sehr positiv und dankbar aufgenommen wurde.

Die Gewinner unserer Weihnachtsaktion "Erinnere Dich - Seid Judo bleibt Judo - Wir sind immer für euch da" sind:

1. Platz: Ein Judoanzug mit Rückenaufnäher: Emily Beidin, JV Sulzbach-Rosenberg
2. Platz: Eine bezahlte Gürtelprüfung mit besticktem Gürtel: Emily Fischer, TSV Detag Wernberg
3. Platz: Ein Satz Wettkampfgürtel mit Namen und Verein bestickt: Jona Suhren, TSV Schwandorf und Alexander Brauer, SV Mühlhausen

Weitere Bilder und Texte auf https://www.oberpfalzjudo.de


Teamarbeit mal anders!

Für das 25-köpfige Jugendteam der Judoabteilung Stella Bevergern hat sich das Trainerteam rund um Jugendwartin Darleen Schley etwas ganz Besonderes einfallen lassen. 

Am Sonntag, den 31.01.2021, machten sich 14 Jugendliche und ihre Gamemaster (Trainer) in einem speziell gebuchten Online-Escape-Room auf die Suche nach einem verschwundenen Professor und dessen Virus-Impfstoff.

Über fast zwei Stunden traten sie in vier Teams im zeitlichen Wettlauf gegeneinander an und versuchten fieberhaft die vielen Rätsel, Codes und Geheimnisse zu knacken. Dabei waren hier weniger Muskelkraft und Reflexe als vielmehr Teamarbeit und Köpfchen gefragt. 

Nach der aufregenden Suche konnte der Professor glücklicherweise gefunden und der Fortbestand der Weltbevölkerung gesichert werden.

„Ich hatte sehr viel Spaß in dem Online-Escape-Room - das war eine tolle Idee!“ so Keiko Fehr vom J-Team!


Judozentrum Heubach nutzt Onlineangebote

Das Judozentrum Heubach hat ebenfalls mit der schwierigen Corona-Situation zu kämpfen. Mit diesem Bericht wollen sie ihre Erfahrungen aufzeigen. Neben eigenen Ideen nutzen sie auch das Angebot des DJB.  Ein Vereinsbericht. 

Wir hatten bereits im ersten Lockdown für die Abläufe ein Padlet erstellt und die Aufgaben für alle Altersklassen hinterlegt. Im Anschluss nutzten wir dies weiter für die Anmeldungen zum Präsenztraining und für alle Informationen. So waren wir schnell in der Lage vom Präsenztraining in das Onlinetraining zu wechseln. 

Wir führten eine Abschlussveranstaltung „to go“ am Ende des Jahres 2020 durch. Dabei war unser Ziel alle Kids noch einmal persönlich für ihr durchhalten zu danken und sie zum Weitermachen zu motivieren. Unter der Einhaltung der Abstandsregelung und bei sonnigem Winterwetter kamen viele junge Judokas vorbei. 
Sie erhielten neben einem kleinen Weihnachtsbeutel, eine Anleitung zur Durchführung eines Zehnkampfes über die Weihnachtszeit. So wurden beispielsweise Plätzchen mit Judomotiven gebacken und Elfchen geschrieben.

Traditionell findet in der ersten Januarwoche die Ehrung der Sportler für ihre Leistungen im abgelaufenen Jahr statt. Um den Corona-Regeln gerecht zu werden, wurde die Sportlerehrung dieses Mal mit sehr wenigen Leuten im Freien als Drive-in-Veranstaltung durchgeführt. Die Wertschätzung der Mitglieder ist enorm wichtig. 

Neben dem mittlerweile etablierten Onlinetraining geben wir auch kleine Tagesaufgaben, So bauten unsere jungen Sportler einen Schneejudoka mit echtem Judogürtel.  
Für den Monat Januar stellten wir einen Bewegungskalender zur Verfügung, so dass an jedem Tag ein Türchen geöffnet werden konnte und eine kleine Aufgabe zu erledigen war. 

Nachdem wir letztes Jahr noch im Herbst die Judosafari als Präsenzveranstaltung mit erweitertem Hygienekonzept durchgeführt haben, wurden die Aufgaben nun als Onlinevariante Judosafari@home vorbereitet. Seit dem 01.02.2021 läuft die Aktion. Außerdem wurde für die U15 ein Judo Winter Penthatlon@Home angeboten.

Seid Judo - Bleibt Judo!


Corona-Cup-Challenge beim JC Bürstadt 

Damit ihre Judo-Kids auch während des zweiten Lockdowns fit bleiben, hat sich Judotrainerin Nadine Müller vom 1. Judo-Club Bürstadt mit der zweiten Corona-Cup-Challenge wieder etwas Besonderes mit großem Spaßfaktor überlegt.

Bei dieser zweiten Challenge wurden die Kids in drei Altersgruppen, nämlich U11, U13 und U15 eingeteilt und mussten verschiedene Aufgaben aus den Bereichen Koordination, Geschicklichkeit, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Kraft absolvieren. Die Aufgaben wurden per Video-Chat und E-Mail nach Hause übermittelt. Auch Kinder aus den befreundeten Vereinen JC Überwald und der TG Rimbach nahmen daran teil. 

Folgende 6 Kategorien waren Bestandteil des sportlichen Wettbewerbs auf Distanz:

1. Verschiedene Griffübungen mit einer Judojacke. Die Trainerin gab fünf Übungen vor, aus denen sich die Kinder drei zum Nachmachen aussuchen durften. Die Altersgruppe U11 musste die jeweilige Übung 30 Sekunden, die Altersgruppe U13 dann bereits schon 45 Sekunden und die Altersruppe der bis 15jährigen sogar 60 Sekunden durchhalten. Dabei wurde meist durch kleine aber anstrengende Bewegungen aus dem Handgelenk bzw. Unterarm der Judoanzug am Revers gegriffen und auf verschiedene Arten geknetet.

Bei der 2. Kategorie von Aufgaben ging es um das Thema Stabilität, Geschicklichkeit und Konzentrationsfähigkeit. Hier standen elf Aufgaben zur Auswahl von denen sechs bearbeitet werden sollten. Eine davon war z. B. sich in der Liegestützposition auf einer Hand mit der freien Hand den Judogürtel richtig anzulegen und festzuknoten. Klar entstanden hier auch sehr lustige Momente.

Die 3. Kategorie deckte das Thema Beweglichkeit mit den Übungen Rumpfbeuge nach vorne und Spagat ab. Am Ende des Corona-Cup wurde dann der Abstand der Handflächen bzw. der Abstand des Gesäßes zum Boden gemessen und bewertet.

Bei den allgemeinen Fitnessübungen der 4. Kategorie mussten die Nachwuchsjudoka sich zwei Übungen aus drei Fitnessvideos aussuchen und die jeweilige Übung eine bestimmte festgelegte Zeit durchhalten. Eine der Übungen nannte sich Frog Jump (Froschsprung). Hier mussten die Kids aus der Liegestützposition mit den Füßen zu den Händen springen, ohne dass dabei die Hände den Kontakt zum Boden verlieren durften.

Unter der 5. Kategorie waren dann sieben Übungen im Bereich Kraft und Kraftausdauer, die bestimmte Wiederholungszahlen von den jungen Sportlerinnen und Sportlern forderten. In der U11 waren dies fünf Wiederholungen, in der U13 acht und in der U15 zehn Wiederholungen. Rückwärtsrolle in Kombination mit dem Strecksprung war eine dieser sieben anstrengenden Übungen. 

Die 6. Kategorie war dann nochmal sehr judospezifisch, man konnte hier aus drei Tandokurenshu Übungen (Judo ohne Partner) wählen wie z. B. den Ansatz einer bestimmten Fußtechnik (Ko-Uchi-Gari) zur Vorbereitung eines Schulterwurfes (Seoi-Nage). Eine weitere Möglichkeit war sich einen Knoten in seinen ausgezogenen Judogürtel zu machen und diesen freischwingend für Fußfegertechniken (De-Ashi-Barai) zu nutzen. Hierzu war vor allem ein gutes Timing und ein fester Stand von Nutzen.

Die Kinder hatten zwei Wochen lang Zeit zum Auswählen, Üben und Absolvieren der Aufgaben und mussten am Ende dieser Zeit alle Videos an ihre Trainerin Nadine Müller schicken. Die schwierige Aufgabe der Trainerin bestand dann darin, die zum Teil auch sehr lustigen Videos zu sichten und entsprechend dem jeweiligen Alter und Schwierigkeitsgrad fair zu bewerten. Insgesamt mussten 17 Übungen von jeder Athletin und jedem Athleten eingesendet werden.

Die Pokale gewannen dann letzten Endes nach sehr knappem Entscheid Katharina Keltjens auf Platz 1, Mika Bischoff auf Platz 2 und punktgleich auf Platz 3 landeten Fabian Mlakar vom befreundeten JC Überwald und Florian Ruckteschler. Das Wichtigste aber war, dass alle Kinder sowie ihre Trainerin ihren Spaß daran hatten und die Fitness auch nicht zu kurz dabei kam!
 


Kaizen Berlin schafft Alternativen

Die Berliner Judoka versuchen ihren Mitgliedern Alternativen zu den entfallenen Veranstaltungen zu bieten. Online-Training ist selbstverständlich auch Teil der Vereinsarbeit. Hier ein Überblick.

Familiensporttag

Da bereits zum Herbstanfang wieder Kontaktbeschränkungen und Abstandsgebote galten, brauchten wir eine Alternative für den normalerweise stattfindenden Mannschaftswettkampf innerhalb unseres Vereins. Deshalb führten wir dieses Jahr im September unseren ersten Familiensporttag durch.     

Im Familienteam brauchten keine Kontaktbeschränkungen eingehalten zu werden und um die Abstandsgebote einzuhalten, wurde aus dem Judoturnier ein Fitness- und Geschicklichkeitswettbewerb.     

Für die Übungen Eierlaufen, Halten, Weitsprung, Tic-Tac-Toe, Teebeutelweitwurf und Seilspringen war jeweils eine Station aufgebaut worden und die Familien rotierten von Station zu Station. So konnten die Familien gegeneinander antreten, ohne sich mit zu wenig Abstand zu begegnen.

Die einzelnen Familien traten jedoch nicht nur gegeneinander, sondern auch untereinander an. Als Team versuchten alle zusammen möglichst viele Punkte für die Familienwertung zu erspielen. Zusätzlich galt es im Duell „Klein gegen Groß“ auch gegen die eigenen Familienmitglieder anzutreten und das Duell für sich zu gewinnen. Hier versuchten die „Kleinen“ die, durch Handicaps eingeschränkten, Erwachsenen in den einzelnen Kategorien zu schlagen.

Alle teilnehmenden Familien erhielten eine Gemeinschaftsurkunde, eine Urkunde für das Duell „Klein gegen Groß“ und am Ende sogar einen Pokal.     

Die Teilnehmer hatten jede Menge Spaß. Durch das Einbinden der Eltern in die Veranstaltung, konnten diese erfahren, wie fit und sportlich ihre Kinder sind. Außerdem hatten sie Spaß dabei, Übungen wie Seilspringen, die sie seit der Kindheit nicht mehr ausgeführt hatten, mal wieder zu probieren. Auch konnten durch diese Veranstaltung, die Eltern mehr an den Verein gebunden werden. 

Nikolauschallenge

Um allen Mitgliedern ein kleines Highlight vor Weihnachten anbieten zu können, starteten wir im Dezember die Kaizen Nikolauschallenge, die vollkommen online stattfand. Da einige Kinder zu diesem Zeitpunkt noch Training hatten, andere wiederum nicht, schien uns die Challenge die beste Alternative für alle als Ersatz zu unserem traditionellen Weihnachtsturnier zu sein. Hierbei durften die Kinder in zwei verschiedenen Teilen gegen die Trainer antreten und ihnen Fitnessaufgaben aufbrummen.

Im ersten Teil mussten Fragen aus einem eigens für die Nikolauschallenge erstellten Judoquiz beantwortet werden. War die eingegebene Antwort richtig, so wanderten Übungen wie Liegestütze, Hampelmänner oder Sit-Ups auf das Konto der Trainer. War dies nicht der Fall, mussten die Kinder die Aufgaben von den Kindern selbst eingelöst werden. Im Kreativteil gab es für jede Einsendung zum Thema „Judo ohne Corona- worauf ich mich am meisten freue“ Burpees für die Trainer.

Mit einem Beweisvideo zeigten die Trainer am Ende der Challenge, dass alle Aufgaben von ihrem Konto abgearbeitet wurden. Zusätzlich erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde per Post.

Da wir den Kindern vor Weihnachten nicht persönlich Grüße ausrichten konnten, entschieden wir uns dazu ein emotionales Grußvideo zu drehen. Darin sagen alle Trainer, denen eine Teilnahme möglich war, ein paar Sätze zu Weihnachten und zum neuen Jahr.

Auch unseren jährlichen Vielseitigkeitswettbewerb verlegen wir dieses Jahr nach Hause. Dieser findet normalerweise nur für die Kleinen im Verein statt, trotzdem entschieden wir uns dieses Jahr, etwas für alle Altersgruppen anzubieten. Damit soll allen die Möglichkeit geboten werden, etwas Winterspeck loszuwerden und etwas Abwechslung in den Lockdown zu bringen.  
Insgesamt geht es darum in den Kategorien Budo, Athletik und Kreativität möglichst viele Punkte zu sammeln.

