Best practice

In diesem Bereich wollen wir "Best practice"-Beispiele von Vereinen aufführen. Viele Judoclubs gehen in Zeiten von Corona neue Wege und finden kreative Lösungen, um ihren Vereinsmitgliedern etwas zu bieten und in Kontakt zu bleiben. Ob Online-Training, Judo-Safari@home oder andere Vereinsaktionen, wenn ihr einen Bericht und/oder Bilder zu EURER tollen Vereinsaktion beisteuern könnt, dann her damit. (Per E-Mail an Ellen Schick unter eschick(at)judobund.de)

So gebt ihr anderen Vereinen einen kreativen Input und evtl. kann man sich austauschen. Damit alle Judoclubs in Deutschland bei Bedarf in Kontakt treten können, solltet ihr euren Verein dringend in der DJB-Vereinsdatenbank registrieren.

Die "Best practice"-Beispiele werden dann hier veröffentlicht:


Feriencamp für Judokas in Maintal

Der Sport Club Budokan Maintal e.V. kehrt langsam wieder zum Alltag zurück. Am 28.05.2020 startete der SC Budokan mit einem Fitness- und Krafttraining für die Gruppen U11 - U13 und U15 - U20. Nun möchte der Verein wieder 2x die Woche das langersehnte Judotraining anbieten. Des Weiteren ist ein Feriencamp für die U11 – U13 geplant, welches in den ersten beiden Wochen der Sommerferien (06.07.2020 – 17.07.2020) stattfinden wird. Die zwei Wochen sollen den Kids die Möglichkeit geben ihre Gürtelprüfung zu absolvieren. Trainer Lukas Mack und Co-Trainer Eduard Ort haben ein tägliches Aufwärm- und Prüfungsprogramm für die Kids vorbereitet. Am letzten Tag des Feriencamps werden die Prüfungen abgenommen und die Ehrungen gefeiert. Natürlich werden hier auch alle Hygieneregeln eingehalten. Das Dojo wurde desinfiziert und die Gruppengröße beträgt max. 10 Personen pro Gruppe.
Der SC Budokan freut sich auf alle Teilnehmer.


Der SV Victoria Lauenau hat tolle Judo@home- und Outdoor-Angebote

Sie haben ein  judospezifisches Grundlagen-Koordinationstraining entwickelt, welches auf die Bewegungsprinzipien vorbereitet. 

Dieses liefert einen perfekten Übergang zum Techniktraining mit und ohne Kontakt im Stand oder am Boden. Dabei verwenden wir unter anderem Dummies aus Jacken, die wir mit Kissen ausfüllen, oder Stühle denen wir Jacken anziehen. Wir machen jedoch auch kontaktlose Partnerübungen, in denen die Judogürtel den verlängerten Arm von Uke darstellt und somit auch eine gewisse Zugspannung gewährleistet ist. Dadurch können verschiedene Wurfeingänge auch gegen Wiederstand trainiert werden. Die Übungen lassen sich gut aufeinander aufbauen und stetig steigern, wodurch auch komplexe Bewegungsabläufe dargestellt und je nach Leistungsstand sowie Altersgruppe angepasst werden können.

Der Judogürtel dient uns auch als Korrekturhilfe bei den Tandoku renchus sowie bei den Falltechniken, da wir Trainer nicht in direkten Kontakt gehen können.  Ebenso kann er als Distanzorientierung und als Hilfsmittel bei Fangspielen eingesetzt werden, in dem z.B. auf den hinterhergezogenen Gürtel getreten wird. Gerade bei den Jüngeren zeigte sich ein schneller Lernerfolg mit viel Spaß. Daher werden wir diese Übungen bestimmt auch nach überstandener Corona-Zeit in unser Training im Dojo einbauen.

Die Grundidee für die „Mülljagt“ haben wir von unserem befreundeten Verein MTV Elze abgeschaut. Wir wollten gerade Judo als Randsportart stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken und dabei die Verbindung zu unseren Judowerten, wie Hilfsbereitschaft und Respekt, durch diese Aktion deutlich  machen.
Die Aktion haben wir bislang schon an zwei Tagen durchgeführt und war Teil unserer Kreativaufgaben. Aufgrund der Nachhaltigkeit, werden wir dies aber sicher noch einmal durchführen.

  • Auch eine kontaktlose Gürtelprüfung konnten die Mitglieder ablegen, den Bericht finden alle Interessierten hier.
  • Sehr spannend und besonders ist auch das virtuelle Judo-Turnier.

