Alina Böhm gewinnt Bronze

Claudiu Pusa

Zum Abschluss des Grand Slam in Ulaanbaatar gewinnt Alina Böhm Bronze.

26.06.2022 von [Birgit Arendt]

Nach einem Freilos startete Alina Böhm gegen die Mongolin Nyam-Erdene Batsumi und punktete nach etwa zweieinhalb Minuten mit Waza-ari für eine Haltetechnik. Diesen Vorsprung verteidigte sie bis zum Ende und stand damit bereits im Halbfinale.

Dort wartete die Japanerin Mami Umeki, die den Kampf nach reichlich drei Minuten für sich entscheiden konnte. Damit blieb Alina Böhm noch der Kampf um Bronze. Die für die IJF startende Russin Nadeshda Tatarchenko bezwang sie dabei im Golden Score mit drei Strafen. „Dass ich mit drei Strafen gewinne, passiert ja auch nicht so oft“, sagt Alina Böhm nach dem Kampf mit einem Augenzwinkern. Sie fühlte sich gut im Wettkampf und hat das herausgeholt, was möglich war.

Nach dem internationalen Trainingslager mit vielen Nationen und auch unangenehmen Gegnerinnen ist sie mit einer Erkältung krank geworden. Dennoch hat sie sich entschieden, in der Mongolei zu starten. „Es war ein toller Lehrgang und hat richtig Spaß gemacht. Es war eine gute Vorbereitung für diesen Wettkampf und ich hatte auch heute wieder sehr unangenehm zu kämpfenden Gegnerinnen.“ Das war auch ein Ziel des Bundestrainers. Zum einen galt es, erste Punkte für Olympia in Paris zu erkämpfen und zum anderen sollten die Athletinnen die Japanerinnen und die manchmal recht unangenehm zu kämpfenden Asiatinnen spüren. „Ich habe mich in der Vorbereitung enorm verbessert, habe neue Strategien angewendet und kam besser klar.“

„Wichtig ist jetzt jedoch, dass Alina sich weiterentwickelt und vor allem wieder gesund wird. Davon hängt dann auch ab, ob sie beim Grand Slam in Budapest starten wird“, sagt Bundestrainer Claudiu Pusa. „Jetzt sind wir jedoch erst einmal superhappy und superstolz auf Alina.“

Am Ende entschuldigt sich Alina jedoch noch fast für ihren Wettkampf-Auftritt und das auch noch mit kratzender Stimme. „Tut mir leid, dass heute nicht alles so schön aussah. Aber es zählt immer, was auf der Anzeigetafel steht und zählt nicht das schönste Judo.“ Gefreut hat sie sich über die vielen Glückwünsche zu ihrer Bronzemedaille.