DJB-Jugendvollversammlung in Hannover

v.l.n.r. Henrietta Weinberg (stellv. BJLterin), Norbert Specker (Bundesjugendleiter), Carolin Giffhorn (dsj-Vorständin), Peter Wiese (stellv. BJLter), Jane Hartmann (Bundesjugendleiterin)

Am 11.09.2021 fand in der Niedersächsischen Hauptstadt die Jugendvollversammlung 2021 statt. Die Landesverbände treffen sich einmal pro Jahr, um gemeinsam über relevante Jugendthemen im Judosport zu sprechen und zu debattieren.

07.10.2021

 

Erstmals wurde unter Leitung von Bundesjugendleiterin Jane Hartmann und Bundesjugendleiter Norbert Specker sowie Jugendbildungsreferent Lukas Knur eine hybride Veranstaltung angeboten. Es waren 17 der 18 Landesverbände vertreten, davon sechs in Präsenz und elf digital. Insgesamt nahmen 40 Personen an der Veranstaltung teil.

Trotz der räumlichen Trennung fand ein guter und ergebnisorientierter Austausch zwischen allen Parteien statt. Im Rahmen der Jugendvollversammlung wurden zwei Anträge eingereicht, wovon einem Antrag zugestimmt und einer abgelehnt wurde.

Die wichtigsten Informationen im Überblick:

Zugestimmt wurde der Wiedereinführung der Deutschen Vereinsmeisterschaft (DVMM) U18 anstatt des Jugendpokals:

1. Neue Gewichtsklassen

  • weiblich: -44kg,  -48kg,  -52kg,  -57kg,  -63kg und  +63kg (Mindestgewicht 63kg)
  • männlich: -50kg,  -55kg,  -60kg,  -66kg,  -73kg und  +73kg (Mindestgewicht 73kg)

2. die Jahrgänge der U18 plus dem ältesten Jahrgang der U15

3. Jeder Verein kann zwei Fremdstarter/innen aus dem eigenen LV melden und einsetzen. Ebenfalls sind Kampfgemeinschaften aus zwei Vereinen möglich.

4. Die vier bestplatzierten Mannschaften der Gruppenmeisterschaft qualifizieren sich für die DVMM U18 (24 Teams aus sechs Gruppen).

5. Bei Unentschieden Stichkampf direkt im Golden-Score (IJF-Regel)

Der Antrag muss nun noch auf der Mitgliederversammlung bestätigt werden. Abgelehnt wurde hingegen der Antrag auf ein „Startrecht gleichgestellte Ausländer U21“.

Neben den Debatten zu unterschiedlichsten Themen der Jugendarbeit im Judosport fand zudem eine Ehrung der Deutschen Sportjugend (dsj) statt. Peter Wiese wurde für sein langjähriges Engagement beim DJB geehrt. Die Ehrung übernahm Carolin Giffhorn (Vorstandsmitglied der DSJ):

"Peter Wiese verkörpert das Ehrenamt und das junge Engagement wie kein Zweiter. Bereits in jungen Jahren hat er sich ehrenamtlich engagiert und ist mit seinen Aufgaben in verschiedenen Institutionen und Positionen gewachsen. Mit seiner „Problemlöser-Mentalität“ und Kreativität ist seit nunmehr zehn Jahren in verschiedenen Positionen beim DJB aktiv und hat gemeinsam mit dem DJB-Juniorteam viele Projekte umgesetzt. Nach vielen Jahren im Juniorteam und als Jugendsprecher ist er seit 2020 stellv. Bundesjugendleiter. Der Deutsche Judo-Bund (DJB), die Judo-Jugend und die dsj bedanken sich bei Peter Wiese für sein Engagement im Judosport. Wir hoffen, dass Peter uns noch lange unterstützen wird und wir gemeinsam für den Judosport und für die Judo-Jugend weitere Ziele erreichen können.“

Im nächsten Jahr wird die Jugendvollversammlung vom Nordrhein-Westfälischen Judoverband (NWJV) ausgerichtet. Wir hoffen, dass auch nächstes Jahr eine so rege Teilnahme besteht und freuen uns auf spannende Debatten und Diskussionen.