Blütenpaten auf der Wiese die als Dojo-Ersatz dient

Die Königsbrunner Polizei-Judoka sind nun auch Blütenpaten auf der Blumenwiese von Angelika und Walter Schuler. Judovorstand Johannes Daxbacher und der Vorstand des Königsbrunner Jugendblasorchesters Walter Schuler kennen sich bereits seit einigen Jahren. Gemeinsam mit Bürgermeister Franz Feigl organisierte Walter Schuler, der auch Stadtrat in Königsbrunn ist, für das Projekt „Judo für Äthiopien“ von Johannes Daxbacher eine Klarinette und ein Saxophon, welches der Judolehrer mit nach Afrika nehmen konnte.

Nun baten die Judoka wieder um Unterstützung bei Walter Schuler. Auf der Suche nach einer tauglichen Wiesenfläche, um anhand der Corona-Schutzregeln wieder organisierten Sport treiben zu können, fand Johannes Daxbacher beim Landwirt Schuler sofort ein offenes Ohr und eine geeignete und gleich frisch gemähte Wiese.

Als kleine Anerkennung  für die sofortige und unkomplizierte Hilfe aber auch als Wertschätzung für Schulers Engagement "Bayern blüht auf" haben sich die Königsbrunner Polizei-Judoka nun mit 200 Quadratmetern, das ist die Fläche von zwei Judokampflächen, als Blütenpaten für die Blumenwiese von Angelika und Walter Schuler eingetragen. 

 

Foto: Claudia Kirchberger

Von links:
Johannes Daxbacher, Angelika und Walter Schuler auf der Blumenwiese


Königsbrunner Polizei-Judoka trotzen der Corona-Zeit und legen wieder los

Anfänger, Fortgeschrittene und Meister, Jung und Alt, Mini-Judoka und Späteinsteiger, Weiß- bis Schwarzgurte des Polizei-SV Königsbrunn warteten in der Corona-Krise voller Ungeduld bis sie sich wieder aktiv ihrer Lieblingssportart Judo widmen konnten.

Gleich nach behördlicher Erlaubnis zum "Sport im Freien in Kleingruppen" starteten die Königsbrunner Polizei-Judoka mit "Outdoor-Judo" und trafen sich regelmäßig im Freien. Große Freude herrschte bei den Judoka, die sich zu gemeinsamer Gymnastik, Kräftigungsübungen, Konditionsaufbau und zum "Tandoku-renshu" trafen. Diese judotypische Imitationsbewegung ist eine kontaktfreie Technikverbesserung und wurde intensiv angenommen. Ein Highlight sind die vier Meter langen Gummibänder, mit denen sich unter Einhaltung der Corona-Abstandsregelung ein hervorragendes Uchi-komi (Wiederholungstraining) für die Judowürfe trainieren lässt. "Wir Königsbrunner Polizei-Judoka freuen uns sehr über das große Interesse und die motivierende Resonanz aus den Reihen unserer Vereinsmitglieder", so Judovorstand Johannes Daxbacher, "alle Judoka Deutschlands hoffen auf ein baldiges Wiedersehen auf der Judomatte".

 

Foto: Markus Streit

zeigt
Judoka des Polizei-SV Königsbrunn beim "Uchi-komi-Training" mit langen Gummibändern um die Abstandsregelungen einzuhalten


Judo-Pentathlon@home beim TSV Tauberbischofsheim

Die Judo-Abteilung des TSV Tauberbischofsheim hat auch bei der achten Ausführung,  des Judo-Pentathlon, erfolgreich teilgenommen.

Damit der Judo-Nachwuchs auch in der Corona-Zeit mit dem Judosport verbunden bleibt und diesen nicht die Decke auf den Kopf fällt, führten die Verantwortlichen der TSV Judo-Abteilung den Judo-Penthatlon@Home in den eigenen Wänden durch oder auch im Freien. Natürlich waren hier insbesondere die Eltern wie schon bei der Judo-Safari@Home gefordert zur Mitarbeit.

Der Judo-Pentathlon bestand aus allgemeinen und judospezifischen Übungen. Die Disziplinen sind als Einzelwettbewerb und Wettstreit mit Partner angelegt. So können erfahrene Judoka den Anfängern helfen und gemeinsam punkten.

Da viele dieser Übungen nicht durchzuführen waren, eben aufgrund der massiven Beschränkungen in unserer Sportart, wurden Alternativen von den beiden TSV-Trainern Joachim Fels und Torsten Zettelmeier kreiert.

Den Anfang machte man mit dem Kreativen Teil. Hier wurde das Thema „Ostern“ gestellt. Danach waren der Standweitsprung, Wandsitzen, Hindernislauf, Kniebeugen, Kraftübungen an Geräten. Zusätzlich kam das Tandoku Renshu hinzu, ein judospezifisches Ausdauertraining.

