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21.11.2023

Rund um die Organisation der EM U23

Viele deutsche Spezialisten, die in internationalen Kommissionen tätig sind, haben in der Organisation der EM U23 mitgearbeitet. Heute: Verantwortliche im IT-Team

Ohne IT geht heute nichts mehr. Beginnend mit der Wettkampfdarstellung mit den Listen, Ergebnissen und mittlerweile als Standard das Live-Streaming bis zu den Bildschirmen am Mattenrand und der Großanzeige in der Halle. Ein ganzes Team der EJU und IJF ist damit beschäftigt, dass alles reibungslos läuft.

In diesem Bereich ist erfahrener Spezialist tätig, der aus Deutschland kommt. Matthias Fischer aus Hessen, der vor über 20 Jahren bei den Weltmeisterschaften 2001 in München das System Ippon.org aus der Taufe gehoben hat, ist mittlerweile Head of IT bei der EJU und der IJF und jettet das ganze Jahr über von einem großen Wettkampf zum anderen, betreut alle Weltmeisterschaften und vor allem die IJF-Tour, aber auch Kontinentalmeisterschaften. Auch bei dieser EM ist er dabei und behält die Übersicht, dass alles reibungslos funktioniert. „Es hat total Spaß gemacht, mit dem Ausrichter zusammenzuarbeiten. Vor allem Knut Radowksy hat alles sehr professionell gemanagt. Ich hoffe, dass wir von nun an immer mal wieder mit großen Events in Deutschland sein werden“, hofft er auf weitere Heimspiele in Deutschland.

Im Bereich IT-Support arbeitet Marc Hampel. Er ist bei der EM für den Referee Replay verantwortlich. Falls es also Diskussionen um die Wertung gibt, stellt er die entsprechenden Videosequenzen für die Kommission bereit. „Es macht großen Spaß hier. Drei Matten hat man gut im Überblick. Das ist hier also positiver Stress“, sagt er verschmitzt.

Aber auch weitere Mitarbeiter am Hallenpult, wo neben dem bereits genannten Knut Radowsky auch Robert Zastrau aus Oranienburg bei Berlin und andere Mitstreiter eine tolle Arbeit leisten.

Einer, der seit Jahren im EJU-IT-Team mitarbeitet, ist Stefan Fischer von der Judoschule Falkensee bei Berlin, der vor allem als Macher der Wettkampfführung über die Seite german-judo.de bekannt ist.

Er hat im März 2004 zur zweiten Deutschen Meisterschaft U21 in Frankfurt (Oder) mit der nationalen Wettkampfführung begonnen, hat unmittelbar danach die Seite german-judo.de aufgebaut, die mittlerweile ein tolles Archiv von Wettkämpfen der letzten fast 20 Jahre hat. Kurz danach im Sommer 2004 ist er über die Internationalen Deutschen Meisterschaften der U21 in Berlin zur EJU gekommen. Mittlerweile ist er in die Software der EJU und IJF reingewachsen und hat regelmäßig mehrere Events im Jahr, die er im Auftrag der EJU im IT-Bereich verantwortet. Meist sind das die European Cups U18 und U21 in Berlin, aber er springt auch durchaus bei anderen European Cups ein, wenn er gebraucht wird. Sein größtes Highlight bisher waren die Europäischen Spiele der Kleinstaaten 2019 als IT-Chef. Begeistert berichtet er, dass er dort den IOC-Präsidenten Thomas Bach getroffen, der sich stark für die Arbeit des IT-Teams interessiert hat.

Hier zur EM U23 arbeitet er eher im Background und greift immer dann ein, wenn er gebraucht wird oder wenn es knifflige Dinge schnell zu lösen gilt. „Ich finde es schön, dass wir ein großes Event direkt vor Ort haben. Mit einem bewährten Team von Deutschland mit der DJB-Technik und vor allem Knut Radowsky so etwas zu Hause auszurichten, ist toll. Wir können halt so was auch“, sagt er augenzwinkernd mit dem Wissen, ein großartiges Team hinter sich zu haben.

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