Mit dem extra für die Drachenjagd konzipierten vierwöchigen Trainingsplan können die Teilnehmer jetzt schon beginnen, sich auf den Wettbewerb vorzubereiten. Der Wettkampf findet in der zweiten Februar-Woche statt. Trotzdem kann man auch jetzt schon Punkte sammeln. Für jede Woche, in der Teilnehmer an Zoomtrainings teilnehmen, erhalten sie Extrapunkte und bereiten sich natürlich bereits auf die Drachenjagd vor.

Als Belohnung gibt es für alle ein Drachenjagd T-Shirt und für die Besten jeder Altersklasse eine kleine Überraschung.


Gesundheit im Mittelpunkt

Am vergangenen Wochenende haben sich viele Familien von Stella Bevergern und anderen Vereinen online getroffen, um sich gemeinsam dem Thema "Gesundheit und Fitness" zu widmen. Viele Vereine aus NRW haben sich hierfür vernetzt.

Insgesamt 140 Familien aus der Judoabteilung Stella Bevergern, den Nachbarvereinen sowie aus anderen Judovereinen aus NRW trafen sich am vergangenen Wochenende online in elf verschiedenen Workshops rund um das Thema „Gesundheit und Fitness“. Sportwart Marc Arends stellte zufrieden fest: „Über 600 Teilnehmer auf elf Workshops habe ich nicht erwartet. Das Wochenende war ein voller Erfolg für unsere Judoabteilung.“

Den Familien wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Ernährungsexperte Johannes Wenkers aus Rheine startete am Freitagnachmittag mit seinem Workshop „Die optimale Ernährung für den Muskelaufbau“.  Bei diesem Workshop stellte Wenkers heraus wie die optimale Ernährung aussehen sollte, wenn ein Sportler Muskelaufbautraining betreibt. Neben Informationen rund um den Muskelaufbau, wurde auch auf individuelle Fragen eingegangen.  

Besonders ins Schwitzen kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim nachfolgenden Workshop „Fitness-Party“. Übungsleiterin Jeannina Heider kombinierte Aprés-Ski-Hits mit einem Workout.

Auch die Kleinsten der Judoabteilung kamen beim Workshop-Wochenende nicht zu kurz. Sporthelferinnen Sophie Eifert und Malin Nieweler motivierten Vor- und Grundschulkinder in ihrem Workshop „BallKoRobics – Übungen mit dem Ball“ sich rhythmisch und koordinativ mit dem Ball zur Musik zu bewegen.

Schweißtreibend ging es auch im nächsten Workshop weiter. Beim „Tae Bo“ zeigte Judotrainerin Irina Arends ihren rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele verschiedene Fitnessübungen mit asiatischen Elementen sowie Aerobic-Schritten bei schneller Musik. Die darauffolgenden Vorträge „Prävention von Verletzungen im Judo“ sowie „Warum Zähne für Sportler so wichtig sind“ mit den ehemaligen Top-Judoka Unfallchirurg Christophe Lambert und Sportzahnärztin Sheena Lambert begeisterten das Teilnehmerfeld. 

Auch das Krafttraining sollte an diesem Tag nicht zu kurz kommen. Der Workshop „Ran an den Speck – das Fatburner-Workout“ mit Fabian Heeke brachte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr ins Schwitzen.

Am Sonntagmorgen startete Judotrainer Marc Arends mit seinem Workshop „Fitness-Dart“. Hier traten fünf Gruppen im Dart gegeneinander an. Die einzelnen Zahlen der Dartscheibe verrieten auch die Fitnessübungen. Der Teilnehmer Marco Goßen resümierte: „Eine gelungene Veranstaltung, wir nehmen auf jeden Fall wieder teil.“

Ein besonderes Angebot bot Moritz Belmann, Anti-Doping Beauftragter des Nordrhein-Westfälischen Judo-Verbands, mit seinem Workshop „Anti-Doping – was muss ich wissen?“. Hier hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit zu erfahren, was Doping überhaupt bedeutet. 

„Namasté“ – Mit dieser Begrüßung begann der Kinderworkshop „Kinderyoga“ mit den Judotrainerinnen Darleen Schley und Jasmin Gierschmann. Es wurden Übungen in kleinen Geschichten und Spielen eingebunden, sodass die Fantasie der Kinder angeregt wurde. Einen gelungenen Abschluss bot das „Live-Cooking“ mit Athletiktrainer Carlo Weßeling. Ausgewogen, frisch und lecker zeigte er rund 25 Familien wie er das Gericht der Asiapfanne zubereitet.

Am Ende des Wochenendes blickte das Trainerteam stolz auf die Workshopphase zurück. „Ich bedanke mich bei allen, die sich an den Workshops mit Ideen und Einsatz beteiligt haben. Es war aus meiner Sicht eine sehr erfolgreiche Aktion, wie auch die rege Teilnahme unserer Mitglieder gezeigt hat.“, stellte Abteilungsleiter Klaus Büchter abschließend heraus.

Vereine können gemeinsam noch mehr erreichen. Tragt euch in der DJB-Datenbank ein und vernetzt euch! mehr dazu hier. 

Seid Judo - Bleibt Judo!


Best Practice: PSV Herford bietet Fünfkampf an

Die Trainer und Übungsleiter des PSV Herford haben sich für ihre Schützlinge etwas Besonderes ausgedacht. Während des zweiten Lockdowns wurde kurzerhand ein Judo-Pentathlon durchgeführt - online selbstverständlich. Der Verein berichtet.

Leider zwang der erneute Lockdown uns dazu, das Judotraining wieder einzustellen. Dennoch haben wir Jugendtrainer uns etwas für unsere Judokas überlegt, damit sie einen Anreiz zur sportlichen Betätigung haben. Wir haben einen sogenannten Fünfkampf veranstaltet, in dem sich unsere Athleten in fünf Disziplinen beweisen durften.

Dieser Fünfkampf war in drei Altersgruppen unterteilt und konnte sowohl allein als auch mit Geschwisterkindern durchgeführt werden. Die Eltern waren dabei teilweise als Schiedsrichter tätig.

Es gab Aufgaben zur allgemeinen Fitness, judospezifische Aufgaben und eine kreative Aufgabe. Diese Dreiteilung der Bereiche ermöglichte Teilnehmern, ihre eventuellen leichten Schwächen in einer bestimmten Disziplin durch eine andere auszugleichen, da es nicht nur um Sportlichkeit allein oder ausschließlich um Kreativität ging. Drei Mal haben wir uns gemeinsam mit den Kindern über Zoom getroffen und die Leistungen der Kids geprüft. 

Wer es nicht zum Onlinetraining geschafft hat, durfte seine Leistungen selbst dokumentieren und anschließend einreichen. Beim Onlinetraining konnten man beobachten, dass die Kinder mit viel Eifer dabei waren. Im Laufe der Zeit animierten sie sogar ihre Freunde daszu, an unserem Training teilzunehmen. Die gemeinsame Bearbeitung der Aufgaben ermöglichte auch ein wenig das (vermisste) Wettkampfgefühl zu erleben, wobei sich die Sportler gegenseitig zu Höchstleistungen anspornten. 

Stolz auf ihre Leistung!

Die Ergebnisse konnten bis zum 8. Dezember eingereicht werden und der jeweils beste Versuch wurde dann gewertet. Nach der Auswertung haben wir allen Teilnehmern eine kleine Überraschung per Post zukommen lassen. Dieses Paket beinhaltete eine Urkunde mit einer Medaille (sofern die Platzierung 1 bis 3 erreicht wurde), sowie ein Judokuscheltier, einen Vereinssticker und ein Judoheft, ein kleines Duschgel, eine Seifenblasenstange und einen handgeschriebenen Weihnachtsgruß. Selbstverständlich durfte auch etwas Weihnachtsschokolade nicht fehlen.

Von den Kindern und auch von den Eltern erhielten wir ausschließlich positives Feedback und allesamt freuten sich über ihre erreichten Platzierungen und Geschenke. Im Rahmen unserer Online-Weihnachtsfeier wurden die Sieger nochmal offiziell geehrt. Somit konnte das etwas komplizierte Corona-Jahr mit einem positiven Gefühl abgeschlossen werden. Wir sind Judo und bleiben es auch!

Euer Verein will auch einen Pentathlon durchführen?! Dann schaut doch mal auf der DJB-Website im „Corona-Bereich“ vorbei. Hier gibt es Tipps und sogar ein Konzeptpapier für euren eigenen Judo-Pentathlon@home.

Oder ihr lasst euch von den Inhalten des PSV Herford inspirieren. Die Aufgaben im Überblick: 

U8 (2015, 2014, 2013)

  • Känguruspringen: Springt so weit ihr könnt aus dem Stand.
  • Froschhüpfen: Macht so viele Froschhüpfer, wie möglich in 30 Sekunden.
  • Flamingo: Steht so lange, wie möglich auf einem Bein.
  • Judowurf: Macht euren Lieblingswurf
  • Judobild: Malt ein Judobild

U11 (2012, 2011, 2010)

  • Känguruspringen: Springt so weit ihr könnt aus dem Stand
  • Hampelmann: Macht so viele Hampelmänner, wie möglich in 30 Sekunden
  • Judowurf nach vorne: Werft euren Lieblingswurf nach vorne
  • Judowurf nach hinten: Werft euren Lieblingswurf nach hinten
  • Judowerte auf dem Papier: Sucht euch einen Judowert aus und malt ein Bild dazu

U14 (2009, 2008, 2007)

  • Reißkniebeugen: Macht so viele Reißkniebeugen mit dem Gürtel über dem Kopf wie möglich in 30 Sekunden
  • Unterarmstütz: Haltet den Unterarmstütz so lange ihr könnt
  • Uchi-Komis: Macht saubere Uchi Komis in alle 4 Richtungen
  • Haltekreisel: Macht den Haltekreisel
  • Judowerte: Beschreibt zwei Judowerte anhand eines Beispiels aus dem Training

HSV Stöckte stets kreativ - Rückblick auf das Corona-Jahr 2020

Seit Beginn der Corona-Pandemie setzt der HSV Stöckte in regelmäßigen Abständen neue Projekte um und bietet seinen Mitgliedern auch in schweren Zeiten Abwechslung und sportlichen Spaß. Der Verein berichtet und bietet einen interessanten Rückblick auf das Corona-Jahr 2020. 

Zu Ostern, dem Beginn der ersten Zwangspause, gab es Zaunbesuche bei einigen Judoka inklusive kurzem Fitnesstraining auf Distanz. Osterhasen und Briefe landeten bei allen im „Osternest“. Ein Dankeschön für unsere treuen Mitglieder.

Alternative Trainingsmethoden im Freien mit Special

Es folgten in den kommenden Wochen Athletiktraining-Sessions im Livestream, später auf dem Sportplatz im Freien. Im unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Regeln. Jede Stunde Training im Freien und unter der prallen Sonne endete mit einem anschließenden Special. So wurden der Ippon- und der Shido-Eisbecher kreiert, Sportler-Cocktails genossen oder eine Wasserschlacht auf Distanz erlebt, um die vergangenen Wochen zu verdrängen und vom anstrengenden Alternativprogramm in praller Sonne abzulenken.

Mit Judotraining, Sport und Spaß durch die Sommerferien (Ferien vor Ort)

In den Sommerferien wurden den Judoka jede Menge Aktivitäten in kleinen Gruppen im Freien geboten. Viel brauchte es nicht für Flugspaß und kühles Nass – eine Brücke, ein quer gespanntes Drahtseil und ein Rollhacken, schon konnte es losgehen. Ob alleine oder zu zweit am Seil hängend, in einem Klettergurt oder doch komplett freihängend hangelnd, das blieb jedem selbstüberlassen. Hauptsache, man kam trocken am anderen Ende an…oder ließ sich in der Mitte des Flusses ins Wasser fallen. In zwei aufeinander folgenden Gruppen zu je 10 Personen entsprach diese spaßige Aktion allen zu dem Zeitpunkt gültigen Vorgaben und machte viele Kinder glücklich.

Für ein Gleichgewichtstraining der besonderen Art fuhren die Eltern die Kinder zu einem See. Dort befanden wir uns im Freien, auf Abstand und waren doch zusammen. Den Judoanzug kurzfristig für den Neoprenanzug liegen gelassen, ging es für uns auf ein wackeliges Brett statt auf die Tatami. Das Gleichgewicht, welches gerade für viele einbeinige Würfe gut zu schulen ist, wurde einfach mal in einem anderen Element trainiert. Mut und Respekt vor dem Wetter fehlten hier nicht.

Da immer nur kleine Gruppen erlaubt waren, gab es weitere Angebote, um den Kindern ein wenig Normalität zurückzugeben. Zwei Wochen vor den Osterferien wurde das Training ausgesetzt und bis zum Beginn der Sommerferien änderte sich nichts daran, dass Judo mit einem echten Partner nicht gestattet war. Es ging mit einer kleinen Gruppe (8 Judoka incl. Trainer) nach Fehmarn. Dort angekommen probierte man sich im Wellenreiten und badete im Meer, bevor es zum Adventure Golf weiterging. Im Sonnenuntergang aß die Gruppe im Sand Pizza ehe sie, in zweierlei Hinsicht gestärkt, die Heimfahrt antrat.