Alle teilnehmende Jugendliche in dieser Altersklasse von der Judo-Abteilung hatten ihren Spaß, auch wenn einige dabei bis an die Leistungsgrenze gehen mussten. Denn es waren schon einige ungewohnte Disziplinen dabei, die die Jugendlichen gewaltig ins Schwitzen brachten.

Der Lohn für die erbrachte Leistung bei diesem Mehrkampf war dann die Teilnehmerurkunde mit Medaille.

 


Judo-Club Prüm e.V gestaltet kreative Videos

Wir haben die trainingsfreie Zeit während der Corona Maßnahmen genutzt, vielfältige Videos zu erstellen.
Unsere Mitglieder sollten mit den Videos ihre Kreativität in der Zeit der Einschränkungen entdecken mit den Zielen auch ohne das Judo Training mit Partner aktiv werden zu können und des Weiteren zu wissen, dass der Zusammenhalt innerhalb unseres Vereins auch in der Zeit ohne Training ungebrochen ist.

Beide Filme sind in Zusammenarbeit mit dem Judo-Club Prüm e.V. und dem PSV Wengerohr in einer Gemeinschaftsproduktion gedreht worden.

Die beiden Trainer, Helmut Mohr (JC-Prüm) und Ralf Cossmann (PSV), haben die Rolle des Regisseur übernommen. Für die Umsetzung und Schnitt war Helmut Mohr verantwortlich.
 

Die Videos sind zu finden unter:


Beim Hansa Sportverein Stöckte ist auch in Corona-Zeiten eine Menge los

Gestartet wurde direkt nach Ostern mit einer Challenge, die wöchentlich sonntags veröffentlich wird. Die Trainer drehen hierzu ein Video, welches per WhatsApp an alle Judoka bzw. deren Eltern gesendet wird. Die Ergebnisse gehen in die Judo-Safari ein. Seitdem die Challenge für alle Vereine im Kreisfachverband Harburg-Land geöffnet worden ist, machen sogar die älteren Judoka mit und die Beteiligung stieg auf knapp über 50% im Alter von 5-60 Jahren. Denn im Kreisfachverband gewinnt der Verein mit der höchsten Vereinsbeteiligung prozentual zur Mitgliederstärke bezogen.

Am 30. April wurde über einen Live-Stream sportlich in den Mai geturnt. Das Angebot gemeinsam sportlich aktiv zu sein, kommt gut an und findet nun wöchentlich statt. Besonders freuen die Kinder sich, die anderen Judoka wenn auch nur über die Kamera zu sehen und sind motiviert unter Anleitung der Trainer und gemeinsam mit anderen, wenn auch räumlich getrennt, Sport zu treiben. Sogar die Eltern und Geschwister nehmen an dem wöchentlichen Training vor dem Bildschirm im eigenen Wohnzimmer teil.

Was wir sehr empfehlen können - Wir haben einen Brief an die Mitglieder geschrieben und gemeinsam mit einem Schoko-Osterhasen in den Gärten der Sportler versteckt. Wir nutzten diese Gelegenheit auch gleich, um unser neues Logo der Judoabteilung vorzustellen. Das Feedback über die Überraschung und den persönlichen Brief war überwältigend.
Eine weitere Idee die sehr gut ankam - Die Sportler konnten sich bei uns für ein Home-Training am Zaun bewerben. Zu diesem sind zwei Trainer auf Distanz zu den Sportlern gefahren und haben ein Überraschungstraining geben. Der Termin war nur mit den Eltern abgesprochen. Die Kinder haben sich riesig gefreut, eine Art Judotraining zu machen und die Trainer wiederzusehen. Wer also keine Möglichkeit hat, sich mit den Sportlern auf oder in einer Sportanlage zu treffen, der könnte vielleicht ein Judotraining zu den Sportlern in den Garten legen, um den Kontakt zu halten.

Wettkampf trotz Corona? „Das geht“ sagt uns der Verein aus Niedersachsen.
Wir haben ein virtuelles Turnier im Kreisfachverband ausgeschrieben, um unser Angebot auch über die Vereinsgrenze hinaus zu öffnen und weitere Sportler zu aktivieren. Bei diesem sind die Judoka aufgeteilt in zwei Altersgruppen in 7 Disziplinen gegeneinander angetreten. Immer 5 Judoka zeitgleich, die von 5 „Beobachtern“ bewertet worden sind. Wir haben hierfür die Plattform Zoom genutzt. Das hat erstaunlich gut geklappt und alle Kinder konnten sich am Ende über eine persönliche Urkunde freuen. Durchaus war der Wunsch aus fremden Vereinen, so etwas wieder zu machen, ganz unabhängig von Corona. Ob dies evtl. in Zukunft ein Wettbewerb für die Ferien wird, ist noch offen.

