Sandra Klinger - U18-Bundestrainerin Frauen

Sandra Klinger ist international erfahren.

Nachdem sie bereits 2005 bis 2008 Bundestrainerin U18 weiblich war, ging sie aus privaten Gründen für zehn Jahre nach England. Sie war dort vor allem in der Trainer-Aus- und Weiterbildung tätig, hat intensiv mit Vereinen zusammengearbeitet, hat unter anderem Strukturen in den Vereinen verbessert, war bei der Mitgliedergewinnung aktiv und hat neben dieser strukturellen Ebene auch immer als Trainerin gearbeitet. In den letzten drei Jahren ihres England-Aufenthaltes war sie der Coach für alle Altersklassen von U15 bis U21 männlich und weiblich. „Ich bin nun auch zehn Jahre erfahrener und hatte die Chance, andere Strukturen kennen zu lernen“, sagt sie rückblickend.

Seit März 2019 ist sie nun wieder zurück und hat die Aufgabe als Bundestrainerin U18 angenommen. Ihre Ergebnisse und Vorstellungen sind so erfolgreich, dass der DJB auch in den kommenden vier Jahren mit ihr zusammenarbeiten will.

Im Jugendbereich sieht sie immer noch die Notwendigkeit zur Erziehung zum Leistungssport. „Man muss sich sehr bewusst sein, dass man einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Sportler hat.“ Sie legt besonders Wert auf die Grundlagen. „Es ist nach wie vor notwendig, dass wir breit aufgestellt sind, gute koordinative Grundlagen haben und die Quantität und Qualität des Trainings so verbessern, dass die Sportler verletzungsfrei bleiben.“  

Sandra Klinger schätzt ein, dass sie es bisher gut geschafft hat, mit den Trainern zusammenzuarbeiten und die Sportler dort abzuholen. „Die Athleten sollen ja auch Spaß am Training haben, um dabei zu bleiben, egal in welcher Art und Weise.“

Diese enge Zusammenarbeit mit den Trainern ist für sie das Wichtigste. „Ich kann den Sportlern nur Lösungen anbieten. Die Heim- und Stützpunkttrainer müssen mit den Sportlern die Grundlagen herausarbeiten und an den Lösungsansätzen weiterarbeiten.“ Deshalb gibt sie ihren Sportlerinnen in jedem Trainingscamp immer wieder mit auf den Weg: „Ihr müsst mitarbeiten, nicht abarbeiten! Nutzt die Möglichkeiten, wenn Ihr hier seid!“

Als Bundestrainerin der Jugend sieht sie sich aber auch immer wieder in der Erzieherfunktion. „Ich will, dass die Athleten neben dem Judo auch was fürs Leben mitnehmen, dass ihre Persönlichkeit wächst.“