Nachdem die Kinder schon zwei Wochen zu Hause waren, wagten wir uns ab Mitte der Sommerferien ein erstes Training ohne Abstand mit einem festen Partnern je Trainingswoche auf einer farblich markierten Fläche. Im Anschluss gab es an unterschiedlichen Trainingstagen noch ein vielfältiges, zusätzliches Angebot: Origami-Falten und Chaos-Spiel in der Dämmerung, Erlebnispädagogik mit der Pedalo-Teambox und bei Sommerwetter Balancierübungen, Abwerfspiele und Gleichgewichtskämpfe mit der Schwimmnudel auf einem Balken über zwei Planschbecken.

Training mit Fiebermessen und Co

Nach den Sommerferien folgten ca. sechs Wochen Training mit Fiebermessen, festem Partnern und auf einer fest zugewiesenen Mattenfläche, eben der neuen Normalität bis zum Beginn der Herbstferien entsprechend. Bei den Kleineren, wo farbliche Markierungen keine Barrikaden darstellten, wurden einzelne Matten-Inseln gelegt.

Statt im Sommer mit ca.35 Kindern und 10 Betreuern ins legendäre Zeltlager aufzubrechen, konnte kurzfristig eine Gruppe von 9 Kindern und 3 Betreuern eine Ausfahrt unter Einhaltung sämtlicher Vorschriften realisieren.

Fieber messen am Morgen, Desinfektionsmittel in allen Aggregatzuständen überall bereithalten, Handys unterwegs nicht anfassen, Handys täglich den Trainern zur Desinfektion geben, u.v.m. 

Die Gruppe hat während der vier Tage die Judowerte in allen Facetten nicht nur gelebt, sondern auch erlebt. Disc-Golf spielen mit unterschiedlichen Scheiben, Strandsegeln, Besuch der Phänomenta mit Wachestehen, damit kein Fremder der Gruppe zu nahekommt, Hotdog essen bei der bekanntesten Hotdog-Bude der Welt, Escape-Room, Drachen basteln und steigen lassen und vieles mehr standen auf dem Programm. 

Die zweite Zwangspause

An Halloween, zwei Tage vor der zweiten Zwangspause, gingen die beiden Abteilungsleiterinnen mit dem Vereinsbus auf Tour und verteilten Halloween-Muffins, Süßigkeiten, Trainingstipps für zu Hause und lieferten an ein paar glückliche Kinder Dummys für das Home-Training aus. 

Das Training lief an drei Tagen die Woche für 5 Gruppen zusammengefasst im Livestream. Besonders ist, dass eine neue Anfängergruppe nur ein einziges Mal zuvor in der Halle trainiert hat, nun im Livestream die ersten Grundlagen erlernt und stetigen Zuwachs hat. Zudem wurden Lehrvideos mit dem Dummy für diverse Techniken sowie eine Bastelanleitung für einen eigenen Dummy online bereitgestellt.

Dezember-Specials

Als Belohnung für die rege Teilnahme am Live-Training wurde der bei den Stöckter Trainerinnen beliebte Trainer, Jens Keidel, für jeweils eine Einheit für die Anfänger und Fortgeschrittenen gewonnen. Die Kinder und mitmachenden Eltern waren begeistert! 

Es wurde online ein Vortrag über Japan, Live-Cooking, gemeinsames Weihnachtsbasteln vor der Kamera, Speck-Weg-Workout nach dem Fest sowie ein Workshop live aus Japan organisiert und angeboten.

Außerdem gab es einen interaktiven Adventskalender. Hinter jedem Türchen versteckt sich ein Workout, zusätzlich ein Link zu einem Video, welches an vergangene Aktivitäten erinnert, oder zu einem Keksrezept oder einer Origamianleitung. Und das Beste zum Schluss: Mit einem Feedback für das Judojahr 2020, Wünsche für die Zukunft oder eine Aussage über sein bestes Judoerlebnis konnte man sich für den Gewinn eines Preises, der sich hinter den 24 Türchen versteckt, bewerben und täglich gespannt nachschauen, ob sein Name darinsteht.

Im neuen Jahr werden sicherlich weitere kreative Angebote folgen.


Advents-Challenge im Zeichen von Corona

Auch für die Adventszeit hatten sich die Verantwortlichen der Judo-Abteilung des TSV Tauberbischofsheim wieder etwas einfallen lassen, um vor allem die Bambinis, Kinder und Jugendliche bei Laune zu halten. Allgemein ist bekannt, dass besonders beim Nachwuchs gewisse Rituale im und um das Judotraining  sehr schnell in Vergessenheit geraten. Darum hatte man da angesetzt, um dieses wieder zu verinnerlichen.

Jeweils an den vier Adventswochenenden wurden wieder per Video die einzelnen Aufgaben und Übungen an die Mitglieder mitgeteilt. Die erste Herausforderung war das traditionelle An- und Abgrüßen, natürlich auf Japanisch sowie das Gürtelbinden. Danach stand im Mittelpunkt die Festigung der Fallübungen rückwärts und seitwärts. Weiterhin wurden die ersten zwei erlernten Haltegrifftechniken vertieft.

Im dritten Teil wurde es  schon schwieriger, denn hier mussten die Teilnehmer auf einem Bein stehen und dabei einen Schuh aufheben mit getrecktem Bein nach hinten. Das war die Vorübung für die Wurftechnik dem Uchi-Mata, ein Innenschenkelwurf. Zum Abschluss sollte ein jeder seine Lieblingswurftechnik aus der Bewegung demonstrieren.

Für alle Übungen mit Partner mussten teilweise die Geschwister herhalten oder größere Kuscheltiere. Natürlich waren auch bei dieser Aktion die Eltern abermals mit einbezogen als ehrliche Schiedsrichter und Aufnahmeleiter der Videos.

Wie schon bei der Judo-Corona-Challenge im Sommer, hatten die Teilnehmer immer jeweils eine Woche Zeit, um Ergebnisse zu melden und das geforderte Video mitzusenden.
 


Maskengestaltung bei Stella Bevergern

Wenn schon Maske, dann wenigstens schön gestaltet. Vor diesem Hintergrund hat der Judoverein Stella Bevergern eine kreative Aktion gestartet.

Ganz nach dem Motto: „Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!“ von Astrid Lindgren haben sich die Judoka von Stella Bevergern in den letzten Wochen u.a. mit der Gestaltung einer eigenen Maske beschäftigt. 

Die Judoabteilung des Vereins nähte die Masken per Hand und die Kinder konnten sich anschließend in der Gestaltung austoben. Insgesamt wurden 25 Masken kreativ bemalt. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Vielen Dank für die Einsendung dieser tolle und kreativen Masken! 

Was hat euer Verein während des Corona-Lockdowns für Aktionen umgesetzt? Lasst es uns wissen und schickt und einen Bericht und Fotos an lhermanns(at)judobund.de. Wir veröffentlichen euer „Best practice“ dann auf der DJB-Website.


Plätzchen backen in Griesheim


Best Practice: Inklusives Online Training mal anders!

Alwin Brenner, Urgestein im deutschen Judosport und Inklusions-Förderer der ersten Stunde, bietet seinen Judo-Schützlingen auf seinem YouTube-Kanal neuerdings Online-Bewegungsturniere an.

Menschen mit Beeinträchtigungen sind derzeit besonders betroffen von den Corona-Auflagen der Bundes- und Landesregierungen. 

Normalerweise helfen den ID-Judoka klare Strukturen, den Alltag zu bewältigen. Einmal in der Woche dabei trainieren zu können, raus aus den oft engen Verhältnissen, hinein in ein Sporthalle, Freunde treffen, gemeinsam Spaß zu haben und auf ein Ziel hin trainieren zu können, ist etwas Besonderes und enorm wichtig. Die vorgegebenen Einschränkungen sind daher nicht für alle gleich verständlich.

Etwas Schwung in die angespannte Situation kann hier das Mitmachangebot vom BJV-Referenten, Alwin Brenner, mit dem 2. Online Turnier bringen.

Jeder der Lust hat kann hier mitmachen:

YouTube als Online-Trainingsplattform nutzen

Weitere Online-Training-Angebote findet ihr auf dem YouTube-Kanal von Alwin Brenner. 

Viel Spaß wünscht Euch dabei das ID-Judo Team


Judo Corona-Challenge durchgeführt

Großer Zusammenhalt in schwierigen Zeiten. Der TSV Tauberbischofsheim geht kreative Wege.

Die Judo-Abteilung des TSV Tauberbischofsheim konnte bislang kein reguläres Training durchführen aufgrund Belegung der Trainingsstätte durch die Schule. Deshalb musste sich die Abteilungsleitung etwas Neues einfallen lassen. Mit dem Ergebnis, eine Judo-Corona-Challenge für die Judo-Bambinis, Jugendliche und Erwachsene durchzuführen-

In den vergangenen sechs Wochen wurden jeweils freitags getrennt nach Alter durch die Animateure Andreas Kraft und Torsten Zettelmeier ein Video gedreht, welches per WhatsApp an alle Judoka bzw. deren Eltern gesendet wurde. Damit jeder Teilnehmer ein gutes Ergebnis erreichen konnte, hatte dieser eine Woche Zeit zum Üben, um dann an den Koordinator Joachim Fels ihre Bestzeiten und Fallzahlen durchzugeben. Es waren schon einige Übungen dabei, die doch ein gewisses Training erforderten wie Seilsprung mit dem Judogürtel, Fußfeger mit einem Besenstil, Strecksprung aus der Hocke, Bergsteiger und noch so einiges mehr. 

Wiederum gut angenommen wurde diese außergewöhnliche Aktion im Zeichen der Corona-Pandemie, nachdem man schon das DJB-Schülersportabzeichen und Jugendsportabzeichen absolviert hatte.  Und auch diesmal waren die Eltern abermals mit einbezogen, denn sie fungierten als ehrliche Schiedsrichter. 
Seitens der Verantwortlichen war man sehr glücklich darüber, dass trotz schwieriger Zeit ein Zusammenhalt zu erkennen ist. Wichtig an der Aktion war, dass die Mitglieder am Ball bleiben und sich ein wenig judospezifisch bewegten. 

Bilder zeigen die Gewinner der 1.  TSV Judo-Corona-Challenge mit Koordinator Joachim Fels
 


Dattelner Judo-Club trotz der Krise

Wie vielen anderen Sportvereinen macht der Lockdown auch dem Dattelner Judoclub zu schaffen. Doch die Kanalstädter haben sich in dieser schwierigen Zeit etwas ganz Besonderes ausgedacht, um die Mitglieder sportlich fit zu halten - ein eigenes Online-Training!

Dabei denken sich die Übungsleiter und Übungsleiterinnen stets neue Dinge aus, um die Judoka im Verein bei Laune zu halten. Jeden Montag erscheint auf der Instagram-Seite des Vereins (@dattelnerjudoclub) ein neuer Beitrag. 

"Als Verein kämpft man in dieser Zeit natürlich ums Überleben. Unser Angebot soll unsere Mitglieder dazu animieren, sich auch in dieser Zeit mit dem Judosport verbunden zu fühlen", erklärt Dominik Steinmann, stellvertretender Pressesprecher und Übungsleiter im Verein. 

Die Trainer geben judospezifische Basteltipps, schlagen Workouts vor und fordern die anderen Judoka zu verschiedenen "Challenges", also Herausforderungen auf. "Das Ziel ist es, möglichst die ganze Familie mit einzubeziehen. 

Die Kinder sollen ruhig auch ihre Eltern herausfordern", so Steinmann. Auch einige der bekanntesten Judoka werden Woche für Woche auf dem Instagram-Profil des Vereins vorgestellt. Einige junge Mitglieder fertigen einen Steckbrief an und nominieren dann weitere Vereinskameraden, die in der nächsten Woche den nächsten Kämpfer vorstellen sollen.

Super Aktion! Schaut doch mal auf den Social Media-Kanälen des Vereins vorbei: Facebook & Instagram


Premiere für digitales Wettkampfformat

Im KFV Harburg-Land sucht man neue Wege, um sich trotz Pandemie zu messen. Mit der Ausrichtung der 1. virtuellen Kreismeisterschaft liefert der Fachverband ein tolles Beispiel, das zeigt, dass es trotz Corona möglich ist, Judoangebote für die Mitglieder zu organisieren.

Schon im Sommer war klar, dass die Kreismeisterschaft in bekannter Art nicht durchgeführt werden kann. Es sollte daher eine Alternative geben, bei denen vereinsinterne Teams mit bis zu sechs Kindern den Kreismannschaftsmeister ermitteln und hierzu in einer der größten Hallen im Landkreis auf Distanz in Teamaufgaben zeitgleich gegeneinander antreten. Drei Tage nach dem Regierungsbeschluss, der auch diese Alternative nicht mehr zuließ, wurde zur 1. virtuellen Kreismeisterschaft aufgerufen.