Noch vieles mehr hat der Verein zu bieten. Sei es ein Preisausschreiben, eine virtuelle Quiz-Show oder die Judo-Safari@home.

 


1.Mannheimer Judo-Club e.V. bietet seinen Mitgliedern ein vielfältiges Programm

Nachdem die Vereinsmitglieder sich positiv zu einem Online Training geäußert hatten ging es auch schon los. „Es zeigt sich, dass es sinnvoll ist, mit zwei Trainern zu arbeiten, einer macht die Übungen vor und den Animateur, der andere korrigiert die Kinder. Dies ist auch hilfreich, wenn es technische Probleme gibt, da kann schon mal ein Router seinen Dienst aufgeben oder das Bild einfrieren. Wenn das Training trotzdem weitergehen kann, kommt wenig Frustration auf.“

Über die Ferien haben sie mit den Judoka die Judo-Safari@home durchgeführt. „. Die Ergebnisse des Judoteils (Es sollte der Lieblingswurf in einem kleinen Video mit einem Kuscheltier vorgestellt werden) zeigte uns Trainern deutlich, wo die Kinder auf ihrer Judolaufbahn stehen und es gab auch einiges zum Schmunzeln. Der Kreativteil sprühte nur so von Kreativität und die Beweisfotos der Leichtathletik zeigten Kinder, die großen Spaß hatten, mit ihren Eltern zusammen aktiv zu sein.“

Nachdem die Kids ein Training absolviert haben, bekamen auch alle Erwachsenen Judoka Lust und setzen kurzerhand ebenfalls ein Training in den eigenen vier Wänden um.  „Wir konnten auch hier viele Mitglieder für das Training vor den Bildschirmen begeistern. Inzwischen bieten zwei Trainer regelmäßig zwei Trainingseinheiten für Erwachsene mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Hier haben wir auch schon erfolgreich mit einem Stuhl als Uke-Ersatz im Stand und im Boden trainiert.“

Damit noch nicht genug. Ein weiteres Angebot der Mannheimer: Eine Videokonferenz für die Jugendlichen im Verein. „Für unsere Videokonferenzen nutzen wir Zoom, was sich im Vergleich mit anderen Systemen bei uns als am stabilsten herausgestellt hat. Hier können durchaus viele gleichzeitig zugeschaltet sein. Die Trainingsteilnehmer können sich das Bild des Trainers auf dem Bildschirm anheften, so dass sie durch andere Teilnehmer nicht abgelenkt werden. Der Trainer selbst kann alle Teilnehmer auf seinem Laptop sehen, so dass sogar die Möglichkeit besteht, Einzelne gezielt anzusprechen und zu korrigieren. Es hat sich bewährt, Übungen erst zu zeigen, dann die Teilnehmer üben zu lassen und als Trainer selbst sich auf das Beobachten zu konzentrieren und nur einen Teil der Übungen selbst tatsächlich mitzumachen. Wir haben mit den Teilnehmern vereinbart (insbesondere im Kinderbe­reich), dass alle Teilnehmer stumm geschaltet sind, nur der Trainer wird so gehört. Die Kinder können mit Zeichen (Daumen hoch, Daumen runter) anzeigen, ob eine Übung verstanden wurde, oder die Erklärung noch mal wiederholt werden soll. Am Ende des Trainings können alle den Ton noch einmal zuschalten und verbal Feedback geben und Wünsche für das nächste Training äußern.“

Wow – voller Einsatz für ein Training zu Corona-Zeiten.

„Das gemeinsame Trainieren macht so viel Spaß, dass wir es wirklich nur empfehlen können, es auszuprobieren – es ist ein ganz anderes Trainingsgefühl, als wenn man alleine mit einem aufgezeichneten Youtube-Video trainiert.“

Und auch ein tolles gemeinsames Video wurde erstellt, zu finden auf der Facebook Seite des Vereins.


Online-Startraining mit Anna-Maria Wagner und Maike Ziech

Das Coronavirus beeinflusst momentan das öffentliche Leben. Deutschlandweit wurden derzeit Sportveranstaltungen abgesagt, um die Zahl von Neuinfektionen einzudämmen. Auch das normale Judotraining ist davon betroffen. Aufgrund dessen organisierte die Judoabteilung Stella Bevergern ein Online-Startraining mit den Nationalkaderathletinnen Anna-Maria Wagner vom KJC Ravensburg und Maike Ziech vom Budo-Sport YAMATO Hürth. Anna-Maria konnte beim vergangenen Grand Slam in Düsseldorf den dritten Platz erkämpfen und sicherte sich damit die Qualifikation zu den Olympischen Spielen in Tokio. Auch die ehemalige Junioreneuropameisterin Maike Ziech ist kein unbeschriebenes Blatt. Mit dem ersten Platz beim Grand Prix in Marokko 2019 kämpfte sie sich nach mehreren Verletzungen wieder zurück.

