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Detailaufnahme der Hand eines Judokas, in auf seinem schwarzen Guertel liegt.

Melek Melke - U21-Bundestrainer Männer

Melek Melke ist seit seinem 6. Lebensjahr Judoka und begann im Judo Club Kano Heilbronn.

Er hatte gerade einen Anfängerkurs beendet und die Prüfung zum gelben Gürtel bestanden, als die Heilbronner Stadtmeisterschaft anstand. Dort hat er gleich den 2. Platz belegt. Trainer Emil Burock hat ihn daraufhin sofort in die Wettkampfgruppe übernommen.

„Es war mein Glück, dass ich auf so einen tollen Menschen und Trainer gestoßen bin, der mich seit meiner Kindheit immer gefördert und unterstützt hat. Emil Burock wurde zu meinem Judo-Papa.“ Er hat etwas geschafft, was auch heute zum Erfolg führt. „Er hat meine Liebe zum Judo-Sport, zum Wettkampfsport und für die Nationalmannschaft geweckt“, beschreibt Melek Melke seine Leidenschaft für den Judo-Sport. 

Der Verein war und ist bis heute sein Zuhause. „Wenn man etwas von Herzen macht und mit voller Leidenschaft, dann ist man auch erfolgreich“, erfuhr er von Kindesbeinen an und setzt das nun auch in seiner Tätigkeit als Trainer um.

Neben Emil Burock war auch sein späterer Bundestrainer Mihail Donciu sehr prägend für ihn. „Er hatte ein außergewöhnliches Judo-Verständnis und ich habe von ihm ebenfalls Dinge für die Ewigkeit mitbekommen.“

Das prägende Highlight seiner Judokarriere, das ihn dann zu 100% motiviert hat, Spitzenjudo machen zu wollen, war der Besuch der Weltmeisterschaften 1991 in Barcelona. „Wir haben uns die komplette WM live vor Ort angeschaut. Ein Wahnsinns-Erlebnis, weil wir auch drei Weltmeistertitel und mehrere weitere Medaillen gewonnen haben.“ 

Es war auch eine sehr erfolgreiche Zeit für ihn. In den acht Jahren haben seine Sportlerinnen 15 WM-Medaillen erkämpft und wurden 2016 in Malaga Team-Europameister. Auf diesen Titel hat er übrigens mit seinen jungen Frauen ein ganzes Jahr lang hingearbeitet. „Wir hatten uns den Titel ein Jahr vorher vorgenommen und ich habe dieses Ziel in jeder Maßnahme in das Team hineingepflanzt, sodass das Team an das gleiche Ziel wie ich geglaubt hat“, sagt er mit Stolz und Freude, diesen Erfolg mit seiner Mannschaft gemeinsam organisiert zu haben. 

2016 erhielt er dann das Angebot, die Frauen als Bundestrainer zu übernehmen. Auch hier ging es erfolgreich weiter. Medaillen zu jeder EM, unzählige Erfolge auf der IJF-Tour und dann auch WM-Platzierungen. „Nach der Bronzemedaille von Martyna Trajdos 2019 in Tokio war der Durchbruch natürlich die WM in diesem Jahr mit dem WM-Titel von Anna-Maria Wagner, Bronze für Theresa Stoll sowie Platz 5 und 7 für Miriam Butkereit und Luise Malzahn. Damit war für mich klar, wir sind auf dem richtigen Weg.“

Auch als Bundestrainer versucht er immer wieder, diesen Teamspirit in die Mannschaft zu bringen. „Judo ist Team, eine andere Art von Familie. Der Zusammenhalt und das Vertrauen müssen da sein, auch wenn es mal nicht so rund läuft.“ Dabei ist das Team nicht nur auf seine Sportlerinnen begrenzt. Für ihn muss auch das Trainerteam zusammenarbeiten und an die gleichen Visionen glauben. Dafür setzt er sich tagtäglich ein. „Ohne Wettkampf-Ergebnisse geht’s nicht. Aber die Ergebnisse kommen, wenn das Team sich vertraut und sich vorantreibt.“

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