Für das Einsenden eines Videos verblieben allen interessierten Judoka des Kreisfachverbandes im Alter bis einschließlich 20 Jahren genau 14 Tage. Wie bei einer Kata-Meisterschaft ging es bei diesem virtuellen Wettkampf darum, die Judoetikette und Judotechniken möglichst genau darzustellen, um von der Jury möglichst überall die Höchstpunktzahl zu erhalten. Nach einem einheitlichen Schema wurden so alle Judoka bewertet und die Kreismeister 2020 ermittelt. Je nach Altersklasse und Graduierung standen unterschiedliche Techniken sowie das traditionelle An- und Abgrüßen, Gürtelbinden und auf Japanisch zählen auf dem Programm.

Beim Gürtelbinden führen viele Wege zum Ziel – man könnte meinen, die Jury hat 40 Varianten gesehen, von denen 80 Prozent  zum richtigen Ergebnis führten, auch wenn sie alle unterschiedlich waren. Beim traditionellen Ritual der Verneigung im Stehen und im Knien gibt es hingehen keine zwei Meinungen. Hier blieben etliche Punkte auf der Strecke. Bei den Jüngsten waren die zu demonstrierenden Wurftechniken frei wählbar, es gab viele verschiedene tolle Techniken zu sehen. Als Trainingspartner dienten Dummys, liebevoll gebaut aus Kopfkissen, Kuscheltieren, Schwimmnudeln und allem was man so findet, um aus seinem oder einem zweiten Judoanzug einen Trainingspartner für zu Hause zu bauen.

Die Urkunden gingen schon zwei Stunden nach Einsendeschluss an alle per Mail raus, da viele schon 1-2 Tage vorher ihre Videos eingesendet hatten. Getreu dem diesjährigen Motto der IJF „ Stronger Together“ bekamen alle Teilnehmer in der Folgewoche eine Maske aus dem DJB-Sortiment postalisch zugestellt, um sich gemeinsam weiter gegen das Virus stark zu machen und für den Judosport Flagge zu zeigen. Für die Sieger der jeweiligen Altersklassen lag zudem eine Medaille anbei.

In der Altersklasse unter 11 Jahren gewann eindrucksvoll Victoria Isabell da Silva Sehm (7 Jahre) mit 56 von 60 Punkten. Sie verwies ihren Zwillingsbruder John auf Platz 2 (55 Punkte). Gordon Heidbrook (12 Jahre) sicherte sich den Titel in der u13. In der u15 siegte Mattes Becker (14 Jahre). Der Sieg in der u21 ging an Julian Waschatz (15 Jahre).

Überrascht zeigte sich der Kreisvorstand über die hohe Akzeptanz dieses spontan eröffneten alternativen Wettkampfs mit 41 Meldungen aus vier Vereinen und 40 fristgerecht eingereichten Videos. Dies ist eine Zahl, mit der man vorher nicht unbedingt gerechnet hat.


Judowerte filmisch umgesetzt

Das junge Trainerteam des Judo Team Stöckte war zum Ende der Sommerferien für zwei Tage Team Building und zur Planung des 2.Halbjahrs auf Sylt und hatte dabei jede Menge Spaß.

Eine Aufgabe von vielen war gemeinsam für die Kinder und Jugendlichen ein Video zu den Judowerten zu drehen. Jeder konnte seine Ideen mit einbringen.

Herausgekommen ist ein witziges und aussagekräftiges Video.


Judo-Lichtblick mit Hörgenuss

Eine Interpretation von Beethovens "Ode an die Freude" mit Judo kombiniert. In Zeiten des Lockdowns kann dieses Video vielleicht ein Lächeln zaubern und uns mit Vorfreude auf das hoffentlich bald wieder startenden Training erfüllen. 

Kreativität war schon das ganze Jahr über gefragt...

Mit besten Empfehlungen des Polizei-SV Königsbrunn GER Abteilung Judo


Lockdown-Training mit BJV, NJV & HJV

Die Landesverbände aus Bayern, Niedersachsen und Hamburg haben zusammen eine Trainings-Plattform erstellt, die allen Judo-Vereinen in Deutschland zur Verfügung gestellt wird. 
In den kommenden vier Wochen heißt es leider wieder „Bye, bye Dojo, hello Home-Training“! Nun müssen Verbände, Vereine und Judoka das Beste aus dieser Situation machen und sich zu Hause fit halten. 

Hamburg, Niedersachsen und Bayern werden auf einer Trainings-Plattform  in den kommenden vier Wochen spannenden Übungen online stellen und zur freien Verfügung stellen. So könnt ihr euren Sportlern ohne großen Aufwand Sportübungen anbieten und die Trainings auch mit eigenen Inhalten erweitern. 

Entstanden ist diese Idee bereits im Frühjahr zwischen Florian Hahn, Janne Ahrenhold und Florian Ellmann und wurde auch schon vereinzelt genutzt. Nun soll die Plattform in den drei Landesverbänden flächendeckend zum Einsatz kommen. Und ihr könnt davon profitieren!

Und so einfach ist es:

1. iFrame Code des Trainings-Padlets auf eurer Website einbinden:

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2. Über Kommunikationskanäle auf das Trainings-Angebot bzw. euren Website-Inhalt aufmerksam machen

3. Wöchentlich die neuen Übungen abwarten und mitmachen

Wie schon erwähnt, können zudem weitere Trainings auch von Gästen ergänzt werden, die in einem Reviewprozess gesichtet und genehmigt werden! 

Solltet ihr den Code nicht einbinden können, besteht die Möglichkeit auf die Websites der Landesverbände zu verweisen. Auch der DJB hat die Plattform in seinem Judo@home-Bereich integriert.

Super Aktion der Landesverbände aus Bayern, Niedersachsen und Hamburg!

Auf https://djb.dokume.net/ findet ihr auch schon jetzt eine Vielzahl von Trainingsmöglichkeiten mit unseren Kader-Athleten.

Stronger together als Motto für den Judosport.

Seid Judo – Bleibt Judo!


Vereinskaffee bei Sonnenschein

Wie können wir in Zeiten von social distancing unsere Ansprechpartner erreichen, eine Diskussion und Fagestellungen in größeren Gruppen platzieren?

Diese Frage stelle sich auch Doris Auer und kam mit weiteren Ideengebern auf die Möglichkeit eines Vereinskaffee. „Mach mit!“, so Doris beim letzten persönliche Gespräch während eine Ehrung unter coronabedingten Einschränkungen.

Entspannter Kaffeeplausch

So kam ich persönlich Angesprochen, zum 1. Vereinskaffee am Sonntag den 25.10.2020. Das Webex-Meeting war schnell eingerichtet und nach der Einwahl unter der treffenden Bezeichnung - Cappuccino - konnte unter der Leitung des BJV-Geschäftsführer Florian Ellmann der entspannte Kaffeeplausch beginnen. Hier wurden Fragen platziert, Antworten gegeben und Wünsche und Anregungen festgehalten. 

„Wie können wir es schaffen alle Vereine mit unseren Informationen zu erreichen - flächendeckend - einheitlich?“, „Wie sieht es mit der Planung von der anstehenden Liga auf Landesebene aus?“, Wisst ihr schon was über die Alters- und Gewichtseinteilung im Kinder und Jugendbereich?“, „Hilfe - brauche Architekten für eine Kosteneinschätzung für eine Umbaumaßnahme eines neues Dojo?“. Schon interessant was da alles so in den digitalen Raum eingebracht wurde.

Austausch möglich

Der Austausch war das Ziel des digitalen Treffens. „Wisst Ihr, dass die Special Olympics Landesspielen 2021 in Regensburg von 6.-10. Juli 2021, mit ID-Judo Beteiligung, stattfinden?“, so der Integrationsbeauftragter Judo München 1a. Nun wissen es die 17 beteiligten Aktiven, so wie vieles mehr aus dieser einstündigen Veranstaltung, die rundum als gelungen wahrgenommen wurde. 
Besonders so scheint es derzeit wichtig zu sein die Kontakte nach außen zu pflegen, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und dadurch das zu forcieren was den Menschen besonders ausmacht. Zu kommunizieren!

Text: Peter Franz


Der Polizeisportverein Königsbrunn ist weiter aktiv. Was bewegt ältere Sportler mit Judo anzufangen – und in der Corona-Krise weiterzumachen - carpe Judo?

Jeder Mensch altert auf ganz natürliche Weise, was aber nicht heißt, dass er auf Sport und Spaß verzichten muss. Wer rastet der rostet – heute so wichtig wie damals. Im Polizeisportverein Königsbrunn unter der Leitung von Diplomtrainer Johannes Daxbacher hat eine große Erwachsenengruppe den Kampfsport Judo als den geeigneten Sport gefunden, um sich körperlich und geistig fit zu halten, sogar während der erschwerten Bedingungen der Coronazeit.

Aber was ist das, was Judo so faszinierend macht? Ist es populäres fernöstliches Flair?

Die Antwort darauf und den vollständigen Bericht finden Sie im Zeitungsartikel: https://www.stadtzeitung.de/region/koenigsbrunn/sport/bewegt-aeltere-sportler-judo-anzufangen-corona-krise-weiterzumachen-carpe-judo-id213984.html

Text: Claudia Kirchberger

Bild: Marc Schwalbet


Erfolgreicher Doppellehrgang in der Oberpfalz

Nachdem die Regelungen zur 6. Infektionsschutzmassnahme Judo in Bayern erlaubten konnte die Jugendleitung mit dem Ausrichter, dem TSV Wörth a.d. Donau, die Planung und Ausschreibung des kombinierten Trainerweiterbildung- und Förderlehrganges aufnehmen.

Fünf Nächte mit dem Ringen um die Formulierung und Durchführung des Hygienekonzeptes, dem Warten auf Freigabe oder Ablehnung durch die zuständigen Behörden ließen dann Doppellehrgang am 4. Oktober zu. Bei strahlendem Kaiserwetter trafen dann die Teilnehmer ab 9:00 Uhr in der Früh ein um sich durch Anwesenheitslisten, Hygiene und Desinfektionsutensilien zu den ausgeschilderten Sammelplätzen zu begeben.

Nichts ist besser als Jungtrainer und Trainerassistenten von den Spitzentrainern der Oberpfalz an willigen Lehrgangsteilnehmern auszubilden. Damit kommt man den Judowerten deutlich nach und schließt die Lücke „alten“ Trainern und dem hoffnungsvollen Trainernachwuchs mit Respekt und Wertschätzung. Der Nutzen für alle drei Gruppen ist offensichtlich, nämlich kleine Gruppen gerade in Corona Zeiten, und dadurch intensives lernen und lehren für Alle.

Der auf 50 Teilnehmer*innen festgelegte Kreis schrumpfte schlussendlich- 50 Meldungen lagen vor- und da sich wirklich alle an die im Vorfeld ausgegebenen Regeln hielten, auf 3 Bezirkstrainer, 8 Trainerlehrlinge und 30 Förderjugendliche zusammen.

Ziel der Veranstaltung war nach der langen Abstinenz den KaderU15 sowie den Kadernachwuchs auf Herz und Nieren nach den Kaderkriterien der Oberpfalz zu testen. Für die Nachwuchstrainer hieß es diese Kriterien und Methoden zu verinnerlichen und in die Heimatvereine zu transferieren.

Nach zweimal zwei Stunden Intensivtraining, unterbrochen von 2 Stunden lüften und mattenputzen, ging es mit vielen neuen Eindrücken und dem Arbeitsheft „mein Weg zum erfolgreichen Judo“ wieder nach Hause.

Dank an die Verantwortlichen und das Team der Judoabteilung des TSV Wörth an der Donau sowie den Bezirkstrainern Manfred Schmidt, Stefan Bolleininger und Thomas Kraus für ihren Einsatz bei der Vor- und Nachbereitung sowie der Durchführung des Lehrganges.

 

Text und Bilder: Reiner Brinkmann (Jugendleiter Judo (M) Oberpfalz)


DJB-Team-Cup Bayer Leverkusen vs. TSC Münster-Gievenbeck

Nachdem der DJB den für Ende 2020 geplanten Jugendpokal U15 und U18, die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft dieser Altersklassen, absagte, versuchte er durch den DJB Team Cup der U15 und U18 eine alternative Maßnahme - in Corona Zeiten - zu organisieren. Dabei können sich die Vereinstrainer untereinander zu Mannschaftskämpfen ihrer Athleten verabreden, deren Ergebnisse dann auf der Homepage des DJB veröffentlicht werden.

Die TSC Judoka waren hierbei Vorreiter: in Anlehnung an diesen Cup, der vom 01.10.-15.12.2020 läuft, trafen sie am Samstag auf die U15 und U18 Kämpfer des TSV Bayer 04 Leverkusen ! Die beiden verantwortlichen Trainer, Michael Weyres für Leverkusen und Martin Gräfe für Gievenbeck, hatten sich dafür auf Kämpfe in der U15 -40kg, -43kg, -50kg, -55kg, -66kg und +66kg und der U18 -50kg, -55kg, -60kg, -66kg, -73kg, -81kg und +81kg geeinigt. Nach dem ersten Durchgang der U15 und der U18 folgte sodann eine Rückrunde, wodurch möglichst viele Kämpfe unter Turnierbedingungen stattfinden konnten.

Die TSC Judoka konnten in ihren Kämpfen nach der langen Corona-Pause wertvolle Kampferfahrungen sammeln und damit langsam den Wiedereinstieg in den Turniersport schaffen.