Die beiden Trainingspartnerinnen begeisterten insgesamt 90 Judoka aus ganz Nordrhein-Westfalen in zwei Online-Trainingseinheiten. Im Vormittagstraining wurde hauptsächlich Judotraining ohne einen Trainingspartner angeboten, bei dem die Sportsoldatin und die Polizistin Tandoku-renshu (Bewegen ohne Partner) und die Griffkraft verbesserten. In der zweiten Einheit, das Judotraining mit einem Partner, zeigten Wagner und Ziech viele Uchi-komi-Formen (Aufreißbewegungen für einen Judowurf)) sowie Griffvarianten. Auch das Kämpfen durfte nicht fehlen. In kleinen Zweikampfspielen konnten sich alle Judoka endlich einmal wieder auspowern.

Bei einer Fragerunde am Ende der Online-Trainingseinheiten gaben Wagner und Ziech Einblicke in ihren Trainingsalltag vor und während der Corona-Zeit und gaben viele hilfreiche Tipps für das Training Zuhause.


Die Judoabteilung Stella Bevergern veranstaltet virtuelle Workshops

Insgesamt 63 Familien der Judoabteilung Stella Bevergern trafen sich am vergangenen Wochenende online in zwölf verschiedenen Workshops rund um das Thema „Fit bleiben - trotz Corona“. Sportwart Marc Arends stellte zufrieden fest: „340 Teilnehmer auf zwölf Workshops habe ich nicht erwartet. Das Wochenende war ein voller Erfolg für unsere Judoabteilung.“
Den Familien der Judoabteilung wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Übungsleiterin Jeannina Heider startete am Samstagmorgen mit ihrem Workshop „Rolling in the deep – Faszientraining“.  Bei diesem Workshop stellte Heider viele Übungen, Tipps und Tricks für die tägliche Dehnroutine mit der Faszienrolle und dem Faszienball vor.  Besonders ins Schwitzen kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim nachfolgenden Workshop „Seilspringen wie ein Ninja“. Der angehende Sportlehrer und Judoka Peter Schubbert sowie Judoka Lukas Brömmelhaus stellten verschiedene Sprungvarianten vor, die dabei helfen werden, mit dem Seil effektiv und motiviert zu trainieren.
„Kleine Blessuren können leider beim Judo nicht ausgeschlossen werden. Mit einem gut angelegten Tape kann jedoch meistens das Training oder der Wettkampf weitergeführt werden.“, stellte Abteilungsleiter Klaus Büchter in seinem Workshop „Tapen leicht gemacht“ fest.  Fragen rund um das Thema „Tapen“ wurden interaktiv beantwortet, sodass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer rundum „verarztet“ wurde.
Auch die Kleinsten der Judoabteilung kamen beim Workshop-Wochenende nicht zu kurz. Kirsten und Jens Schwartz motivierten Familien mit ihren Kindern einen kreativen Gartenparcours aufzubauen. Die teilnehmende Familie Bartsch resümierte: „Unser Kind Mark war vom Parcours sehr begeistert. Er hat danach noch einen eigenen gebaut und den ganzen Abend lang geübt.“  
„Halt! Stopp! NICHT MIT MIR!“ – Nach diesem Motto gaben die Judotrainerinnen Jasmin Gierschmann und Lena Hembrock viele nützliche Tricks, die Menschen in brenzligen Situationen zur Selbstverteidigung anwenden können und Tipps, wie sie sich in solchen Situationen verhalten sollten.
Bei strahlendem Sonnenschein sprangen im letzten Workshop des Tages 33 Kinder fleißig und motiviert auf ihren Trampolinen. Beim Workshop „Homefly – Trampolinturnen“  zeigten Judotrainerin  Irina und Judotrainer Marc Arends verschiedene Sprünge und Sprungkominationen aus der Sportart Trampolinturnen.
Das Fazit des Tages war bei vielen Workshopteilnehmern ähnlich. Familie von der Haar schrieb:  „Unseren Kindern hat es heute sehr viel Spaß gemacht! Hut ab und vielen Dank für das, was die Judoabteilung leistet. Wir sind gespannt auf morgen“.
Denn in aller Frühe am Sonntag starteten Jugendwartin Darleen Schley und Judotrainerin Paulina Wolff mit ihrem Workshop „Judowerte leicht gemacht! – Kennenlernen der Judowerte“ für die Judokids der Abteilung. Hier konnten die Kinder in einem Quiz ihren Lieblingsjudowert herausstellen und anschließend ausmalen.
Auch das Krafttraining sollte an diesem Tag nicht zu kurz kommen. Gerade in der Corona-Zeit wollen viele Menschen ihr Krafttraining Zuhause ausführen. Eine Anregung zum eigenen Heimtraining bot Judoka Michael Heuschkel mit seinem Workshop „Allzwecktrainingsgerät Klimmzugstange“. Dort zeigte er, wie vielseitig und einfach das Training an einer Klimmzugstange sein kann.
Ein besonderes Angebot bot Peter Büchter, Kampfrichterobmann des Bezirks Münster, mit seinem Workshop „Grundlagen der Listenführung“. Hier hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit ihre Lizenz zum Listenführen für Judoturniere zu verlängern.
Wie sind die Regeln beim Judo eigentlich? Welche Wertungen gibt es? Und wann wird ein Haltegriff angezeigt und wann nicht? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Kampfrichter Peter Büchter ebenfalls in seinem Workshop „Grundlagen der Wettkampfregeln“.  Zur besonderen Freude von Büchter war dieser Kurs mit insgesamt 53 Zuschauern am besten besucht. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter viele Familien, schauten sich Videos von ausgewählten Wettkampfszenen an, die ich erläuterte“, so Büchter. „Damit konnte ich vor allem für die Eltern, deren Kinder die Sportart Judo ausüben, einen Einblick in das Regelwerk der Sportart Judo geben“.
Um den Sonntagabend mit einem Filmabend ausklingen zu lassen und dabei kein schlechtes Gewissen zu haben, stellte Athletiktrainer Carlo Weßeling in seinem Workshop „Rauf aufs Sofa – wir bleiben fit!“ ein kleines Workout auf und mit dem Sofa vor. „Auch gesunde Snacks dürfen bei einem Filmabend nicht fehlen.“, so Weßeling und zeigte mit voller Begeisterung seine Rezepte, die direkt zum Nachkochen und –backen einluden.
Am Ende des Wochenendes blickte das Trainerteam stolz auf die Workshopphase zurück. „Ich bedanke mich bei allen, die sich an den Workshops mit Ideen und Einsatz beteiligt haben. Es war aus meiner Sicht eine sehr erfolgreiche Aktion, wie auch die rege Teilnahme unserer Mitglieder gezeigt hat.“, stellte Abteilungsleiter Klaus Büchter abschließend heraus.


