Daniel Gürschner - U23-Bundestrainer Männer

Die Bundestrainer der verschiedenen Altersklassen sind nun alle berufen. Wir stellen sie hier vor. Heute: Daniel Gürschner für die Männer U23.

Daniel Gürschner kam eigentlich eher zufällig zum Judo. Ursprünglich war er Ringer und schon in kleinem Maße erfolgreich. Aber durch einen Umzug und Schulwechsel fragte er einfach, was seine neuen Klassenkameraden so sportlich machen. Zwei Judoka boten ihm an, er solle mal mit zum Training kommen. „Gesagt, getan und ich war beim Judo.“

Es dauerte nicht lange und Daniel Gürschner wurde immer erfolgreicher. „Mein für mich größter Erfolg war der Deutsche Meister-Titel 1996 in Riesa, da die meisten von meinen damaligen nationalen Konkurrenten teilnahmen und ich sie alle besiegen konnte.“ Davor war er bereits Junioren-Europameister 1993, wurde 1998 auch bei den Männern Europameister, im Jahr 2000 noch einmal Vize-Europameister. Unzählige Medaillen errang er auf internationalen Turnieren.

Als Trainer hat er bereits sehr früh angefangen zu arbeiten. Schon als er 14 Jahre alt war, hat ihn sein damaliger Trainer Heinz Kersten für die Trainerausbildung gewonnen. „Also hatte ich schon mit 14 Jahren einen Trainerschein und reiste teilweise schon mit den 8-10-Jährigen durch den Bezirk Cottbus“, denkt er an seine Anfänge zurück. Für seine leistungssportliche Karriere zog er dann nach Köln. Dort kam dann irgendwann im Jahr 2001 die Nachfrage, ob er nicht das Stützpunkttraining der U15 übernehmen wolle, nachdem Frank Wieneke Bundestrainer wurde.

Für den Deutschen Judo-Bund arbeitet er bereits seit 2006. Es ist für ihn sehr wichtig, in Harmonie zu arbeiten und es gehört für ihn auch Ehrlichkeit dazu. „Man kann mit mir über alles reden und das verlange ich auch!“

Er möchte seine Hingabe und Leidenschaft für diesen faszinierenden Sport auch an die Athleten weitergeben. „Besonders wichtig ist mir der persönliche Kontakt zu den Athleten, die für mich immer Vorrang haben“, sagt er.

Stolz macht ihn, dass sich seine Jungs auch noch nach Jahren bei ihm melden und ihm sagen, dass sie eine schöne Zeit in Köln hatten. „Dann, so denke ich, habe ich einiges richtig gemacht.“

Die sportlichen Erfolge mit seinen Schützlingen hat er nie alleine erreicht, sondern es war immer ein großes Team mit am Werk, das ihn und vor allem die Athleten mit vollster Leidenschaft unterstützt hat. Das soll auch weiterhin so bleiben, er möchte gemeinsam mit allen Trainern und Partnern im Sinne der Sportler arbeiten und als Team erfolgreich sein.