 


Judo sein, Judo bleiben, Judo zeigen

Judo sein und vor allem Judo zeigen hieß es für die Judoka Sachsen-Anhalts am Wochenende der 30. Wiedervereinigung Deutschlands.

Am 03. und 04. Oktober fand der 3. Landesmannschaftscup, unter veranstaltender Hand der Domfalken Naumburg, des JC Halle und des PSV Anhalt Zerbst, ausgerichtet vom PSV Merseburg statt.

Der vollständige Bericht ist hier zu finden: http://www.jvst.de/de/artikel/2020/2020_MC.html


Mit "Abstand" ein großartiges Turnier

Immer mehr Vereine trotzen der Corona-Krise und führen unter strengen Hygienevorschriften Training und sogar Wettkämpfe durch. Die Sportlöwen Leipzig sind ein weiteres gutes Beispiel für eine gelungene Veranstaltung in Zeiten von Corona.

Am 04.10.2020 fand im Leipziger Stadtteil Lindenau eine Premiere statt: Die Leipziger Sportlöwen, der größte Judoverein in Mitteldeutschland, haben ein Corona-Hygieneregel-konformes Vereinsturnier organisiert, um den Sportler*innen der U9 und U11 die Chance für eine erste Wettkampferfahrung zu bieten. Denn seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie gab es keine Wettkämpfe mehr.

Zusammen mit den Judoka des SC DHfK (8 Sportler) standen ganze 80 Sportler auf der Tatami. Um trotzdem einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten und das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, wurden die Sportler schon in der vergangenen Trainingswoche gewogen und im Voraus in 20 gewichts- und altersspezifische Gruppen eingeteilt. Der Wettkampf wurde gestaffelt in vier Durchgängen durchgeführt, sodass sich maximal 25 Athleten gleichzeitig in der Sporthalle aufhielten. Somit wurden die Hygiene-Auflagen erfüllt.

Währenddessen gab es für die Eltern die Möglichkeit, das Geschehen vor der Halle auf zwei Bildschirmen oder auf mobilen Geräten im Livestream zu verfolgen. Die Versorgung mit Kaffee- & Teespezialitäten hat der freundliche Barista von Green Temper Coffee übernommen, der mit einem sehenswerten Oldtimer vor Ort war. 

Für den hauptamtlichen Trainer Sebastian Hampel war gehörten diese beiden Punkte zum Erfolgsrezepte an diesem Wochenende. 

„Dank des Live Streams konnte jeder die Kämpfe verfolgen, auch die Oma aus Thüringen. Das mobile Kaffeecatering mit einem professionell Barista ist bei uns schon obligatorisch und dieser Service wird von den Eltern und auch den Helfern sehr geschätzt."

Die Siegerehrung fand dann bei strahlendem Sonnenschein vor der Halle, auf dem Mehrzweckfeld statt. Neben Urkunden und Medaillen gab es für alle Sieger auch eine T-Shirt aus der Vereinskollektion.

Präsident Tino Rose war dementsprechend glücklich über die Wettkampfpremiere: „Der gestaffelte Wettkampfmodus ist fantastisch. Nach genau 90 Minuten ist ein Durchgang vorbei – das ist entspannt für die Kinder, die Eltern und auch die Helfer. Auch unser Hygienekonzept lässt sich so recht leicht umsetzen. 

Besonders stolz bin ich über die starke Beteiligung. Aus unseren 3 Trainingsgruppen (U9 + U11) waren heute über 70 Kinder dabei. Ich denke für die Kinder und auch die Eltern war das heute ein großartiges Turnier.“


Landesmannschaftscup im Livestream

Trotz der aktuellen Corona-Situation kämpfen am Wochenende des 3. und 4. Oktober einige Mannschaften in Sachsen-Anhalt ihr bestes Team aus. Zum dritten Mal in Folge findet der in Eigenregie der Vereine organisierte "Landesmannschaftscup" statt. Der zweite Wettkampftag ist live im WDR-Livestream zu sehen!

In den letzten zwei Jahren hatten sich jeweils zehn Teams aus Sachsen-Anhalt zusammengefunden und um den Titel gekämpft. Durch die aktuelle Situation, die vielen Vereinen erst seit wenigen Wochen ein Training erlaubt, ist die Beteiligung dieses Jahr geringer. Doch immerhin konnten fünf Teams bzw. Kampfgemeinschaften bei den Männern und drei Teams bei den Frauen auf die Beine gestellt werden.

Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen wird zweimal Jeder-gegen-Jeden gekämpft und so das Landessieger-Team ermittelt. Am Samstag kämpfen die Frauen in der Merseburger Rischmühlenhalle ihre Sieger komplett aus, die Kämpfe der Männer verteilen sich auf beide Tage.

Am zweiten Wettkampftag werden alle Kämpfe live durch den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) auf deren Website gestreamt. Als Kommentatorin wird die ehemalige Top-Athletin und Olympiateilnehmerin Annett Böhm vor Ort sein. Hier geht`s zum Livestream...

Das Highlight bildet am Sonntag zum Abschluss ein Freundschafts-Mix-Team-Wettkampf zwischen einem "All-Star-Team" der teilnehmenden Mannschaften und einer Mannschaft aus Mitgliedern aller Bundesliga-Teams des JC Leipzig.


Kata-Seminare jetzt online

Mittwoch ist Kata-Tag! In den nächsten Wochen werden jeweils mittwochs ab 19:30 Uhr verschiedene Kata-Seminare angeboten. Ihr werdet online von Top-Referenten geschult und weitergebildet. Los geht es schon nächste Woche mit der Nage no kata. Jetzt anmelden und dabei sein!

In der aktuellen Corona-Pandemie müssen neue Wege bestritten werden und Online-Seminare sind ein Teil davon. Aus den neuen Herausforderungen ergeben sich aber auch Chancen. Mit den Seminaren kann jeder interessierte Judoka ohne lange Anfahrt oder anderen organisatorischen Aufwand dabei sein. Anmelden und teilnehmen – so einfach ist es!

Hier eine detaillierte Anleitung zur Anmeldung in Zoom…

Die Kata Online-Seminare richten sich an alle Judoka, egal ob jung oder alt, Kata-erfahren oder Neueinsteiger. Wir möchten eine Vielzahl an Judoka erreichen von Nord nach Süd, von Ost nach West. Unter fachkundiger Anleitung der DJB Kata-Kommission und erfahrener Athleten werden wir eine kurze theoretische Einführung in die jeweilige Kata geben und anschließend an Videobeispielen auf jede einzelne Technik der Kata detailliert eingehen, die Knackpunkte der Technik herausarbeiten und Gelegenheit zum Austausch bieten. 

Hier die allgemeinen Abläufe der Seminare im Überblick:

  • Begrüßung 
  • Vereinbarungen zu Bedienung und Interaktion (Mikrofone, Chat, Darstellung, …)
  • Theoretische Einführung zur jeweiligen Kata 
  • Erklärungen zu den einzelnen Techniken:
  • Erklärung der Knackpunkte der Technik
  • Gelegenheit zu Verständnisfragen
  • Abschließende Diskussionsrunde
  • Feedback

Im Fokus steht das Verdeutlichen der Funktionalität der jeweiligen Technik - der Interaktion von Tori und Uke, von Angriff und Verteidigung - und nicht die Kopie einer äußeren Form.

Die Seminare beginnen immer um 19:30 Uhr:

  • Mittwoch, 16.09.2020 Nage no kata - Referenten: Stefan Bernreuther, Jochen Müller
  • Mittwoch, 23.09.2020 Katame no kata - Referenten: Sebastian Frey, Stefan Bernreuther
  • Mittwoch, 30.09.2020 Ju no kata - Referenten: Wolfgang Dax-Romswinkel, Magnus Jezussek
  • Mittwoch, 07.10.2020 Kodokan Goshin jutsu - Referenten: Kalle Bartsch, Sebastian Frey
  • Mittwoch, 14.10.2020 Kime no kata - Referenten: Magnus Jezussek, Jochen Müller
  • Mittwoch, 21.10.2020 Koshiki no kata - Referenten: Kalle Bartsch, Wolfgang Dax-Romswinkel

(Einlass in die virtuelle Veranstaltung ab 19:15 Uhr), Dauer ca. 1,5 - 2h je nach Verlauf

Mit den neu angebotenen Kata-Seminaren hab ihr die Möglichkeit online in die Welt der Kata einzutauchen und aus euren eigenen vier Wänden daran teilzunehmen. Die Anmeldung zu diesen kostenlosen virtuellen Veranstaltungen läuft über das Buchungsportal doo.net. Die Anmeldelinks findet ihr in der Ausschreibung. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt - jetzt anmelden und dabei sein!


Trainingsturnier statt Bundesliga in Speyer

Eigentlich hätte am 19.09.2020 den ganzen Tag Hochbetrieb im Speyerer Judomaxx herrschen sollen. Doch die Corona-Pandemie ändert in diesem Jahr alles. Der JSV Speyer hat für seine Athleten aber ein attraktives Alternativprogramm geboten. 

Ein Dreifach-Kampftag der 1. Bundesliga der Männer und der Frauen sowie der 2. Bundesliga der Frauen war im Terminplan vorgesehen. Doch bekanntlich kam alles anders – pandemiebedingt wird es in diesem Jahr kein Bundesliga-Judo in Speyer geben, die Bundesligen werden jeweils an einem einzigen Tag im Turniermodus ausgekämpft.
Ganz leer ist die Halle aber an diesem Samstag trotzdem nicht geblieben. Die Trainer Volker Heyer, Peter Lichtmannegger, Markus Kost ( JSV) und Aydin Kempirabaev ( HHG Kaiserslautern) hatten ihre Athleten zu einem kleinen Trainingsturnier geladen. In sieben Gruppen zu jeweils vier Personen konnten sich die Judokas zum ersten Mal nach sechs Monaten wieder unter Wettkampfbedingungen messen. 

Wenigstens ein kleiner Ersatz für den ausgefallenen Höhepunkt des Jahres und für die JSV-Familie eine Gelegenheit, um sich endlich wieder zu sehen. „Endlich wieder ein wenig Wettkampf-Stimmung zu spüren, ist richtig schön“, so die Judomama Hüsneye, die die Kämpfe der eigenen Kinder mit Spannung verfolgt. „Ich war solange nicht mehr im Judomaxx. Ich freue mich so sehr, alle wieder zu treffen.“ 

Auch die U21-Kämpferin Vanessa Adam war froh über die Rückkehr zu einer sportlich zumindest ansatzweisen Realität: Es war schön, wieder im Wettkampfmodus und unter Druck zu kämpfen, auch wenn es die gleichen Trainingspartner waren“. Da die Regel galt, dass unabhängig der erzielten Wertung jeder Kampf mindestens vier Minuten gehen musste, und alle mindestens vier Kämpfe hatten, bestand die Möglichkeit, viele Techniken auszuprobieren. „Es war sehr anstrengend. Ein Kampf von mir ging sogar 15 Minuten. Die Anstrengung haben wir alle noch am Sonntag gespürt. Aber es war toll!“, so Vanessa Adam.

Wer schon mal das „Großereignis“ Bundesligakampftag im Judomaxx erlebt hat, weiß, dass es weit mehr ist als „nur“ ein sportlicher Wettkampf. Jeder Kampftag ist zusätzlich ein großes Zusammentreffen der ganzen Vereinsfamilie. Egal ob Ur-Speyerer, Zugezogene oder Gäste aus dem Ausland, ob jung oder alt, sportlich aktiv oder passiv - es ist die bunte Vielfalt der Menschen, die an den Kampftagen zusammenkommen, die diesem Ereignis einen besonderen Charakter gibt.

Dementsprechend zahlreich sind die Menschen, die auf verschiedenster Weise zum Gelingen des Kampftages beitragen. Und so sind viele auch vom Ausfall der diesjährigen Heimkämpfe betroffen, alle auf ihrer eigenen Weise. JSV-Küchenchef Helmut Meier vermisst das Arbeiten mit seinem internationalen Küchenteam zur Bewirtung der Bundesligateams. So manche aus diesen Teams vermissen auch das mittlerweile legendäre Essen von Meier und seinem Team, das nach jedem Heimkampf auf sie und die Gastmannschaft wartet. Hierzu zählt sich auch Barbara Bandel, Teamchefin der Frauen-Bundesliga-Mannschaft des JSV. Für sie gibt es viele Gründe, die ausgefallenen Kampftage zu vermissen. Als Speyerer Eigengewächs ist sie dem Verein und ihrem Team nicht nur auf sportlicher, sondern auch auf persönlich-freundschaftlichen Ebene sehr stark verbunden. 

In diesem Jahr ist alles anders, aber der JSV Speyer gibt sich nicht geschlagen und versucht unter den gegebenen Umständen das Beste daraus zu machen. Der Verein gibt seinen Mitgliedern Hoffnung und mit diesem Trainingsturnier zumindest ein kleines bisschen Normalität zurück.

Seid Judo – Bleibt Judo!
 


Judo-Premiere in der Königstherme

Trotz der anhaltenden Coronakrise nehmen nach und nach immer mehr Vereine das Training wieder auf. Unterstützung erfahren sie dabei von vielen Seiten. Der Judobetrieb für die Königsbrunner Polizei-Judoka ist nun wieder gewährleistet und mit Hilfe der Stadtverwaltung Königsbrunn können die Polizei-Judoka ihre Trainingsabende u.a. im ehemaligen Thermenbad "Königstherme" durchführen.