Neue Situation, neue Lösung beim Judo-Club Nievenheim e. V.

Nachdem das Präsenztraining ja für uns Judoka nicht mehr möglich ist, haben wir als Verein uns überlegt was man tun kann. Da ja auch Online-Kyu-Prüfungen möglich sind, wollten wir möglichst viele Mitglieder aktivieren. Nicht jeder hat zu Hause den Platz und die Möglichkeit beziehungsweise den Partner um Judo zu trainieren. Unsere Entscheidung ging deswegen dahin, ein Online-Training anzubieten das den Schwerpunkt auf Kraft, Kondition, Stabilisierung und Mobilisation legt. Natürlich ist auch Tandoku Renshu Teil des Trainings. Alle Übungen können mit haushaltsüblichen Hilfsmitteln (Wasserflaschen, Stuhl, etc.) aber auch mit Gewichten im eigenen Zimmer oder im Wohnzimmer durchgeführt werden. Zusätzlich haben wir die vereinseigenen Fitnessgeräte in Pakete zusammengestellt und an die Mitglieder ausgeliehen. Durchgeführt wird das Training jetzt drei Mal pro Woche über das Video-Konferenztool ‚ZOOM‘. Eine unserer Trainerinnen erstellt den jeweiligen Trainingsplan und schickt die Übungen vorab an die Teilnehmer. Während des Trainings führt sie durch die Übungen, korrigiert und motiviert. So können wir allein, aber gemeinsam, trainieren, den Kontakt halten und sind dann fit für die Zeit nach der Kontaktsperre.


Judo-Safari@Home

Wie können Nachwuchsjudoka in Zeiten von Corona motiviert werden, dabei zu bleiben? "Trainingspläne erschienen uns gerade für die jüngeren Judoka wenig geeignet", so Trainerin Sandra Manthey von Budo Mugen Gronau. Sie und ihr Mann Bodo, ebenfalls Trainer, überlegten zusammen mit ihren Kindern Sven und Falk, ebenfalls Judoka, wie man auch kreative und kompetetive Elemente berücksichtigen könne, um nicht nur auf die Eigenmotivation angewiesen zu sein. So entstand bereits am ersten Montag nach Schließung der Schulen beim Abendessen die Idee der Judo-Safari@Home.

