IDM Kata: Platz für Überraschungen

Fotos: Boris Teofanovic

Zum zweiten Mal war der Budokan Maintal Ausrichter der Internationalen Deutschen Kata-Meisterschaften. Trotz einiger kurzfristiger, gesundheitsbedingter Absagen erhöhte sich die Teilnehmerzahl auf 49 Paare, im Vergleich zu 43 Paaren im Vorjahr. Die internationale Beteiligung mit drei Paaren aus Finnland, einem Paar aus den Niederlanden und einem Paar aus Frankreich zeigt ebenfalls einen kleinen Aufwärtstrend. Das DJB-Wertungsrichterteam wurde durch die IJF-Kata-Judges Hanspeter Glaser aus der Schweiz und Franz Edlinger aus Österreich verstärkt.

31.10.2017 von [Stefan Bernreuther]

Da einige Titelverteidiger und Medaillengewinner der Vorjahre und der Deutschen Kata-Meisterschaften nicht am Start waren, war Platz für einige Überraschungen.

In der Nage no kata ging der Titel an Immo und Hendrik Schmidt, die sich bereits in der Vorrunde vor Andreas Ber und Johannes Eidinger platzieren konnten.

Den ersten Platz in der Katame no kata konnten sich Peter Goossens und Hans van Raak aus den Niederlanden vor den amtierenden Deutschen Vizemeistern Christopher Scharf und Sandra Büchler sichern.

In der Kodokan Goshin jutsu setzen sich die Berliner Astrid Machulik und Marcus Nietner durch, die Pfälzer Thomas Hofmann und Daniel Koliander erreichten den zweiten Platz.

In der Kime no kata sahen sich die IJF-Grand Slam Silbermedaillengewinner Sarina und Jochen Müller nach dem kurzfristigen verletzungsbedingten Ausfall der amtierenden Europameister und Deutschen Meister Jörn Stermann-Sinsilewski und Volker Degenhart plötzlich mit der ungewohnten Favoritenrolle konfrontiert, der sie dann auch gerecht wurden und sich souverän durchsetzten.

Auch in der Ju no kata war durch das Fehlen der zweifachen Weltmeister und amtierenden Vize-Weltmeister Wolfgang Dax-Romswinkel und Ulla Loosen der Titel plötzlich für mehrere Paare in Griffweite. Für einige überraschend, aber verdient konnten sich Elke und Ulrich Bröckel aus der Pfalz ihren ersten internationalen Titel sichern.

In der Koshiki no kata waren leider nur zwei Paare am Start. Hier setzten sich Peter Wiberg und Sebastian Neuhaus vor Dieter Langhorst und Herbert Müller durch.

Die Ergebnisse im Detail

Beim DJB Kata-Lehrgang am Sonntag standen über 50 Teilnehmer auf der Matte, um sich in Katame no kata oder Kodokan Goshin jutsu weiterzubilden. Als Referenten fungierte für die Katame no kata Sebastian Frey, unterstützt von Sandra Büchler und Christopher Scharf. Die Kodokan Goshin jutsu unterrichteten Karl-Heinz Bartsch, Astrid Machulik und Marcus Nietner.

Die Teilnehmerzahl und die positive Resonanz der Aktiven zeigt das Interesse und den Bedarf an Kata-Lehrgängen auf Bundesebene. Die Lehrgangsreihe wird daher auch 2018 fortgesetzt.