Johannes Daxbacher, Mitglied der Militär- und Polizeikommission der IJF, der ebenfalls am Programm „Judo für Äthiopier“ beteiligt ist, hat gemeinsam mit der Stadt das Training ermöglicht. Daxbacher erläutert: „Trotz des Lock Downs im Frühjahr und der auferlegten Sicherheitsregeln, die nur begrenzte Möglichkeiten zum Spielen und Judotraining bieten, haben unsere Judo-Schüler jetzt mit großer Freude wieder angefangen […]. Meine Frau Regina und ich haben große Unterstützung von der Verwaltung der Stadt Königsbrunn erhalten und wir können jetzt ein neues Dojo nutzen, welches ein ehemaliges Thermalbad ist und genügend Platz bietet!“

Gleich beim ersten Judotraining in der Königstherme wurde die neue Umgebung und natürlich auch das Mercateum erkundet. Das Mercateum ist als offizielles Denkmal den ersten Handelsbeziehungen (1505) mit Indien gewidmet. Gerhard Mercator war ein weltberühmter Kartograph und Geograph (1512 - 1594) und ist der Namensgeber für dieses Königsbrunner Museum. 
Mit großer Freude stellten sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Sonnenuntergang vor dem größten, auf historischer Kartografie beruhenden Globus der Welt, zum Judo-Gruppenbild mit Maske.

Unsere Mitglieder des Kokoro Judo Clubs, darunter Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sind sehr froh, dass unser Sport wieder stattfinden kann. Wir werden niemals aufgeben.“ so Johannes Daxbacher.

 

Text: Johannes Daxbacher/Nicolas Messner// Foto: Marc Schwalber
 


Sommerfest in der Oberpfalz

Den Kopf hängen lassen und Corona als eine der neuen sieben Plagen hinzunehmen war nicht das Ding der Oberpfälzer Judoka. So wurde kurzerhand ein zweitägiges Sommerfest geplant.

Anpacken, das Herz in die Hand nehmen und den Kopf nicht hängen lassen - mit diesem Ansatz trommelte die Jugendleitung 20 engagierte junge Menschen zusammen, um das Sommerfest in die Tat umzusetzen.

Wir lassen uns nicht unterkriegen und machen etwas für die Jugend war die Devise. Schnell war dann auch das Motto für das junge Team gefunden: Jugend stärken - Zukunft stärken.

Die Idee eines Sommerfestes stand schon lange im Raum und nun bot sie die Gelegenheit, das Sommerfest umzusetzen. Der Corona-Pandemie die Stirn bieten und im Rahmen der Regeln ein attraktives Angebot schaffen. Mit einem strengen Hygiene -Konzept und vielen guten Ideen, lädt das 20-köpfige Juniorteam der Oberpfälzer Judo Jugend nun zum Sommerfest am 5. und 6. September 2020 nach Wackersdorf an den Brückelsee ein. 

Jugendliche, die sich auch in der Jugendarbeit engagieren wollen, können bei einem Surf – und Standup Paddlingkurs, der bereits am Freitag 5.9. beginnt, die zukünftigen Kolleg*innen des Teams kennenlernen.

Zum Sommerfest am Samstagnachmittag und Abend sind auch Trainer und Betreuer der Oberpfälzer Vereine sehr gerne gesehen. 

Highlights: Wir werden paddeln, kanufahren, menschenkickern, grillen, gemütlichen Klönschnack am Lagerfeuer halten, alte Freunde wiedersehen und vieles mehr.

Hygiene und Corona: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung gültigen Hygiene- und Corona Bestimmungen des Freistaates Bayern

Anmeldeschluss ist der Freitag der 28. August. Anmeldungen bitte schriftlich mit diesem Formular an judojugendoberpfalz(at)web.de.
 


Feriencamp für Judokas in Maintal

Der Sport Club Budokan Maintal e.V. kehrt langsam wieder zum Alltag zurück. Am 28.05.2020 startete der SC Budokan mit einem Fitness- und Krafttraining für die Gruppen U11 - U13 und U15 - U20. Nun möchte der Verein wieder 2x die Woche das langersehnte Judotraining anbieten. Des Weiteren ist ein Feriencamp für die U11 – U13 geplant, welches in den ersten beiden Wochen der Sommerferien (06.07.2020 – 17.07.2020) stattfinden wird. Die zwei Wochen sollen den Kids die Möglichkeit geben ihre Gürtelprüfung zu absolvieren. Trainer Lukas Mack und Co-Trainer Eduard Ort haben ein tägliches Aufwärm- und Prüfungsprogramm für die Kids vorbereitet. Am letzten Tag des Feriencamps werden die Prüfungen abgenommen und die Ehrungen gefeiert. Natürlich werden hier auch alle Hygieneregeln eingehalten. Das Dojo wurde desinfiziert und die Gruppengröße beträgt max. 10 Personen pro Gruppe.
Der SC Budokan freut sich auf alle Teilnehmer.


Der SV Victoria Lauenau hat tolle Judo@home- und Outdoor-Angebote

Sie haben ein  judospezifisches Grundlagen-Koordinationstraining entwickelt, welches auf die Bewegungsprinzipien vorbereitet. 

Dieses liefert einen perfekten Übergang zum Techniktraining mit und ohne Kontakt im Stand oder am Boden. Dabei verwenden wir unter anderem Dummies aus Jacken, die wir mit Kissen ausfüllen, oder Stühle denen wir Jacken anziehen. Wir machen jedoch auch kontaktlose Partnerübungen, in denen die Judogürtel den verlängerten Arm von Uke darstellt und somit auch eine gewisse Zugspannung gewährleistet ist. Dadurch können verschiedene Wurfeingänge auch gegen Wiederstand trainiert werden. Die Übungen lassen sich gut aufeinander aufbauen und stetig steigern, wodurch auch komplexe Bewegungsabläufe dargestellt und je nach Leistungsstand sowie Altersgruppe angepasst werden können.

Der Judogürtel dient uns auch als Korrekturhilfe bei den Tandoku renchus sowie bei den Falltechniken, da wir Trainer nicht in direkten Kontakt gehen können.  Ebenso kann er als Distanzorientierung und als Hilfsmittel bei Fangspielen eingesetzt werden, in dem z.B. auf den hinterhergezogenen Gürtel getreten wird. Gerade bei den Jüngeren zeigte sich ein schneller Lernerfolg mit viel Spaß. Daher werden wir diese Übungen bestimmt auch nach überstandener Corona-Zeit in unser Training im Dojo einbauen.

Die Grundidee für die „Mülljagt“ haben wir von unserem befreundeten Verein MTV Elze abgeschaut. Wir wollten gerade Judo als Randsportart stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken und dabei die Verbindung zu unseren Judowerten, wie Hilfsbereitschaft und Respekt, durch diese Aktion deutlich  machen.
Die Aktion haben wir bislang schon an zwei Tagen durchgeführt und war Teil unserer Kreativaufgaben. Aufgrund der Nachhaltigkeit, werden wir dies aber sicher noch einmal durchführen.

  • Auch eine kontaktlose Gürtelprüfung konnten die Mitglieder ablegen, den Bericht finden alle Interessierten hier.
  • Sehr spannend und besonders ist auch das virtuelle Judo-Turnier.

Blütenpaten auf der Wiese die als Dojo-Ersatz dient

Die Königsbrunner Polizei-Judoka sind nun auch Blütenpaten auf der Blumenwiese von Angelika und Walter Schuler. Judovorstand Johannes Daxbacher und der Vorstand des Königsbrunner Jugendblasorchesters Walter Schuler kennen sich bereits seit einigen Jahren. Gemeinsam mit Bürgermeister Franz Feigl organisierte Walter Schuler, der auch Stadtrat in Königsbrunn ist, für das Projekt „Judo für Äthiopien“ von Johannes Daxbacher eine Klarinette und ein Saxophon, welches der Judolehrer mit nach Afrika nehmen konnte.

Nun baten die Judoka wieder um Unterstützung bei Walter Schuler. Auf der Suche nach einer tauglichen Wiesenfläche, um anhand der Corona-Schutzregeln wieder organisierten Sport treiben zu können, fand Johannes Daxbacher beim Landwirt Schuler sofort ein offenes Ohr und eine geeignete und gleich frisch gemähte Wiese.

Als kleine Anerkennung  für die sofortige und unkomplizierte Hilfe aber auch als Wertschätzung für Schulers Engagement "Bayern blüht auf" haben sich die Königsbrunner Polizei-Judoka nun mit 200 Quadratmetern, das ist die Fläche von zwei Judokampflächen, als Blütenpaten für die Blumenwiese von Angelika und Walter Schuler eingetragen. 

 

Foto: Claudia Kirchberger

Von links:
Johannes Daxbacher, Angelika und Walter Schuler auf der Blumenwiese


Königsbrunner Polizei-Judoka trotzen der Corona-Zeit und legen wieder los

Anfänger, Fortgeschrittene und Meister, Jung und Alt, Mini-Judoka und Späteinsteiger, Weiß- bis Schwarzgurte des Polizei-SV Königsbrunn warteten in der Corona-Krise voller Ungeduld bis sie sich wieder aktiv ihrer Lieblingssportart Judo widmen konnten.

Gleich nach behördlicher Erlaubnis zum "Sport im Freien in Kleingruppen" starteten die Königsbrunner Polizei-Judoka mit "Outdoor-Judo" und trafen sich regelmäßig im Freien. Große Freude herrschte bei den Judoka, die sich zu gemeinsamer Gymnastik, Kräftigungsübungen, Konditionsaufbau und zum "Tandoku-renshu" trafen. Diese judotypische Imitationsbewegung ist eine kontaktfreie Technikverbesserung und wurde intensiv angenommen. Ein Highlight sind die vier Meter langen Gummibänder, mit denen sich unter Einhaltung der Corona-Abstandsregelung ein hervorragendes Uchi-komi (Wiederholungstraining) für die Judowürfe trainieren lässt. "Wir Königsbrunner Polizei-Judoka freuen uns sehr über das große Interesse und die motivierende Resonanz aus den Reihen unserer Vereinsmitglieder", so Judovorstand Johannes Daxbacher, "alle Judoka Deutschlands hoffen auf ein baldiges Wiedersehen auf der Judomatte".

 

Foto: Markus Streit

zeigt
Judoka des Polizei-SV Königsbrunn beim "Uchi-komi-Training" mit langen Gummibändern um die Abstandsregelungen einzuhalten


Judo-Pentathlon@home beim TSV Tauberbischofsheim

Die Judo-Abteilung des TSV Tauberbischofsheim hat auch bei der achten Ausführung,  des Judo-Pentathlon, erfolgreich teilgenommen.

Damit der Judo-Nachwuchs auch in der Corona-Zeit mit dem Judosport verbunden bleibt und diesen nicht die Decke auf den Kopf fällt, führten die Verantwortlichen der TSV Judo-Abteilung den Judo-Penthatlon@Home in den eigenen Wänden durch oder auch im Freien. Natürlich waren hier insbesondere die Eltern wie schon bei der Judo-Safari@Home gefordert zur Mitarbeit.

Der Judo-Pentathlon bestand aus allgemeinen und judospezifischen Übungen. Die Disziplinen sind als Einzelwettbewerb und Wettstreit mit Partner angelegt. So können erfahrene Judoka den Anfängern helfen und gemeinsam punkten.

Da viele dieser Übungen nicht durchzuführen waren, eben aufgrund der massiven Beschränkungen in unserer Sportart, wurden Alternativen von den beiden TSV-Trainern Joachim Fels und Torsten Zettelmeier kreiert.

Den Anfang machte man mit dem Kreativen Teil. Hier wurde das Thema „Ostern“ gestellt. Danach waren der Standweitsprung, Wandsitzen, Hindernislauf, Kniebeugen, Kraftübungen an Geräten. Zusätzlich kam das Tandoku Renshu hinzu, ein judospezifisches Ausdauertraining.

Alle teilnehmende Jugendliche in dieser Altersklasse von der Judo-Abteilung hatten ihren Spaß, auch wenn einige dabei bis an die Leistungsgrenze gehen mussten. Denn es waren schon einige ungewohnte Disziplinen dabei, die die Jugendlichen gewaltig ins Schwitzen brachten.

Der Lohn für die erbrachte Leistung bei diesem Mehrkampf war dann die Teilnehmerurkunde mit Medaille.

 


Judo-Club Prüm e.V gestaltet kreative Videos

Wir haben die trainingsfreie Zeit während der Corona Maßnahmen genutzt, vielfältige Videos zu erstellen.
Unsere Mitglieder sollten mit den Videos ihre Kreativität in der Zeit der Einschränkungen entdecken mit den Zielen auch ohne das Judo Training mit Partner aktiv werden zu können und des Weiteren zu wissen, dass der Zusammenhalt innerhalb unseres Vereins auch in der Zeit ohne Training ungebrochen ist.

Beide Filme sind in Zusammenarbeit mit dem Judo-Club Prüm e.V. und dem PSV Wengerohr in einer Gemeinschaftsproduktion gedreht worden.

Die beiden Trainer, Helmut Mohr (JC-Prüm) und Ralf Cossmann (PSV), haben die Rolle des Regisseur übernommen. Für die Umsetzung und Schnitt war Helmut Mohr verantwortlich.
 