Zunächst galt es, ein paar praktische Probleme zu lösen: "Zweikämpfe sind unmöglich, spielen aber in der Safari eigentlich eine wichtige Rolle", so Bodo Manthey. Auch sollte zumindest ein Mindestmaß an Vergleichbarkeit bei den athletischen Wettbewerben erhalten bleiben. Die Gronauer beschlossen, ganz auf Zweikämpfe zu verzichten. Stattdessen wurde einfach ein zweiter Kreativwettbewerb eingeplant. Die Anzahl der athletischen Wettbewerbe wurde flexibel gehalten, da die Dauer der Krise überhaupt nicht absehbar war. Die Punkteverteilung sowie die nötigen Punkte für die Safari-Tiere wird dementsprechend flexibel gehandhabt. Jede Woche gab und gibt es eine neue Aufgabe, die den Teilnehmern per Video über Instagram und WhatsApp bekanntgegeben wird. In den Videos macht Sven, der selbst bei der Safari mitmacht, die nächste Übung vor. Die Teilnehmer dokumentieren ihre Leistungen in einem kurzen Video. "Die Kinder können immer die aktuelle vereinsinterne Rangliste einsehen, um sie zu Höchstleistungen anzustacheln", sagt Sandra. Mittlerweile wurde festgelegt, dass es insgesamt zehn Aufgaben gibt, die Safari also Ende Mai zu Ende geht.

Nach ersten Posts auf Instagram zur Judo-Safari@Home bekundete Carina Hagen vom Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband Interesse, die Safari@Home anderen Vereinen zugänglich zu machen. Auf diesem Weg fand die Idee den Weg zum DJB. "Wir freuen uns, dass die Judo-Safari@Home auf breiteres Interesse stößt. Es ist auch spannend zu sehen, wie andere Vereine die Safari umsetzen", so Bodo.

Unter dem Hashtag #judosafariathome haben bereits eine Reihe von Vereinen Safari-Beiträge gepostet. Weitere Informationen zu den Aufgaben der Gronauer Safari sind unter https://www.budo-gronau.de/judo-safarihome/ und bei Instagram unter @budogronau zu finden.

Bei Fragen könnt ihr euch sicherlich an den Verein wenden!


Vielseitiges Angebot aus Karlsruhe

Die Badener Judoka sind besonders fleißig und haben gleich drei Aktionen ins Leben gerufen:

BCK bleibt fit 

In den ersten Wochen sind kleine Videoclips mit Aufgaben entstanden, damit unsere Mitglieder nahtlos zuhause oder draußen weitertrainieren konnten.  Nachdem die Dreharbeiten im Dojo nicht mehr erlaubt waren sind wir auf eine kleine Mattenfläche (12 qm) in einem privaten Garten ausgewichen. Hier finden nun wöchentliche Dreharbeiten mit Vereins- und Landestrainern statt. Mittlerweile entstehen hier ganze Trainingsworkouts, die auf dem vereinseigenen YouTube Kanal und in den sozialen Medien geteilt werden. Zum Einsatz kommt hierbei unsere Veranstaltungsausstattung mit Mischpult, hochwertiger Kamera, Headset und als Software Adobe CC. Unsere Athleten sind begeistert: „Wir üben täglich und haben Mega viel Spaß dabei!“. Viele warten schon neugierig, was noch kommt.
In diesem Rahmen ist auch das Anleitungsvideo für die Safari@home sowie die Gürtelbinde-Challenge für die jüngeren Judokas entstanden. 

Online-Training

Seit vier Wochen gibt es für unsere Jugendlichen zusätzlichen ein Online-Training. Das Training dauert 60 Minuten mit gemeinsamen Angrüßen, Erwärmung, Judo-Technik, Kräftigung, Koordination und Mobilisierung. Hierzu nutzen wir unterschiedlichen Gegenstände, die in jedem Haushalt vorhanden sind. So waren die letzten Wochen bereits der Judoanzug, ein Stuhl und ein Kissen im Einsatz. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit Skype werden wir unser Online-Training zukünftig über Jitsi anbieten, da man dort die Teilnehmer besser im Blick hat. Es ist einfach schön, sich auf diesem Weg gegenseitig sehen zu können.

BCK Quiz

Trainer oder erfolgreiche Sportler auf alten Fotos zu erkennen, das ist die Idee hinter dem BCK Quiz. Die Aufnahmen werden in den sozialen Medien veröffentlicht und dort per Kommentar geraten. 

Wenn ihr mit dem Verein in Kontakt treten wollt, dann besucht die Website des BCK: https://www.budoclubkarlsruhe.de/.


Erste Online-Gürtelprüfung im Judokreis Bochum/Ennepe

Judo online? - Das geht!

Am Sonntag, den 19.04.2020 fand die erste Judo-Gürtelprüfung im Judokreis Bochum/Ennepe beim Budo Sportclub Linden e.V. 83 statt.

