
Jens Malewany - U18 Bundestrainer Männer/Frauen
Gemeinsam mit Juan Ignacio Cuneo verantwortet Jens Malewany die sportlichen Geschicke der deutschen U18-Judoka.
Der 29-Jährige ist mit einem Zwillingsbruder und einem älteren Bruder aufgewachsen. Eine besondere Rolle in seinem sportlichen Werdegang spielte dabei der ältere Bruder, durch den die Zwillinge im Alter von sieben Jahren beim Judo landeten. Die ersten Schritte machte er beim PSV Bochum, später setzte er seine sportliche Laufbahn bei der SU Witten-Annen fort. Schon früh entwickelte er große Begeisterung für Wettkämpfe – ein Weg, der ohne die kontinuierliche Unterstützung seiner Familie kaum möglich gewesen wäre. Er errang im Jugend- und Juniorenbereich Medaillen bei Deutschen Meisterschaften. Viele Jahre war er Kämpfer in der 1. Bundesliga. Heute trägt er den 3. Dan.
Zum Trainerberuf ist er im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahrs nach dem Abitur bei der SUA Witten gekommen und hat im Anschluss an der Deutschen Sporthochschule in Köln seinen Bachelor in Sportmanagement absolviert. Seit März 2021 ist er in verschiedenen Altersklassen im Nordrhein-Westfälischen Judoverband tätig gewesen. Er ist Erik Goertz sehr dankbar, ohne den er wohl nie in den Trainerberuf auf Verbandsebene reingeschnuppert und fußgefasst hätte. Nun kommt die nächste Stufe im Trainerberuf: Bundestrainer U18.

Für diese Aufgabe bringt er gute Voraussetzungen mit. Er ist gut strukturiert, kommunikativ und auch selbstbewusst. „Ich sehe die U18 als entscheidend an, wer perspektivisch international konkurrenzfähig sein wird“, sagt der Nordrhein-Westfale. „Die U18 ist eine entscheidende Entwicklungsphase, um technische und taktische Grundlagen zu sichern, die körperliche Entwicklung zu steuern und die Judoka mental vorzubereiten.“ Dabei sieht er den ganzheitlichen Ansatz und die individuelle Betrachtung der Judoka in ihrem Umfeld.
Sein Ziel ist der langfristige Aufbau in allen Bereichen, damit die Athleten im Seniorenbereich ankommen können. „Als Bundestrainer sehe ich mich nicht nur als Trainer, sondern auch als Organisator, Kommunikator und Moderator zwischen allen Beteiligten“, sagt er mit dem Blick auf den Dienstleister in allen Bereichen für die Herstellung und Sicherstellung von Erfolg.
„Der Erfolg eines Judoka ist nie als Einzelarbeit zu verstehen, sondern das Produkt vieler Trainer und den weiteren Akteuren im Sport.“ In diesem Sinne wird er die gute Zusammenarbeit mit den Stützpunkt- und Heimtrainern fortsetzen und gemeinsam mit seinem Bundestrainer-Kollegen Juan Ignacio Cuneo mit den Jugendlichen arbeiten.