Die Videos sind zu finden unter:


Beim Hansa Sportverein Stöckte ist auch in Corona-Zeiten eine Menge los

Gestartet wurde direkt nach Ostern mit einer Challenge, die wöchentlich sonntags veröffentlich wird. Die Trainer drehen hierzu ein Video, welches per WhatsApp an alle Judoka bzw. deren Eltern gesendet wird. Die Ergebnisse gehen in die Judo-Safari ein. Seitdem die Challenge für alle Vereine im Kreisfachverband Harburg-Land geöffnet worden ist, machen sogar die älteren Judoka mit und die Beteiligung stieg auf knapp über 50% im Alter von 5-60 Jahren. Denn im Kreisfachverband gewinnt der Verein mit der höchsten Vereinsbeteiligung prozentual zur Mitgliederstärke bezogen.

Am 30. April wurde über einen Live-Stream sportlich in den Mai geturnt. Das Angebot gemeinsam sportlich aktiv zu sein, kommt gut an und findet nun wöchentlich statt. Besonders freuen die Kinder sich, die anderen Judoka wenn auch nur über die Kamera zu sehen und sind motiviert unter Anleitung der Trainer und gemeinsam mit anderen, wenn auch räumlich getrennt, Sport zu treiben. Sogar die Eltern und Geschwister nehmen an dem wöchentlichen Training vor dem Bildschirm im eigenen Wohnzimmer teil.

Was wir sehr empfehlen können - Wir haben einen Brief an die Mitglieder geschrieben und gemeinsam mit einem Schoko-Osterhasen in den Gärten der Sportler versteckt. Wir nutzten diese Gelegenheit auch gleich, um unser neues Logo der Judoabteilung vorzustellen. Das Feedback über die Überraschung und den persönlichen Brief war überwältigend.
Eine weitere Idee die sehr gut ankam - Die Sportler konnten sich bei uns für ein Home-Training am Zaun bewerben. Zu diesem sind zwei Trainer auf Distanz zu den Sportlern gefahren und haben ein Überraschungstraining geben. Der Termin war nur mit den Eltern abgesprochen. Die Kinder haben sich riesig gefreut, eine Art Judotraining zu machen und die Trainer wiederzusehen. Wer also keine Möglichkeit hat, sich mit den Sportlern auf oder in einer Sportanlage zu treffen, der könnte vielleicht ein Judotraining zu den Sportlern in den Garten legen, um den Kontakt zu halten.

Wettkampf trotz Corona? „Das geht“ sagt uns der Verein aus Niedersachsen.
Wir haben ein virtuelles Turnier im Kreisfachverband ausgeschrieben, um unser Angebot auch über die Vereinsgrenze hinaus zu öffnen und weitere Sportler zu aktivieren. Bei diesem sind die Judoka aufgeteilt in zwei Altersgruppen in 7 Disziplinen gegeneinander angetreten. Immer 5 Judoka zeitgleich, die von 5 „Beobachtern“ bewertet worden sind. Wir haben hierfür die Plattform Zoom genutzt. Das hat erstaunlich gut geklappt und alle Kinder konnten sich am Ende über eine persönliche Urkunde freuen. Durchaus war der Wunsch aus fremden Vereinen, so etwas wieder zu machen, ganz unabhängig von Corona. Ob dies evtl. in Zukunft ein Wettbewerb für die Ferien wird, ist noch offen.

Noch vieles mehr hat der Verein zu bieten. Sei es ein Preisausschreiben, eine virtuelle Quiz-Show oder die Judo-Safari@home.

 


1.Mannheimer Judo-Club e.V. bietet seinen Mitgliedern ein vielfältiges Programm

Nachdem die Vereinsmitglieder sich positiv zu einem Online Training geäußert hatten ging es auch schon los. „Es zeigt sich, dass es sinnvoll ist, mit zwei Trainern zu arbeiten, einer macht die Übungen vor und den Animateur, der andere korrigiert die Kinder. Dies ist auch hilfreich, wenn es technische Probleme gibt, da kann schon mal ein Router seinen Dienst aufgeben oder das Bild einfrieren. Wenn das Training trotzdem weitergehen kann, kommt wenig Frustration auf.“

Über die Ferien haben sie mit den Judoka die Judo-Safari@home durchgeführt. „. Die Ergebnisse des Judoteils (Es sollte der Lieblingswurf in einem kleinen Video mit einem Kuscheltier vorgestellt werden) zeigte uns Trainern deutlich, wo die Kinder auf ihrer Judolaufbahn stehen und es gab auch einiges zum Schmunzeln. Der Kreativteil sprühte nur so von Kreativität und die Beweisfotos der Leichtathletik zeigten Kinder, die großen Spaß hatten, mit ihren Eltern zusammen aktiv zu sein.“

Nachdem die Kids ein Training absolviert haben, bekamen auch alle Erwachsenen Judoka Lust und setzen kurzerhand ebenfalls ein Training in den eigenen vier Wänden um.  „Wir konnten auch hier viele Mitglieder für das Training vor den Bildschirmen begeistern. Inzwischen bieten zwei Trainer regelmäßig zwei Trainingseinheiten für Erwachsene mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Hier haben wir auch schon erfolgreich mit einem Stuhl als Uke-Ersatz im Stand und im Boden trainiert.“

Damit noch nicht genug. Ein weiteres Angebot der Mannheimer: Eine Videokonferenz für die Jugendlichen im Verein. „Für unsere Videokonferenzen nutzen wir Zoom, was sich im Vergleich mit anderen Systemen bei uns als am stabilsten herausgestellt hat. Hier können durchaus viele gleichzeitig zugeschaltet sein. Die Trainingsteilnehmer können sich das Bild des Trainers auf dem Bildschirm anheften, so dass sie durch andere Teilnehmer nicht abgelenkt werden. Der Trainer selbst kann alle Teilnehmer auf seinem Laptop sehen, so dass sogar die Möglichkeit besteht, Einzelne gezielt anzusprechen und zu korrigieren. Es hat sich bewährt, Übungen erst zu zeigen, dann die Teilnehmer üben zu lassen und als Trainer selbst sich auf das Beobachten zu konzentrieren und nur einen Teil der Übungen selbst tatsächlich mitzumachen. Wir haben mit den Teilnehmern vereinbart (insbesondere im Kinderbe­reich), dass alle Teilnehmer stumm geschaltet sind, nur der Trainer wird so gehört. Die Kinder können mit Zeichen (Daumen hoch, Daumen runter) anzeigen, ob eine Übung verstanden wurde, oder die Erklärung noch mal wiederholt werden soll. Am Ende des Trainings können alle den Ton noch einmal zuschalten und verbal Feedback geben und Wünsche für das nächste Training äußern.“

Wow – voller Einsatz für ein Training zu Corona-Zeiten.

„Das gemeinsame Trainieren macht so viel Spaß, dass wir es wirklich nur empfehlen können, es auszuprobieren – es ist ein ganz anderes Trainingsgefühl, als wenn man alleine mit einem aufgezeichneten Youtube-Video trainiert.“

Und auch ein tolles gemeinsames Video wurde erstellt, zu finden auf der Facebook Seite des Vereins.


Online-Startraining mit Anna-Maria Wagner und Maike Ziech

Das Coronavirus beeinflusst momentan das öffentliche Leben. Deutschlandweit wurden derzeit Sportveranstaltungen abgesagt, um die Zahl von Neuinfektionen einzudämmen. Auch das normale Judotraining ist davon betroffen. Aufgrund dessen organisierte die Judoabteilung Stella Bevergern ein Online-Startraining mit den Nationalkaderathletinnen Anna-Maria Wagner vom KJC Ravensburg und Maike Ziech vom Budo-Sport YAMATO Hürth. Anna-Maria konnte beim vergangenen Grand Slam in Düsseldorf den dritten Platz erkämpfen und sicherte sich damit die Qualifikation zu den Olympischen Spielen in Tokio. Auch die ehemalige Junioreneuropameisterin Maike Ziech ist kein unbeschriebenes Blatt. Mit dem ersten Platz beim Grand Prix in Marokko 2019 kämpfte sie sich nach mehreren Verletzungen wieder zurück.

Die beiden Trainingspartnerinnen begeisterten insgesamt 90 Judoka aus ganz Nordrhein-Westfalen in zwei Online-Trainingseinheiten. Im Vormittagstraining wurde hauptsächlich Judotraining ohne einen Trainingspartner angeboten, bei dem die Sportsoldatin und die Polizistin Tandoku-renshu (Bewegen ohne Partner) und die Griffkraft verbesserten. In der zweiten Einheit, das Judotraining mit einem Partner, zeigten Wagner und Ziech viele Uchi-komi-Formen (Aufreißbewegungen für einen Judowurf)) sowie Griffvarianten. Auch das Kämpfen durfte nicht fehlen. In kleinen Zweikampfspielen konnten sich alle Judoka endlich einmal wieder auspowern.

Bei einer Fragerunde am Ende der Online-Trainingseinheiten gaben Wagner und Ziech Einblicke in ihren Trainingsalltag vor und während der Corona-Zeit und gaben viele hilfreiche Tipps für das Training Zuhause.


Die Judoabteilung Stella Bevergern veranstaltet virtuelle Workshops

Insgesamt 63 Familien der Judoabteilung Stella Bevergern trafen sich am vergangenen Wochenende online in zwölf verschiedenen Workshops rund um das Thema „Fit bleiben - trotz Corona“. Sportwart Marc Arends stellte zufrieden fest: „340 Teilnehmer auf zwölf Workshops habe ich nicht erwartet. Das Wochenende war ein voller Erfolg für unsere Judoabteilung.“
Den Familien der Judoabteilung wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Übungsleiterin Jeannina Heider startete am Samstagmorgen mit ihrem Workshop „Rolling in the deep – Faszientraining“.  Bei diesem Workshop stellte Heider viele Übungen, Tipps und Tricks für die tägliche Dehnroutine mit der Faszienrolle und dem Faszienball vor.  Besonders ins Schwitzen kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim nachfolgenden Workshop „Seilspringen wie ein Ninja“. Der angehende Sportlehrer und Judoka Peter Schubbert sowie Judoka Lukas Brömmelhaus stellten verschiedene Sprungvarianten vor, die dabei helfen werden, mit dem Seil effektiv und motiviert zu trainieren.
„Kleine Blessuren können leider beim Judo nicht ausgeschlossen werden. Mit einem gut angelegten Tape kann jedoch meistens das Training oder der Wettkampf weitergeführt werden.“, stellte Abteilungsleiter Klaus Büchter in seinem Workshop „Tapen leicht gemacht“ fest.  Fragen rund um das Thema „Tapen“ wurden interaktiv beantwortet, sodass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer rundum „verarztet“ wurde.
Auch die Kleinsten der Judoabteilung kamen beim Workshop-Wochenende nicht zu kurz. Kirsten und Jens Schwartz motivierten Familien mit ihren Kindern einen kreativen Gartenparcours aufzubauen. Die teilnehmende Familie Bartsch resümierte: „Unser Kind Mark war vom Parcours sehr begeistert. Er hat danach noch einen eigenen gebaut und den ganzen Abend lang geübt.“  
„Halt! Stopp! NICHT MIT MIR!“ – Nach diesem Motto gaben die Judotrainerinnen Jasmin Gierschmann und Lena Hembrock viele nützliche Tricks, die Menschen in brenzligen Situationen zur Selbstverteidigung anwenden können und Tipps, wie sie sich in solchen Situationen verhalten sollten.
Bei strahlendem Sonnenschein sprangen im letzten Workshop des Tages 33 Kinder fleißig und motiviert auf ihren Trampolinen. Beim Workshop „Homefly – Trampolinturnen“  zeigten Judotrainerin  Irina und Judotrainer Marc Arends verschiedene Sprünge und Sprungkominationen aus der Sportart Trampolinturnen.
Das Fazit des Tages war bei vielen Workshopteilnehmern ähnlich. Familie von der Haar schrieb:  „Unseren Kindern hat es heute sehr viel Spaß gemacht! Hut ab und vielen Dank für das, was die Judoabteilung leistet. Wir sind gespannt auf morgen“.
Denn in aller Frühe am Sonntag starteten Jugendwartin Darleen Schley und Judotrainerin Paulina Wolff mit ihrem Workshop „Judowerte leicht gemacht! – Kennenlernen der Judowerte“ für die Judokids der Abteilung. Hier konnten die Kinder in einem Quiz ihren Lieblingsjudowert herausstellen und anschließend ausmalen.
Auch das Krafttraining sollte an diesem Tag nicht zu kurz kommen. Gerade in der Corona-Zeit wollen viele Menschen ihr Krafttraining Zuhause ausführen. Eine Anregung zum eigenen Heimtraining bot Judoka Michael Heuschkel mit seinem Workshop „Allzwecktrainingsgerät Klimmzugstange“. Dort zeigte er, wie vielseitig und einfach das Training an einer Klimmzugstange sein kann.
Ein besonderes Angebot bot Peter Büchter, Kampfrichterobmann des Bezirks Münster, mit seinem Workshop „Grundlagen der Listenführung“. Hier hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit ihre Lizenz zum Listenführen für Judoturniere zu verlängern.
Wie sind die Regeln beim Judo eigentlich? Welche Wertungen gibt es? Und wann wird ein Haltegriff angezeigt und wann nicht? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Kampfrichter Peter Büchter ebenfalls in seinem Workshop „Grundlagen der Wettkampfregeln“.  Zur besonderen Freude von Büchter war dieser Kurs mit insgesamt 53 Zuschauern am besten besucht. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter viele Familien, schauten sich Videos von ausgewählten Wettkampfszenen an, die ich erläuterte“, so Büchter. „Damit konnte ich vor allem für die Eltern, deren Kinder die Sportart Judo ausüben, einen Einblick in das Regelwerk der Sportart Judo geben“.
Um den Sonntagabend mit einem Filmabend ausklingen zu lassen und dabei kein schlechtes Gewissen zu haben, stellte Athletiktrainer Carlo Weßeling in seinem Workshop „Rauf aufs Sofa – wir bleiben fit!“ ein kleines Workout auf und mit dem Sofa vor. „Auch gesunde Snacks dürfen bei einem Filmabend nicht fehlen.“, so Weßeling und zeigte mit voller Begeisterung seine Rezepte, die direkt zum Nachkochen und –backen einluden.
Am Ende des Wochenendes blickte das Trainerteam stolz auf die Workshopphase zurück. „Ich bedanke mich bei allen, die sich an den Workshops mit Ideen und Einsatz beteiligt haben. Es war aus meiner Sicht eine sehr erfolgreiche Aktion, wie auch die rege Teilnahme unserer Mitglieder gezeigt hat.“, stellte Abteilungsleiter Klaus Büchter abschließend heraus.