Unser Vereinsmitglied Ida bereitete sich in den letzten Wochen intensiv auf die anstehende Prüfung vor und zeigte mit ihrer Schwester alle geforderten Techniken in den heimischen vier Wänden. Neben der guten Ausführung der Techniken konnte Ida auch alle Namen der Techniken nennen, sodass Prüfer Lars Mittkowski, der per Videokonferenz zugeschaltet war, ihr mit Erfolg die Prüfung zum gelben Gürtel abnehmen konnte.

Der BSC Linden gratuliert Ida zur bestandenen Prüfung und wünscht ihr viel Spaß mit der neuen, vollen Gürtelfarbe. In den nächsten Wochen sind weitere Gürtelprüfungen geplant, sodass trotz der Coronazeit weitere Prüfungen ermöglicht werden.


Coach Klaus Büchter korrigiert via Internet

In Zeiten von Corona und Kontaktsperre ist es schwer für Sportler, noch zu trainieren. Die Judoka von Stella Bevergern haben eine Lösung gefunden: Sie absolvieren ihre Trainingseinheiten per Videokonferenz.

Klaus Büchter ist 73 Jahre alt und hat schon viel erlebt. Aber diese Situation ist für den Judo-Abteilungsleiter und -Trainer von Stella Bevergern auch neu: Er trainiert seine Judoka online, per Videokonferenz. In Zeiten von Corona und der daraus resultierenden Kontaktsperre eine Möglichkeit, die Sportler bei Laune und fit zu halten. „Das ist zwar kein vollwertiger Ersatz, aber wir halten so Kontakt“, sagt Klaus Büchter.

Die technischen Voraussetzungen dafür müssen gegeben sein, das ist klar. Zunächst arbeiteten die Stellaner über Skype, da habe er aber immer nur vier oder fünf Aktive gleichzeitig sehen können, so Büchter. Mittlerweile haben die Bevergerner auf Zoom umgestellt, sodass deutlich mehr Kämpfer am Online-Training teilnehmen können.

Aber auch die räumlichen Voraussetzungen müssen natürlich stimmen. Schließlich hat nicht jeder eine Judo-Halle bei sich zu Hause. Muss er auch nicht. Im 15-Minuten-Takt holten die Sportler – zu Beginn waren es 16 Familien – Judo-Matten in der Grünen Halle in Riesenbeck ab, wo sie normalerweise lagern, und legten sie bei sich zu Hause aus, wo sie immer einen geeigneten Platz fanden. „Das geht vom Keller bis zum Dachboden“, sagt Klaus Büchter. Irina Arends, Kämpferin der 1. Damenmannschaft und ebenfalls Trainerin bei Stella, berichtet zudem von Lennard Kleußer, Kind einer Schaustellerfamilie, der vier Quadratmeter Matten im Wohnwagen ausgelegt habe. „Training geht immer“, so Irina Arends, „auch auf dem kleinsten Raum.“

Irina Arends, ihr Bruder Oliver und ihr Mann Marc tragen ebenfalls tatkräftig zum Gelingen des Online-Trainings bei. Oliver Arends sorgte maßgeblich dafür, dass technisch alles läuft, Irina ist morgens für das Athletik-Training zuständig. Abends übernimmt Klaus Büchter das judospezifische Training. Er gibt die Übungen vor, die Irina und Marc Arends vormachen und die die Beteiligten am Video-Training dann nachmachen. „Ich sehe dann, was die machen, und korrigiere das“, sagt Klaus Büchter.
In der Regel falle das Training zu zweit flach, es sei denn, es gebe Geschwister in der Familie, so Klaus Büchter. Und so muss er mehr als normalerweise überlegen, welche Übungen sinnvoll sind: „Ich muss schon grübeln, was ich machen kann, um die Trainingseinheiten mit Inhalten zu füllen.“ Technisch ist die neue Situation für ihn kein Problem: „Ich bin für mein Alter IT-mäßig ganz gut drauf“, sagt er.

Zunächst haben die Trainer natürlich ihre Kader-Athleten im Auge gehabt und bei ihnen angefragt, ob sie Video-Training machen wollen. Dann bei Judo-Familien, in denen mehrere Kinder den Sport betreiben. Das Interesse ist allerdings größer. „Auch andere Vereine haben schon angefragt, ob sie teilnehmen können“, sagt Irina Arends. „Und es haben auch noch weitere Judo-Familien gefragt, ob sie Matten abholen dürfen.“ Was sie natürlich dürfen.

Dass das Interesse so groß ist, freut Klaus Büchter. „Es geht vor allem darum, den Kontakt zu den Jungs und Mädchen zu halten, um sie weiter zu motivieren. Das motiviert mich dann auch“, erklärt der Trainer. Und: „Da weiß man, dass es sich lohnt.“