Neue Situation, neue Lösung beim Judo-Club Nievenheim e. V.

Nachdem das Präsenztraining ja für uns Judoka nicht mehr möglich ist, haben wir als Verein uns überlegt was man tun kann. Da ja auch Online-Kyu-Prüfungen möglich sind, wollten wir möglichst viele Mitglieder aktivieren. Nicht jeder hat zu Hause den Platz und die Möglichkeit beziehungsweise den Partner um Judo zu trainieren. Unsere Entscheidung ging deswegen dahin, ein Online-Training anzubieten das den Schwerpunkt auf Kraft, Kondition, Stabilisierung und Mobilisation legt. Natürlich ist auch Tandoku Renshu Teil des Trainings. Alle Übungen können mit haushaltsüblichen Hilfsmitteln (Wasserflaschen, Stuhl, etc.) aber auch mit Gewichten im eigenen Zimmer oder im Wohnzimmer durchgeführt werden. Zusätzlich haben wir die vereinseigenen Fitnessgeräte in Pakete zusammengestellt und an die Mitglieder ausgeliehen. Durchgeführt wird das Training jetzt drei Mal pro Woche über das Video-Konferenztool ‚ZOOM‘. Eine unserer Trainerinnen erstellt den jeweiligen Trainingsplan und schickt die Übungen vorab an die Teilnehmer. Während des Trainings führt sie durch die Übungen, korrigiert und motiviert. So können wir allein, aber gemeinsam, trainieren, den Kontakt halten und sind dann fit für die Zeit nach der Kontaktsperre.


Judo-Safari@Home

Wie können Nachwuchsjudoka in Zeiten von Corona motiviert werden, dabei zu bleiben? "Trainingspläne erschienen uns gerade für die jüngeren Judoka wenig geeignet", so Trainerin Sandra Manthey von Budo Mugen Gronau. Sie und ihr Mann Bodo, ebenfalls Trainer, überlegten zusammen mit ihren Kindern Sven und Falk, ebenfalls Judoka, wie man auch kreative und kompetetive Elemente berücksichtigen könne, um nicht nur auf die Eigenmotivation angewiesen zu sein. So entstand bereits am ersten Montag nach Schließung der Schulen beim Abendessen die Idee der Judo-Safari@Home.

Zunächst galt es, ein paar praktische Probleme zu lösen: "Zweikämpfe sind unmöglich, spielen aber in der Safari eigentlich eine wichtige Rolle", so Bodo Manthey. Auch sollte zumindest ein Mindestmaß an Vergleichbarkeit bei den athletischen Wettbewerben erhalten bleiben. Die Gronauer beschlossen, ganz auf Zweikämpfe zu verzichten. Stattdessen wurde einfach ein zweiter Kreativwettbewerb eingeplant. Die Anzahl der athletischen Wettbewerbe wurde flexibel gehalten, da die Dauer der Krise überhaupt nicht absehbar war. Die Punkteverteilung sowie die nötigen Punkte für die Safari-Tiere wird dementsprechend flexibel gehandhabt. Jede Woche gab und gibt es eine neue Aufgabe, die den Teilnehmern per Video über Instagram und WhatsApp bekanntgegeben wird. In den Videos macht Sven, der selbst bei der Safari mitmacht, die nächste Übung vor. Die Teilnehmer dokumentieren ihre Leistungen in einem kurzen Video. "Die Kinder können immer die aktuelle vereinsinterne Rangliste einsehen, um sie zu Höchstleistungen anzustacheln", sagt Sandra. Mittlerweile wurde festgelegt, dass es insgesamt zehn Aufgaben gibt, die Safari also Ende Mai zu Ende geht.

Nach ersten Posts auf Instagram zur Judo-Safari@Home bekundete Carina Hagen vom Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband Interesse, die Safari@Home anderen Vereinen zugänglich zu machen. Auf diesem Weg fand die Idee den Weg zum DJB. "Wir freuen uns, dass die Judo-Safari@Home auf breiteres Interesse stößt. Es ist auch spannend zu sehen, wie andere Vereine die Safari umsetzen", so Bodo.

Unter dem Hashtag #judosafariathome haben bereits eine Reihe von Vereinen Safari-Beiträge gepostet. Weitere Informationen zu den Aufgaben der Gronauer Safari sind unter https://www.budo-gronau.de/judo-safarihome/ und bei Instagram unter @budogronau zu finden.

Bei Fragen könnt ihr euch sicherlich an den Verein wenden!


Vielseitiges Angebot aus Karlsruhe

Die Badener Judoka sind besonders fleißig und haben gleich drei Aktionen ins Leben gerufen:

BCK bleibt fit 

In den ersten Wochen sind kleine Videoclips mit Aufgaben entstanden, damit unsere Mitglieder nahtlos zuhause oder draußen weitertrainieren konnten.  Nachdem die Dreharbeiten im Dojo nicht mehr erlaubt waren sind wir auf eine kleine Mattenfläche (12 qm) in einem privaten Garten ausgewichen. Hier finden nun wöchentliche Dreharbeiten mit Vereins- und Landestrainern statt. Mittlerweile entstehen hier ganze Trainingsworkouts, die auf dem vereinseigenen YouTube Kanal und in den sozialen Medien geteilt werden. Zum Einsatz kommt hierbei unsere Veranstaltungsausstattung mit Mischpult, hochwertiger Kamera, Headset und als Software Adobe CC. Unsere Athleten sind begeistert: „Wir üben täglich und haben Mega viel Spaß dabei!“. Viele warten schon neugierig, was noch kommt.
In diesem Rahmen ist auch das Anleitungsvideo für die Safari@home sowie die Gürtelbinde-Challenge für die jüngeren Judokas entstanden. 

Online-Training

Seit vier Wochen gibt es für unsere Jugendlichen zusätzlichen ein Online-Training. Das Training dauert 60 Minuten mit gemeinsamen Angrüßen, Erwärmung, Judo-Technik, Kräftigung, Koordination und Mobilisierung. Hierzu nutzen wir unterschiedlichen Gegenstände, die in jedem Haushalt vorhanden sind. So waren die letzten Wochen bereits der Judoanzug, ein Stuhl und ein Kissen im Einsatz. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit Skype werden wir unser Online-Training zukünftig über Jitsi anbieten, da man dort die Teilnehmer besser im Blick hat. Es ist einfach schön, sich auf diesem Weg gegenseitig sehen zu können.

BCK Quiz

Trainer oder erfolgreiche Sportler auf alten Fotos zu erkennen, das ist die Idee hinter dem BCK Quiz. Die Aufnahmen werden in den sozialen Medien veröffentlicht und dort per Kommentar geraten. 

Wenn ihr mit dem Verein in Kontakt treten wollt, dann besucht die Website des BCK: https://www.budoclubkarlsruhe.de/.


Erste Online-Gürtelprüfung im Judokreis Bochum/Ennepe

Judo online? - Das geht!

Am Sonntag, den 19.04.2020 fand die erste Judo-Gürtelprüfung im Judokreis Bochum/Ennepe beim Budo Sportclub Linden e.V. 83 statt.

Unser Vereinsmitglied Ida bereitete sich in den letzten Wochen intensiv auf die anstehende Prüfung vor und zeigte mit ihrer Schwester alle geforderten Techniken in den heimischen vier Wänden. Neben der guten Ausführung der Techniken konnte Ida auch alle Namen der Techniken nennen, sodass Prüfer Lars Mittkowski, der per Videokonferenz zugeschaltet war, ihr mit Erfolg die Prüfung zum gelben Gürtel abnehmen konnte.

Der BSC Linden gratuliert Ida zur bestandenen Prüfung und wünscht ihr viel Spaß mit der neuen, vollen Gürtelfarbe. In den nächsten Wochen sind weitere Gürtelprüfungen geplant, sodass trotz der Coronazeit weitere Prüfungen ermöglicht werden.


Coach Klaus Büchter korrigiert via Internet

In Zeiten von Corona und Kontaktsperre ist es schwer für Sportler, noch zu trainieren. Die Judoka von Stella Bevergern haben eine Lösung gefunden: Sie absolvieren ihre Trainingseinheiten per Videokonferenz.

Klaus Büchter ist 73 Jahre alt und hat schon viel erlebt. Aber diese Situation ist für den Judo-Abteilungsleiter und -Trainer von Stella Bevergern auch neu: Er trainiert seine Judoka online, per Videokonferenz. In Zeiten von Corona und der daraus resultierenden Kontaktsperre eine Möglichkeit, die Sportler bei Laune und fit zu halten. „Das ist zwar kein vollwertiger Ersatz, aber wir halten so Kontakt“, sagt Klaus Büchter.

Die technischen Voraussetzungen dafür müssen gegeben sein, das ist klar. Zunächst arbeiteten die Stellaner über Skype, da habe er aber immer nur vier oder fünf Aktive gleichzeitig sehen können, so Büchter. Mittlerweile haben die Bevergerner auf Zoom umgestellt, sodass deutlich mehr Kämpfer am Online-Training teilnehmen können.

Aber auch die räumlichen Voraussetzungen müssen natürlich stimmen. Schließlich hat nicht jeder eine Judo-Halle bei sich zu Hause. Muss er auch nicht. Im 15-Minuten-Takt holten die Sportler – zu Beginn waren es 16 Familien – Judo-Matten in der Grünen Halle in Riesenbeck ab, wo sie normalerweise lagern, und legten sie bei sich zu Hause aus, wo sie immer einen geeigneten Platz fanden. „Das geht vom Keller bis zum Dachboden“, sagt Klaus Büchter. Irina Arends, Kämpferin der 1. Damenmannschaft und ebenfalls Trainerin bei Stella, berichtet zudem von Lennard Kleußer, Kind einer Schaustellerfamilie, der vier Quadratmeter Matten im Wohnwagen ausgelegt habe. „Training geht immer“, so Irina Arends, „auch auf dem kleinsten Raum.“

Irina Arends, ihr Bruder Oliver und ihr Mann Marc tragen ebenfalls tatkräftig zum Gelingen des Online-Trainings bei. Oliver Arends sorgte maßgeblich dafür, dass technisch alles läuft, Irina ist morgens für das Athletik-Training zuständig. Abends übernimmt Klaus Büchter das judospezifische Training. Er gibt die Übungen vor, die Irina und Marc Arends vormachen und die die Beteiligten am Video-Training dann nachmachen. „Ich sehe dann, was die machen, und korrigiere das“, sagt Klaus Büchter.
In der Regel falle das Training zu zweit flach, es sei denn, es gebe Geschwister in der Familie, so Klaus Büchter. Und so muss er mehr als normalerweise überlegen, welche Übungen sinnvoll sind: „Ich muss schon grübeln, was ich machen kann, um die Trainingseinheiten mit Inhalten zu füllen.“ Technisch ist die neue Situation für ihn kein Problem: „Ich bin für mein Alter IT-mäßig ganz gut drauf“, sagt er.

Zunächst haben die Trainer natürlich ihre Kader-Athleten im Auge gehabt und bei ihnen angefragt, ob sie Video-Training machen wollen. Dann bei Judo-Familien, in denen mehrere Kinder den Sport betreiben. Das Interesse ist allerdings größer. „Auch andere Vereine haben schon angefragt, ob sie teilnehmen können“, sagt Irina Arends. „Und es haben auch noch weitere Judo-Familien gefragt, ob sie Matten abholen dürfen.“ Was sie natürlich dürfen.

Dass das Interesse so groß ist, freut Klaus Büchter. „Es geht vor allem darum, den Kontakt zu den Jungs und Mädchen zu halten, um sie weiter zu motivieren. Das motiviert mich dann auch“, erklärt der Trainer. Und: „Da weiß man, dass es sich lohnt.“